„Diesen Beruf kann keine KI übernehmen!“

September 14, 2026

Als Jahrgangsbester ausgezeichnet: Interview mit Harald Faisst (22), frisch ausgebildeter Zimmereitechniker bei i+R Holzbau.

Wie bist du zur Zimmereitechnik gekommen?

Harald: Ich habe zuerst die dreijährige Lehre als Zimmerer bei i+R abgeschlossen. Während dieser Ausbildung habe ich gemerkt, wie spannend die Arbeit mit modernen Maschinen ist – und dann war für mich klar: Ich hänge noch ein viertes Lehrjahr als Zimmereitechniker dran. Das war für mich der logische nächste Schritt.

 

Und wie kam es überhaupt zu deiner Ausbildung bei i+R?

Harald: Mit Holz zu arbeiten war schon immer ein Wunsch von mir. Bei meiner Recherche bin ich auf i+R Holzbau aufmerksam geworden, habe dort geschnuppert – und es hat sofort gepasst. Dass das Unternehmen nicht weit von meinem Wohnort entfernt liegt, hat die Entscheidung am Ende leichtgemacht.

 

Was zeichnet den Beruf aus? Was sind deine Aufgaben?

Harald: Die Vielfalt der Baustellen macht es für mich aus: Über die Arbeit an der CNC-Maschine bin ich bei jedem Projekt dabei. Was andere meist verblüfft, ist die Geschwindigkeit: Durch den hohen Vorfertigungsgrad in der Firma wächst ein Bauwerk auf der Baustelle in kürzester Zeit in die Höhe. Das sieht man anderswo selten.

 

Welche Rollen spielen digitale Technik und moderne Maschinen in deinem Arbeitsalltag?

Harald: Da ich aktuell die Robot Drive bediene – eine CNC-Holzbearbeitungsmaschine – ist digitale Steuerung mein tägliches Brot. Als leidenschaftlicher Hobbyholzfäller beeindruckt mich dabei immer wieder, wie viele Kubikmeter Holz an einem einzigen Tag zu fertigen Bauteilen verarbeitet werden.

 

Welches Projekt ist dir bisher in Erinnerung geblieben?

Harald: An das Projekt SPAR Lauterach erinnere ich mich gut und gerne, weil wir dieses vom Abbruch bis zur Eröffnung in nur wenigen Monaten fertiggestellt haben. Ich habe hauptsächlich an den Fachwerkträgern gearbeitet und damit einen wesentlichen Teil zum Bau beigetragen. So ein Erlebnis bleibt im Kopf.

 

Du hast als Jahrgangsbester abgeschlossen – wie hast du das geschafft?

Harald: Vieles habe ich schon in der Berufsschule mitgenommen – ich habe gewusst, dass ich den Stoff sowieso lernen muss, also habe ich ihn gleich ernst genommen. Der Vorbereitungskurs beim WIFI und die Unterstützung der Ausbildner beim Lernen haben dazu beigetragen, dass ich die Auszeichnung geschafft habe.

 

 

Was rätst du Jugendlichen, die sich für einen Holzbauberuf interessieren?

Harald: Unbedingt ausprobieren! Der Beruf ist sehr abwechslungsreich, man arbeitet größtenteils an der frischen Luft, das Arbeiten mit Holz macht Freude – und das Wichtigste: KI wird das nicht übernehmen. Mit Engagement und Arbeitswillen steht einer erfolgreichen Karriere als Zimmerer oder sogar als Zimmereitechniker nichts im Wege. Man wird immer gebraucht.