„Habe schon nach dem Schnuppern gestrahlt“
Juni 8, 2026
Was sind die Aufgaben einer Prozesstechnikerin?
Antonella: Ich plane, überwache und verbessere unsere Produktionsabläufe. Das bedeutet, nie stehen zu bleiben und sich ständig weiterzuentwickeln. Die Prozessoptimierung geschieht grundsätzlich in allen unseren Bereichen, aber derzeit bin ich bei der Produktion von Scharnierteilen beschäftigt.
Wie würdest du den Job einem Kind erklären?
Antonella: Wir sind die perfekten Lego-Bastler: Wir achten darauf, dass wir alle richtigen Teile haben, bauen sie Schritt für Schritt zusammen, erreichen das gewünschte Ergebnis und danach versuchen wir, immer schneller und besser zu werden.
Trifft das auch für dich persönlich zu?
Antonella: Absolut! Spontan und kurzfristig geht bei mir gar nicht. Ich habe gern den Überblick, bin organisiert, vorbereitet und plane alles sorgfältig, nichts wird dem Zufall überlassen. Das hilft enorm bei der Arbeit – ich habe den perfekten Job für mich gefunden!
Wie kam es zu deiner Ausbildung bei Blum?
Antonella: Nach der Mittelschule habe ich zuerst die HTL Rankweil mit dem Bereich Bautechnik besucht. Nach drei Jahren habe ich gemerkt, dass ich gar keinen Spaß daran habe und keine Zukunft darin sehe. Das habe ich auch so in meinem Freundeskreis erzählt, da hat mich eine Kollegin auf die Ausbildung bei Blum aufmerksam gemacht. Bis dahin wusste ich gar nicht, dass es den Beruf Prozesstechnik gibt. Da ich technisch begabt und interessiert bin, habe ich mir aber auch andere Lehrberufe bei Doppelmayr und illwerke vkw angesehen. Aber das Schnuppern bei Blum hat mir am besten gefallen. Als ich heimkam, meinte meine Mutter, dass ich schon lange nicht mehr so gestrahlt hätte.

Was gefällt dir an deiner Arbeit am besten?
Antonella: Da unser Job so abwechslungsreich ist, kann ich das gar nicht richtig beantworten. Bei uns gleicht keine Woche der anderen. Die spannendste Phase ist aber immer, wenn wir eine Maschine zum ersten Mal einrichten, die Grundeinstellungen machen, sie zum Laufen bringen und sie dann step by step optimieren, bis sie perfekt läuft.
Du bist jetzt im dritten Lehrjahr: Was war bisher das Highlight deiner Ausbildung?
Antonella: Unsere REFA-Schulungen sind sehr cool. Da arbeiten wir Lehrlinge in Teams mit Abteilungsleitern und Entscheidungsträgern an neuen Projekten, werden ernst genommen und respektiert, können aktiv an neuen Entwicklungen Teil haben. Das waren sehr wertvolle Erfahrungen, auch für die spätere Karriere.
Welche Eigenschaften – außer Gründlichkeit und Genauigkeit – sollten angehende Prozesstechniker:innen haben?
Antonella: Technisch interessiert sollte man auf jeden Fall sein, aber auch kreativ: Du bist die Person, die Lösungsvorschläge parat haben muss, die auch umsetzbar sind. Auch die Kommunikation ist wichtig, da wir immer mit Mechaniker:innen, Techniker:innen usw. zu tun haben.
Welchen Tipp hast du für andere Lehrstellensuchende?
Antonella: Nicht verzweifeln, wenn man mit 15 oder 16 noch keine Ahnung hat, was man machen soll. Schaut euch Berufe und Ausbildungsbetriebe an, geht auf Lehrlingsmessen, macht Interessens-Tests – in Vorarlberg haben wir super Möglichkeiten dafür!

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