Lehre als

Chocolatier/Chocolatière

Du liebst Schokolade so sehr, dass du damit auch arbeiten und Geld verdienen willst? Dann kannst du mit diesem Beruf deinen Traum erfüllen!

Kurzbeschreibung

Chocolatiers (singular: der Chocolatier / die Chocolatière) sind mit der handwerklichen und maschinellen Herstellung von Schokolade und Schokoladeprodukten wie Pralinen, Bonbons, Figuren und dergleichen befasst. Dabei werden qualitativ hochwertigen Zutaten wie z. B. Kakao, Milch, Mandeln, Nüsse, Zucker eingesetzt.

Chocolatiers arbeiten nach vorhanden Rezepten und entwickeln auch selbstständig eigene Rezepte und Kreationen. Während der Herstellung von Schokolade steuern und überwachen sie Produktionsmaschinen, wie z. B. Rührmaschinen, Zentrifugen und Gießtrichter. Die angerührte Schokolade (Rohmasse) wird in Formen gegossen und abgekühlt. Chocolatiers stellen außerdem Gelees, Cremes und Füllungen her, mit denen die Schokoladenprodukte befüllt und verziert werden. Arbeitsschritte wie Dekorieren, Verzieren, Befüllen, Glasieren usw. werden manuell durchgeführt.

Chocolatiers arbeiten in Klein- und Mittelbetrieben der handwerklichen/gewerblichen Schokoladeherstellung (sogenannte „Schokolade-Manufakturen“) im Team mit Berufskolleg*innen, Vorgesetzten und betrieblichen Mitarbeiter*innen aus Produktentwicklung, Lager und Verkauf. Zum Teil haben sie auch Kontakt zu Kund*innen sowie zu Lieferant*innen.

Tätigkeiten

  • Schokolade-Rohmassen herstellen
  • Arbeitsvorbereitung: Zutaten auswählen, wiegen, bereitstellen
  • Schokoladeprodukte (Tafeln, Pralinen, Konfekt, Figuren) nach Rezept herstellen
  • Zusatzprodukte wie Marzipan, Gelees, Cremes, Füllungen etc. herstellen
  • Schokoladeprodukte befüllen, verzieren, glasieren, dekorieren
  • Produktendkontrolle, Qualitätssicherung durchführen
  • Schokoladeprodukte verpacken und sachgerecht lagern
  • Schokoladeprodukte in Verkaufsräumen aufstellen, in Vitrinen präsentieren
  • Rezepte variieren, entwickeln, optimieren
  • Lager- und Warenwirtschaft: Rohstoffe und Zutaten kalkulieren, bestellen
  • betriebliche  Hygiene– und Sauberkeitsstandards kennen und einhalten
  • Betriebsbücher wie Material- und Lagerlisten, Einkaufslisten usw. führen

So viel wirst du in etwa verdienen

Dein Lehrlingseinkommen (brutto) laut Kollektivvertrag (Stand 2026).

626-1.130

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

795-1.243

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

979-1.712

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.909

4. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

In jedem Beruf brauchst du ganz spezielles fachlisches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen, welche fachlichen Kompetenzen in diesem Beruf besonders wichtig sind.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Auge-Hand-Koordination
  • Fingerfertigkeit
  • gute körperliche Verfassung

 

Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • gutes Augenmaß
  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • technisches Verständnis
  • Zahlenverständnis und Rechnen

 

Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kund*innenorientierung

 

Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Sicherheitsbewusstsein
  • Umweltbewusstsein

 

Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • Mobilität (wechselnde Arbeitsorte)

 

Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • logisch-analytisches Denken / Kombinationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit
  • systematische Arbeitsweise

Berufsschulen

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Landesberufsschule Baden

Josef-Kollmann-Straße 1-3

2500 Baden

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FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Muss ich mich selber bei der Berufsschule anmelden?

Nein, das macht das Unternehmen für dich, bei dem du die Lehre beginnst.

Wann kann ich eine Lehre machen?

Um eine Lehre beginnen zu können, musst du neun Jahre zur Schule gegangen sein. Somit hast du die gesetzliche Schulpflicht erfüllt und kannst dich entscheiden, ob du einen Lehrberuf erlernen oder weiterhin die Schule besuchen willst.

In welche Berufsschule muss ich gehen?

Unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ findest du nicht nur eine Auflistung aller in Vorarlberg möglichen Lehrberufe, sondern bei jedem Lehrberuf auch die Berufsschule, die die Lehrlinge besuchen.

Was ist eigentlich ein Motivationsschreiben?

Das Motivationsschreiben bzw. Bewerbungsschreiben ist Teil deiner Bewerbungsunterlagen. In deinem Motivationsschreiben machst du dem Betrieb klar, warum genau du der/die Richtige für die Lehrstelle bist. Wenn du dich im Vorhinein über das Unternehmen schlau machst, fällt dir das Schreiben bestimmt einfacher. Gib dein Motivationsschreiben vor dem Absenden am besten einem Erwachsenen zum Korrekturlesen – eine gute Bewerbung ist vor allem fehlerfrei!

Soll ich zum Tag der offenen Tür gehen, wenn das ein Unternehmen anbietet?

Ja, unbedingt. Warum? Weil du die Möglichkeit erhältst einen Blick hinter die Kulissen zu werfen: Du lernst die Firma und deinen möglichen zukünftigen Lehrberuf besser kennen, kannst mit Lehrlingen und Ausbildern vor Ort sprechen und alle deine Fragen stellen usw. Wenn das Unternehmen auch Schnuppertage anbietet und du dich für eine Lehrstelle dort interessierst, melde dich gleich zum Schnuppertag an – dort erhältst du weitere, noch tiefere Einblicke ins Unternehmen und den Lehrberuf.

Wie finde ich offene Lehrstellen?

Alle Ausbildungsbetriebe findest du unter dem Menüpunkt „Lehrbetriebe“. Hier siehst du auch gleich welche Betriebe in welchen unterschiedlichen Lehrberufen ausbilden. Du kannst dir die Websites der Betriebe anschauen, die dir gefallen und oft findest du dort auch offene Lehrstellen. Aber auch auf anderen Wegen findest du offene Lehrstellen: In den Berufsinfozentren (BIZ Bregenz, BIZ Feldkirch, BIZ Bludenz ), bei der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer und der Landwirtschaftskammer, bei der Lehrlings- und Jugendabteilungen der Arbeiterkammer und im BIFOInformationszentrum Dornbirn kannst du dich über offenen Lehrstellen informieren. Oft findest du auch Stelleninserate in der Zeitung oder aber Familienmitglieder und Freunde wissen über offene Lehrstellen in einer Firma Bescheid. Wenn möglichst viele Personen wissen, dass du auf Lehrstellensuche bist, können sie dich bei deiner Suche unterstützen. Sollte es nicht klappen, erkundige dich beim BIFO nach der Möglichkeit des Jugendcoachings – hier hilft dir dein persönlicher Coach bei der Lehrstellensuche.

Arbeitsbereiche

Chocolatiers stellen aus qualitativ hochwertigen Zutaten verschiedene Schokoladenprodukte wie Tafelschokolade, Pralinen, Konfekt, Figuren und dergleichen her. Sie arbeiten nach betriebsspezifischen Rezepten, die sie kreativ verändern, variieren und optimieren. Vor der Produktion stellen sie die benötigten Zutaten, Roh- und Hilfsstoffe wie z. B. Kakao (Bohnen oder Pulver), Fettstoffe, Zucker, kandierte Früchte, Mandeln und Nüsse bereit. Sie verwenden sowohl manuelle Arbeitsgeräte wie Trichter, Spachteln, Messer und Formen, sie rüsten, bedienen und überwachen, aber auch größere, zum Teil automatisierte Maschinen, wie Rührmaschinen in denen die Kakao- bzw. Schokolade-Rohmassen angerührt werden. Die Schokolade-Rohmassen zeichnen sich durch

Die Chocolatiers stellen zunächst Schokolade-Rohmassen her, die sich jeweils durch ihren Kakaogehalt auszeichnen, z. B. Milchschokolade, dunkle Schokolade, zart/bitter, 75% Kakao oder weiße Schokolade.
Mittels verschiedener Methoden wie Dickziehen, Kandieren, Dörren, Kristallisieren, Gefriertrocknen, Pasteurisieren oder Emulgieren erreichen sie die gewünschten Eigenschaften der Schokoladen hinsichtlich Konsistenz, Geschmack oder Haltbarkeit. Bei der Herstellung von Tafelschokolade und anderen Produkten mengen sie außerdem z. B. Nüsse, Mandeln, Rosinen oder Gewürze bei.

Chocolatiers erzeugen auch Zusatzprodukte wie Gelees, Cremes, Dragees, Streumaterialien, Marzipan oder Kuvertüren, welche zur Befüllung, Belegung oder Dekorierung von Tafelschokoladen, Pralinen und Bonbons benötigt werden. Bei der manuellen Endfertigung wenden sie Arbeitsschritte und Arbeitsmethoden wie Ausstechen, Glasieren, Eindecken, Spritzen, Tunken, Gießen, Sprühen, Bemalen und Formen an. Dabei berücksichtigen sie die ästhetische Wirkung ihrer Kreationen und können hier auch gestalterisch tätig sein.

Die fertigen Schokoladenprodukte werden gekühlt gelagert, fachgerecht verpackt (z. B. in Pralinenschachteln) und in den Vitrinen und Schaufenstern der betrieblichen Verkaufsräume ansprechend präsentiert. Im Rahmen der Qualitätssicherung verkosten sie Rohstoffe und Endprodukte, schmecken Inhaltsstoffe und Aromen ab und wirken bei der geschmacklichen wie auch ästhetischen Verfeinerung von Schokoladenerzeugnissen und Konfektwaren mit.

Zu Festtagen wie Ostern, Nikolaus oder Weihnachten produzieren Chocolatiers spezielle Schokolade-Produkte wie z. B. Osterhasen, Ostereier, Schokolade-Nikoläuse, Christbaumschmuck aus Schokolade und vieles mehr. Darüber hinaus nehmen sie auch individuelle Wünsche und Aufträge von Kund*innen entgegen, für die sie z. B. anlässlich von Hochzeiten, Geburtstagen oder Firmenfeiern Schokoladenfiguren in exklusiver Einzelfertigung herstellen.

Bei der kreativen Gestaltung von Schokoladenprodukten ist dem Einfallsreichtum von Chocolatiers keine Grenzen gesetzt. So arbeiten sie ständig an neuen Rezepturen und Mischungen (z. B. Schokolade mit Lavendel, Chili etc.). Für ihren Beruf sind daher sowohl ein ausgeprägter Geschmacksinn wie auch ein gutes ästhetisches Auge für Farben und Formen gefragt.

Arbeitsumfeld

Chocolatiers arbeiten in den Räumlichkeiten (Küchen, Produktionsräume, Verkaufsräume, Kühl- und Lagerräume) von Betrieben der gewerblichen, teils handwerklichen Schokoladenherstellung (Schokoladen-Manufakturen), aber auch in Betrieben der Süßwarenindustrie. Sie tragen z. B. Hygienekittel, Kopfbedeckung und Mundschutz, bei der Arbeit an Zentrifugen und Zerkleinerungsanlagen auch Gehörschutz. Bei ihrer Arbeit sind sie mitunter (Maschinen-)Lärm und verschiedenen Gerüchen ausgesetzt. Die Einhaltung von Sauberkeit- und Hygienebestimmungen ist wichtiger Bestandteil all ihrer Tätigkeiten.

Chocolatiers arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen und Fach- und Hilfskräften aus den verschiedenen betrieblichen Abteilungen insb. aus den Bereichen Produktentwicklung, Einkauf, Lager und Verkauf. Je nach Betrieb haben sie auch selbst Kontakt zu Kund*innen und Lieferant*innen.

Die Arbeitszeiten von Chocolatiers sind normalerweise relativ regelmäßig während der betriebsüblichen Produktionszeiten. Vor besonderen Festtagen wie Weihnachten und Ostern kann es aufgrund erhöhter Nachfrage auch zu Mehrarbeit kommen.

Arbeitsmittel

Chocolatiers arbeiten mit Schokoladeprodukten wie Tafelschokolade, Pralinen, Bonbons, Figuren und Konfekt. Sie verwenden Zutaten, Roh- und Zusatzstoffe wie z. B. Kakaobohnen, Kakaopulver, Milch, Fette, Zucker, Gewürze, Mandeln, Nüsse, Kaffee, kandierte Früchte und bedienen Misch- und Rührmaschinen, Mahl- und Zerkleinerungsanlagen, Gießmaschinen, Stanzmaschinen sowie digitale und analoge Waagen, aber auch manuelle Arbeitsgeräte wie Trichter, Spachteln, Messer und Formen.
Chocolatiers führen betriebliche Unterlagen wie Rezepturen, Hygienebestimmungen und lebensmittelrechtliche Vorschriften und bedienen Computer/Laptops, Tablets und andere Bürogeräte.

Lehre und Matura?

Das Ausbildungsmodell Lehre und Matura ist die erste Wahl für alle Jugendlichen, die eine praxisorientierte Fachausbildung mit einer breiten Allgemeinbildung verbinden wollen.
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