“Aufs Bauchgefühl verlassen!“

September 22, 2025

Er liebt das Betonieren und ist schon richtig gut darin: Simon Frick (18) über seine Ausbildung zum Hochbauer bei Tomaselli Gabriel Bau in Nüziders.

Wie bist du zu deinem Lehrberuf gekommen?

Simon: Nach der Mittelschule habe ich die HTL Rankweil besucht, Abteilung für Bautechnik. Aber nach zwei Jahren habe ich festgestellt, dass ich einfach nicht mehr zur Schule gehen wollte. Dass ich zum Bau möchte, war fix. Also habe ich mich nach passenden Berufen und Firmen in meiner Umgebung umgesehen und war bei 4-5 Unternehmen zum Schnuppern.

 

Und wie kam es zu deiner Ausbildung bei Tomaselli Gabriel Bau?

Simon: Ich war hier insgesamt eine ganze Woche schnuppern und hab‘ mich ganz auf mein Bauchgefühl verlassen. Es war eine großartige Zeit, die ich damals erlebt habe, es hat rundherum alles gepasst.

 

Was gehört zu deinen Aufgaben als Hochbauer?

Simon: Wir errichten Gebäude und Bauwerke, indem wir Wände betonieren. Dazu gehören auch die Schalungen, das Armieren, also mit Stahl verstärkte Betonteile, das Lesen von Bauplänen und verschiedene Vermessungsaufgaben.

 

Und was davon gefällt dir am besten?

Simon: Das Betonieren! Von der Produktion und Aufstellung der Schalungen bis zum genauen Einfüllen oder Pumpen des Betons. Das taugt mir und darin bin ich richtig gut. Generell gefällt mir, dass ich immer an der frischen Luft arbeiten kann. Niemals könnte ich in einem Büro oder in einer Werkhalle arbeiten.

 

 

Du startest in dein drittes Lehrjahr: Was war bisher dein Highlight?

Simon: Die Baustelle zur Seewassergewinnung beim neuen Hallenbad in Bregenz. Da waren wir im Sommer 2024 und eine Location direkt am See ist natürlich sehr lässig. In der Mittagspause abkühlen oder nach der Arbeit im See baden – herrlich!

 

Welche Eigenschaften sollten zukünftige Hochbauerinnen und Hochbauer haben?

Simon: Teamfähigkeit, Selbstständigkeit, den Willen zur Weiterentwicklung und natürlich das Interesse am Bau.

 

Und wie sieht es mit den körperlichen Voraussetzungen aus?

Simon: Der Körperbau kann von Vorteil sein, aber das ist mittlerweile gar nicht mehr wichtig. Man arbeitet im Team und Maschinen übernehmen die schwersten Aufgaben. Das Interesse für den Beruf ist viel wichtiger. Manche reizt vielleicht auch das Lehrlingseinkommen, aber wenn die Arbeit keine Freude macht und der Wille dafür fehlt, nützt der beste Zahltag nichts.

 

Welche Tipps hast du für andere Lehrstellensuchende?

Simon: So viele Berufe wie möglich ansehen und Schnuppern gehen. Beim Schnuppern den Ausbildern und Lehrlingen viele Fragen stellen. Der Beruf und das Unternehmen müssen euch gefallen – hört auf euer Bauchgefühl.