5.300 Besucher:innen – das war die „Lange Nacht der Forschung“!
April 30, 2026
An neun Standorten in Dornbirn und Lustenau wurden komplexe Algorithmen, nachhaltige Energielösungen und innovative Durchbrüche zum Greifen nah. Von den Laboren und Räumlichkeiten der FHV bis hin zu den Innovationszentren internationaler Marktführer wie Doppelmayr, HENN und Blum – in den 6 Stunden von 17 bis 23 Uhr blieben keine Fragen offen. Und heuer durften auch wir als Verein an einem kleinen, feinen Stand in der Postgarage mitmischen.

„Forschungsprozesse erlebbar machen“
An der FHV konnten Jung und Alt an insgesamt 30 interaktiven Stationen zentrale Zukunftsthemen wie Digitalisierung und KI, Umwelt, Energie und nachhaltige Mobilität, aber auch Technik, Gesundheit und gesellschaftlichen Wandel entdecken. Ein Beispiel dafür war eine Station am Forschungszentrum Mikrotechnik.
Stefan Partel, langjähriger Wissenschaftler an der FHV, erklärt: „Wir arbeiten in einem interdisziplinären Team an Projekten mit wissenschaftlicher Tiefe und hoher Praxisrelevanz – und genau das haben wir an diesem Abend gezeigt. An einer unserer Stationen wurde ein von uns entwickelter, winziger Sensorchip zum Gewässer‑Detektiv: Er misst Temperatur, pH‑Wert und Sauerstoffgehalt und gibt in Echtzeit preis, wie Umweltbedingungen und Pflanzenaktivität zusammenhängen. So konnten wir komplexe Forschungsprozesse für ein breites Publikum unmittelbar erlebbar machen.“
Jung und Alt auf Augenhöhe
„480 Forschende haben gestern vorgelebt, wie viel Leidenschaft in ihrer Arbeit steckt. Sie haben es geschafft, ihre Projekte so anschaulich aufzubereiten, dass der Funke sofort übergesprungen ist. Wenn komplexe Systeme plötzlich für 5-Jährige genauso wie für 70-Jährige logisch und greifbar werden, entsteht echte Begeisterung. Genau dieser Austausch macht die Forschung in Vorarlberg nahbar und lebendig“, resümiert Projektleiterin Konstanze Vetter (Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH).

Themenvielfalt einzigartig in Vorarlberg
Besonders beeindruckend war der Ansturm der jungen Generation: Rund 40 % der Besucher:innen waren Kinder und Jugendliche, die mit leuchtenden Augen ihre ersten eigenen Experimente durchführten. „Es geht nicht nur darum, Wissen zu vermitteln, sondern Begeisterung zu entfachen. Wenn jemand heute Abend beschließt, sich mehr mit Themen der Wissenschaft, Forschung, MINT-Gebiete zu befassen, haben wir unser wichtigstes Ziel erreicht“, so Vetter weiter.
Einzigartig ist in Vorarlberg auch die Vielfalt der angebotenen Themen und Forschungsbereiche. Für jedes Interesse ist etwas mit dabei: von breiten Themen wie Naturwissenschaften bis hin zu spezifischer Drohnen-Abwehrtechnik, exklusive Kaffee-Röstungstechniken und die Entwicklung von flammhemmenden 3D-Druck-Filamenten.

Markus Curin (Lehre in Vorarlberg) zeigte den Besucher:innen anhand der Web-VR-App, welche Berufswelten durch die VR-Brille erlebt werden können.
Virtuelles Schnuppern bei „Lehre in Vorarlberg“
Stichwort MINT: Im Rahmen der spannenden Experimente und Stationen, die in der Postgarage angesiedelt waren, durften heuer auch wir Einblicke in virtuelle Berufswelten geben. Das 2020 von „Lehre in Vorarlberg“ initiierte Virtual Reality-Projekt beinhaltet seit dem Ausbau durch die WKO über 60 Berufe und Lehrlinge. Diese wurden in 360° und 3D an ihren Arbeitsplätzen gefilmt – User:innen können sich somit zu ihnen beamen und virtuell in den Beruf schnuppern.
Und wie sie das getan haben: Bis 22:45 Uhr standen Groß und Klein bei uns Schlange, erfuhren mehr über die Lehrberufs-Vielfalt im Land und bekamen ausführliche Antworten auf Ausbildungs-Fragen.
Fotos: Matthias Rhomberg
Mai 11, 2026
„Keine Angst vor Feuer und Funken“
Nach der Polytechnischen Schule die Karriere starten: Patrick Lang (16) wird bei Doppelmayr Seilbahnen in Wolfurt zum Stahlbautechniker ausgebildet.
Mai 4, 2026
„Medikamente und gesund Leben im Fokus“
Beratung, Verkauf und im Labor Produkte herstellen: Isabella Marinkovic (19) über ihre Lehre zur pharmazeutisch-kaufmännischen Assistentin (PKA) in der Löwenapotheke Bregenz.
April 28, 2026
Unterstützung und Coaching für Lehrlinge und Betriebe
Nachhilfe oder persönliche Anliegen? Beim "Digitalen Netzwerktreffen der Vorarlberger Ausbilder:innen 2026" wurden verschiedene Angebote vorgestellt.
April 27, 2026
„Schwindelfrei und keine linken Hände“
Mit seiner Doppellehre als Dachdecker und Spengler bei Rusch Dach in Alberschwende führt Samuel Sohm (16) eine Familientradition fort.