Lehre als

Medienfachkraft – Video- und Audiogestaltung

Dein Kopf ist voller Ideen für Clips, Sound, Design und Layout? Dann lerne auch sie perfekt umzusetzen!

Kurzbeschreibung

Medienfachkräfte mit Schwerpunkt Video- und Audiogestaltung arbeiten an der Planung, Organisation und Gestaltung von Videoaufnahmen und Audioaufzeichnungen im Auftrag ihrer Kund*innen mit. Sie beraten ihre Kund*innen, ermitteln deren Wünsche, Vorstellungen und Ziele und legen gemeinsam die Zielgruppe(n) für die zu erstellenden Aufzeichnungen fest. Grundlage dafür bildet ein bereits vorhandenes oder durch die Medienfachkräfte gemeinsam mit Vorgesetzten noch zu entwickelndes Konzept (z. B. Drehbuch, Storyboard).

Auf Grundlage des Konzeptes wählen sie die Aufnahme- und Drehorte aus, filmen mit einer Kamera und/oder zeichnet die Audioaufnahmen auf. Sie übertragen Film- und Audioaufnahmen von einem Speichermedium auf die dafür vorgesehenen Dateiablagen und bearbeiten die Rohdaten mit Bild-/Filmbearbeitungssoftware und Schnittprogrammen zu Erstfassungen. Diese besprechen sie mit den Auftraggeber*innen und finalisieren auf Basis der Rückmeldungen die Videos und Audiodateien und präsentieren die Endfassung den Kund*innen.

Medienfachkräfte mit Schwerpunkt Video- und Audiogestaltung arbeiten in Film- und Aufnahmestudios, Büros, im Freien und direkt bei ihren Kund*innen. Dabei arbeiten sie im Team mit Berufskolleginnen und -kollegen und je nach Auftrag unterschiedlichen Spezialist*innen aus dem Medienbereich und aus Marketing und Werbung.

Tätigkeiten

  • aktiv an der Planung, Entwicklung und Organisation von Video- und Audioproduktionen mitarbeiten
  • Kund*innen beraten und Wünsche und Vorstellungen einholen
  • Konzept, Projektplan und Kalkulation erstellen
  • Zielgruppen, Inhalte und Konzeption des Projektes auf Grundlage eines bereits vorhandenen Konzeptes festlegen oder
  • gemeinsam mit den Vorgesetzten ein Konzept erstellen (z. B. Storyboard, Drehbuch präsentieren)
  • Zielgruppen, Inhalte und Konzept mit Kund*innen abstimmen
  • Video- und Audiobeiträge sowie Animationen planen und organisieren
  • je nach Projekt mit einer Kamera filmen und/oder Audioaufnahmen aufzeichnen
  • Film- und/oder Audioaufnahmen von einem Speichermedium auf die dafür vorgesehenen Dateiablagen übertragen
  • Rohdaten mit geeigneten Programmen bearbeiten und die Erstfassung mit den Kund*innen besprechen
  • auf Grundlage des Feedbacks das Datenmaterial bearbeiten: Filmmaterial schneiden, Farbgebung und -korrekturen vornehmen, Audiodateien optimieren, Videosequenzen mit Musik und/oder Geräuschen unterlegen
  • diverse Elemente wie einfache Animationen einfügen
  • Endkontrolle durchführen und das finale Produkt den Kund*innen präsentieren
  •  

So viel wirst du in etwa verdienen

Dein Lehrlingseinkommen (brutto) laut Kollektivvertrag (Stand 2026).

675-900

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.010-1.140

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.190-1.534

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.580-1.852

4. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.

Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in DIESEM Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.

 

Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

 

Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  •  gutes Sehvermögen (viel Lesen bzw. Arbeiten am Computer)

 

 

Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  •  Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  •  Datensicherheit und Datenschutz
  •  Gefühl für Farben und Formen
  •  gestalterische Fähigkeit
  •  gutes Augenmaß
  •  kaufmännisches Verständnis
  •  Präsentationsfähigkeit

 

Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  •  Argumentationsfähigkeit / Überzeugungsfähigkeit
  •  Aufgeschlossenheit
  •  Kommunikationsfähigkeit
  •  Kompromissbereitschaft
  •  Kund*innenorientierung

 

Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  •  Aufmerksamkeit
  •  Begeisterungsfähigkeit
  •  Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  •  Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  •  Freundlichkeit
  •  Konzentrationsfähigkeit
  •  Selbstorganisation
  •  Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein

 

Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  •  interdisziplinäres Denken
  •  komplexes / vernetztes Denken
  •  Kreativität
  •  Organisationsfähigkeit
  •  Planungsfähigkeit
  •  Problemlösungsfähigkeit

 

Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  •  gepflegtes Erscheinungsbild

Berufsschulen

Ihre aktuellen Einstellungen bei den Cookie Präferenzen erlauben es nicht, die Karte zu laden. Wenn Sie die Karte sehen wollen, bitte akzeptieren Sie die funktionellen Cookies in Ihren .

Landesberufsschule Bregenz 2

Feldweg 25

6900 Bregenz

[{"title":"Landesberufsschule Bregenz 2","street":"Feldweg 25","zipcode":"6900","city":"Bregenz","latitude":47.4950706,"longitude":9.721552599999999}]

FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Was oder wer ist ein Ausbilder?

In deinem Lehrbetrieb gibt es eine oder mehrere Personen, die dich durch deine Lehrzeit begleiten und dir alles lehren, was es in deinem Lehrberuf zu lernen gibt. Diese Personen Mitarbeiter nennt man Ausbilder. Sie haben eine Prüfung abgelegt und geben ihr Wissen und ihr Können an dich weiter. Sie sind für dich aber auch eine wichtige Bezugsperson während deine Lehrzeit: Bei Problemen oder Fragen kannst du dich immer an sie wenden.

Wie oft muss ich in die Berufsschule?

Neben der Arbeit im Betrieb muss jeder Lehrling in die Berufsschule gehen. Je nach Lehrberuf besuchst du als Lehrling eine Berufsschule in Vorarlberg oder in einem anderen Bundesland – deshalb variiert auch wie oft bzw. wie lange du die Berufsschule besuchst: In die ganzjährige Berufsschule gehst du mindestens einen ganzen Tag oder zwei halbe Tage in der Woche. Bei der lehrgangsmäßigen Berufsschule gehst du nicht wöchentlich zur Schule, sondern mindestens 8 Wochen durchgehend am Stück. Bei der saisonmäßigen Berufsschule wird die Schulzeit auf eine bestimmte Jahreszeit geblockt.

Nach dem Bewerbungsgespräch: Was tun, wenn sich niemand meldet?

Erkundige dich nach deinem Bewerbungsgespräch, bis wann du benachrichtigt wirst ob du die Lehrstelle bekommst. Sollte sich bis dahin niemand bei dir melden, kannst du im Unternehmen anrufen und dich höflich erkundigen.

Wann kann ich eine Lehre machen?

Um eine Lehre beginnen zu können, musst du neun Jahre zur Schule gegangen sein. Somit hast du die gesetzliche Schulpflicht erfüllt und kannst dich entscheiden, ob du einen Lehrberuf erlernen oder weiterhin die Schule besuchen willst.

Was regelt der Kollektivvertrag?

Der Kollektivvertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen dir und deinem Arbeitgeber. Er gilt immer für die ganze Branche, also gibt es beispielweise einen Kollektivvertrag für die komplette Verkaufsbranche. Das garantiert, dass niemand, der in dieser Branche arbeitet nachteilig behandelt wird. Der Kollektivvertrag, der dann zwischen dir und deinem Arbeiter besteht beinhaltet vor allem Regelungen zum Mindestlohn, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und zur Arbeitszeit.

Was ist eigentlich ein Motivationsschreiben?

Das Motivationsschreiben bzw. Bewerbungsschreiben ist Teil deiner Bewerbungsunterlagen. In deinem Motivationsschreiben machst du dem Betrieb klar, warum genau du der/die Richtige für die Lehrstelle bist. Wenn du dich im Vorhinein über das Unternehmen schlau machst, fällt dir das Schreiben bestimmt einfacher. Gib dein Motivationsschreiben vor dem Absenden am besten einem Erwachsenen zum Korrekturlesen – eine gute Bewerbung ist vor allem fehlerfrei!

Arbeitsbereiche

Medienfachkräfte mit Schwerpunkt Video- und Audiogestaltung übernehmen die Produktion von Videos und Audioaufzeichnungen für ihre Auftraggeber*innen. Sie arbeiten sowohl an der Planung und Organisation als auch an der Gestaltung und Umsetzung der Videoaufnahmen und Audioaufzeichnungen mit.

Im ersten Schritt erheben sie im Gespräch mit ihren Kund*innen deren Wünsche, Vorstellungen und Ziele. Sie klären, welche Zielgruppe(n) erreicht werden sollen, und ob es bereits konkrete Vorgaben gib, beispielsweise ein bereits vorhandenes Konzept (Storyboard, Drehbuch), andere Aufzeichnungen und Materialien, die berücksichtigt werden müssen oder Vorgaben zur Corporate Identity (CI) oder ein Corporate Design Manual (CDM). Liegt noch kein Konzept für die Audio-, Video- und Animationsbeträge vor, erstellen sie das Konzept, Drehbuch bzw. Storyboard sowie Zeit- und Produktionspläne (Drehpläne, Dispos) gemeinsam mit ihren Vorgesetzten. Kleine Produktionen setzen Medienfachleute im Schwerpunkt Video- und Audiogestaltung selbst um, für größere und technisch sehr aufwändige Produktionen stellen sie ein Produktionsteam mit unterschiedlichen Spezialist*innen aus den Bereich Film, Ton, Beleuchtung, Schnitt, Animation usw. zusammen. Medienfachkräfte wirken auch bei der Planung und Durchführung von Castings zur Auswahl erforderlicher Darsteller*innen mit.

Auf Grundlage des Konzeptes wählen sie die Aufnahme- und Drehorte aus, legen die Aufnahmetechnik fest und stellen das erforderlichen Equipment zusammen. Dazu gehören je nach Auftrag Kamera-, Ton-, Licht- und Studioequipment (z. B. Aufnahmegeräte, Mikrofonierung, Mischpulte, Stative, Leuchtmittel, Scheinwerfertypen). Sie stellen das Equipment auf Aufnahmeort bereit, richten es ein und filmen mit einer Kamera und/oder zeichnet die Audioaufnahmen auf. Bei der Gestaltung von Aufnahmen achten sie auf den geeigneten Einsatz von bild-, ton- und lichttechnischen Mitteln wie z. B. Schärfentiefe, Fokus, Brennweite, Blende, Belichtung, Kamerabewegung.
Die Medienfachkräfte übertragen Film- und Audioaufnahmen von einem Speichermedium auf die dafür vorgesehenen Dateiablagen und bearbeiten die Rohdaten mit Bild-/Filmbearbeitungssoftware und Schnittprogrammen zu Erstfassungen. Diese präsentieren sie den Auftraggeber*innen und besprechen Änderungswünsche.

Auf Grundlage der Rückmeldungen zur Rohfassung finalisieren die Medienfachkräfte die Videos und Audiodateien. Sie schneiden das Filmmaterial, nehmen Anpassungen, Korrekturen und Einstellungen der Farbgebung vor, optimieren Audiodateien (z. B. Tonmontage, Klanggestaltung, Tonmischung, Routing), unterlegen Videosequenzen mit Musik und/oder Geräuschen und erstellen diverse Elemente wie Titelgrafiken und Grafikinserts, einfache Animationen, Logos des/der Auftraggeber*in, Untertitel, Erklärtexte, Abspanninformationen usw. und fügen sie ein.

Die nochmals überprüfte Endfassung präsentieren sie ihren Kund*innen und laden sie nach Freigabe in die dafür vorgesehenen Plattformen hoch, z. B. auf Webseiten, auf Video- oder Streamingplattformen, in Podcastkanälen oder stellen sie dem/der Auftraggeber*in für die weitere Verwendung bereit.
Auf Kund*innenwunsch erstellen sie aus dem Aufnahmematerial auch B-Rolls (Zusatz- bzw. Ergänzungsmaterial) oder Making-Ofs.

Arbeitsumfeld

Medienfachkräfte mit Schwerpunkt Video- und Audiogestaltung arbeiten in Film- und Aufnahmestudios zusammen mit Berufskolleg*innen und haben Kontakt zu ihren Kund*innen. Bei Aufnahmen sind sie außerdem im Freien, direkt bei Kund*innen oder an anderen Aufnahmeorten tätig. Außerdem arbeiten sie im Büro an Computerarbeitsplätzen.
Je nach Auftrag arbeiten sie zusammen mit Berufskolleg*innen und Expert*innen mit den Schwerpunkten Grafik und Webdesign (z. B. Medienfachkraft – Grafik und Print, Grafikdesigner*in, Medienfachkraft – Webdesign ) sowie mit Onlineredakteur*innen, Content Manager*innen, Werbetexter*innen und anderen Spezialist*innen aus Medienbereichen, Marketing und Werbung.

Bei der Produktion von Video- und Audiobeiträgen arbeiten sie je nach Auftrag außerdem im Team mit Drehbuchautor*innen, Regisseur*innen, Schauspieler*innen, Medienkomponist*innen, Tontechniker*innen, etc. und mitunter für Animationen mit Animationsdesigner*innen, Computeranimateur*innen, 3D-Artist (m./w./d.) oder Multimedia-Designer*innen, etc.

Medienfachkräfte arbeiten häufig projektorientiert und mit Deadlines für die Veröffentlichung. Das bedeutet, dass sie öfter hohen Zeitdruck haben und die Arbeit besonders vor Abgabeterminen stressig werden kann und Mehrarbeit und Überstunden erfordern kann.

Arbeitsmittel

Medienfachkräfte mit Schwerpunkt Video- und Audiogestaltung arbeiten mit Kamera-, Ton-, Licht- und Studioequipment, z. B. Aufnahmegeräte, Mikrofonierung, Mischpulte, Stative, Leuchtmittel, Scheinwerfertypen, aber auch an Computern und Laptops sowie mit verschiedenen Geräten der IT- und Kommunikationstechnik (Drucker, Scanner und Kopiergeräte), mit Tablets und Smartphones. Sie verwenden unterschiedliche Video- und Audioformate (z. B. MP4, MOV, WMV, AVI) und entsprechende Software zum Schneiden und Mischen von Video- und Audioaufzeichnungen.

Zu Präsentationszwecken verwenden sie Präsentationssoftware, Beamer, Laptops, Tablets, Flipcharts, Videos, Smartboards usw. Sie kommunizieren im Team und mit Kund*innen mit Telefonen, Mobiltelefonen über E-Mail, Messengerdiensten und Onlinemeetingtools.

Immer wichtiger in ihrer Arbeit wird die Verwendung von KI-gesteuerten Tools und Anwendungen, insbesondere generativer KI zur Erstellung von Text-, Bild- und Grafikentwürfen.

Lehre und Matura?

Das Ausbildungsmodell Lehre und Matura ist die erste Wahl für alle Jugendlichen, die eine praxisorientierte Fachausbildung mit einer breiten Allgemeinbildung verbinden wollen
Mehr erfahren