“Habe ein gutes Händchen fürs Schweißen“
November 17, 2025
Wie bist du zu deinem Lehrberuf gekommen?
Anton: Eigentlich nur durch einen Zufall. Wir haben zuhause in Riefensberg einen Mutterkuhbetrieb, also schloss ich zuerst die dreijährige Landwirtschaftsschule ab. In den Semesterferien meines Abschlussjahres traf mein Vater bei seiner Arbeit für Schneider Parkett auf meinen jetzigen Chef Julian Gmeiner und sprach ihn auf eine Lehrstelle an und ob ich vorbeischauen könnte. Gesagt – getan und schon die Woche darauf war ich für zwei Tage bei Gmeiner Metall. Ich konnte sowohl in der Werkstatt als auch auf Montage gleich mitanpacken. Es war sehr lässig und ich dachte mir: Passt, das mach ich!
Was gehört zu deinen Aufgaben als Metallbau- und Blechtechniker?
Anton: Von Geländern bis zu Fahrzeugaufbauten stellen wir verschiedenste Konstruktionen aus Metall und Blech her. Bei der Produktion in der Werkstatt wird geflext, gebohrt, geschliffen und geschweißt, auf der Baustelle werden die Teile dann aufgestellt und montiert.

Und was davon gefällt dir besonders gut?
Anton: Das Schweißen. Es macht mir am meisten Spaß und ich bin richtig gut darin. Für eine schöne Schweißnaht braucht es ein ruhiges Händchen. Außerdem mag ich, dass wir ein kleines Team sind und jeder für seine Projekte Verantwortung übernehmen muss.
Du bist jetzt im zweiten Lehrjahr: Was waren deine bisherigen Highlights?
Anton: Der Aufbau, den ich für einen Traktoranhänger gebaut habe, ist auf jeden Fall etwas Besonderes. Zudem Landmaschinen für mich sowieso sehr spannend sind, da ich auch zuhause viel daran tüftle und bastle.
Außerdem habe ich am zweiten Tag meiner Lehre eine „Multilayer“-Schweißerprüfung bestanden, da mein Chef meinte, ich solle es einfach einmal probieren. Der Prüfer meinte, das habe er in seiner 35-jährigen Erfahrung noch nie erlebt.

Welche Voraussetzungen braucht es für die Metallbau- und Blechtechnik?
Anton: Handwerkliches Geschick ist auf jeden Fall hilfreich. Es muss einem auch egal sein, dass man dreckig wird und mal eine Woche nur in der Werkstatt verbringt, bevor es wieder auf Montage geht.
Und welchen Tipp hast du für andere Lehrstellensuchende?
Anton: Man kann nicht zu viel Schnuppern und Ausprobieren, aber das sagt einem eh jeder. Ich bin überzeugt, dass es nie den 100% passenden Beruf geben wird, einen kleinen Kompromiss muss man immer eingehen.
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