„Könnte den ganzen Tag lang lackieren“
März 23, 2026
Wie sah dein Weg zur Lehre als Lackiertechniker aus?
Semih: Bei meiner ersten Lehre zum Maler und Beschichtungstechniker beim Ausbildungszentrum Vorarlberg (AZV) lernte ich neben wertvollen Erfahrungen und wunderbaren Leuten auch die richtige Einstellung kennen: Mach etwas aus deinem Leben und höre auf die Ratschläge von Leuten, die dir helfen wollen. Danach habe ich verschiedene Jobs angefangen und mir schließlich gedacht: no risk, no fun – ich starte noch eine weitere Lehreausbildung, da mir das Lackieren am meisten Spaß gemacht hat. Mein Berufsschullehrer hat mich dann auf die Ausbildung zur Lackiertechnik bei Walser aufmerksam gemacht.
Wie sah dein Ausbildungsweg davor aus?
Semih: Nach der Hauptschule Bludenz habe ich zuerst zwei Jahre lang die HAS besucht. Danach habe ich bei Integra gearbeitet und zwischendurch meinen Zivildienst beim Roten Kreuz absolviert. Bei Integra erfuhr ich von den Möglichkeiten beim Ausbildungszentrum Vorarlberg (AZV) und habe dort eine Lehre als Maler und Beschichtungstechniker abgeschlossen.
Was sind die wichtigsten Aufgaben als Lackiertechniker?
Semih: Ich lackiere Bau- und Maschinenteile aus verschiedensten Materialien. Somit gehören auch die Analyse, das Reinigen und die Kontrolle der Oberflächen dazu. Schleifen, Grundieren, Trocknen, Lackieren und auch die Farben nach Kundenwunsch mischen sind allesamt Arbeitsschritte von mir in unterschiedlicher Reihenfolge.
Und was davon gefällt dir am besten?
Semih: Das Lackieren macht nach wie vor am meisten Spaß – ich könnte das den ganzen Tag lang tun. Alles andere ist nur Notwendigkeit. Das Schöne ist auch die Herausforderung: Größe, Gewicht, Verarbeitung und Material der Teile variieren, nicht alles verträgt sich miteinander. Außerdem sieht man bei der Arbeit immer den Fortschritt, den man erreicht. Das motiviert enorm.

Was waren die Highlights seit deinem Start bei Walser?
Semih: Die Teamausflüge sind sehr lässig. Ob das Sportevent am Bürserberg oder der Ausflug zu MAN in Deutschland, man erfährt viel Neues und lernt die Kolleginnen und Kollegen besser kennen. Angenehm ist auch, dass ich durch meinen ersten Lehrabschluss einige Fächer der Berufsschule nicht mehr besuche muss.
Welche Eigenschaften sollten zukünftige Lackiertechniker:innen haben?
Semih: Konzentration, Geschick, Hausverstand und Teamwork sind hier entscheidend. Du bist nicht allen, man hilft einander, es fühlt sich wie eine große Familie an.
Und welchen Tipp hast du für alle Lehrstellensuchenden?
Semih: Sammelt so viele praktische Erfahrungen wie möglich. Beim Schnuppern gelingt das am besten – und zwar idealerweise mehrere Tage oder sogar eine ganze Woche lang. Bei einem Schnuppertag bleibt selten etwas hängen. Außerdem ist Durchbeißen angesagt: Es gibt immer Höhen und Tiefen und wer schlechte Tage übersteht profitiert mehrfach davon.

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