Lehre als

Medienfachkraft – Webdesign

Sich kreativ austoben? Websites gestalten heißt das ganze Internet mitgestalten - all das erwartet dich in diesem Beruf!

Kurzbeschreibung

Medienfachkräfte mit Schwerpunkt Webdesign entwickeln und gestalten Websites nach den individuellen Ansprüchen ihrer Kund*innen. Sie besprechen mit ihren Auftraggeber*innen deren Vorstellungen und Wünsche, klären ab, ob es bestimmte Vorgaben gibt zur Corporate Identity (CI) oder ein Corporate Design Manual (CDM) gibt und beraten die Kund*innen über Umsetzungsmöglichkeiten. Darauf aufbauend definieren sie Ziele und Projektabläufe, erstellen ein Umsetzungskonzept, kalkulieren die Kosten und entwickeln Prototypen.

Bei der Entwicklung der Websites arbeiten Medienfachkräfte im Webdesign mit verschiedensten Software-Tools und Programmiersprachen. Sie arbeiten überwiegend an Computerarbeitsplätzen und tauschen sich mit Berufskolleg*innen aus. Je nach Auftrag arbeiten sie beispielsweise im Team mit Programmierer*innen, App-Entwickler*innen, Screen-Designer*innen, Computer Visualist*innen, Animationsspezialist*innen, UX-Designer*innen oder auch mit Grafiker*innen und Content Manager*innen.

Tätigkeiten

  • Kund*innen beraten und Wünsche und Vorstellungen einholen
  • Informationen über Zielgruppen und bestehender Vorgaben (Corporate Identity CI, Corporate Design Manual CDM) einholen
  • an der Entwicklung von Websites nach individuellen Kundenansprüchen mitarbeiten
  • dabei die Wirkung von Form, Farbe, Schwerpunkt, Balance und Anordnung, Kontrast, Proportion sowie (Weiß-)Raum beachten
  • Regeln der Barrierefreiheit bei der Gestaltung von Webseiten beachten
  • Frontend auf Grundlage verschiedener Systeme (z. B. Baukasten-, Shop, Content-Management-Systeme CMS) mit speziellen Software-Tools gestalten
  • Screendesigns nach Konzept und CI bzw. CDM umsetzen und für alle gängigen Browser und Geräte optimieren
  • Medieninhalte  recherchieren, erstellen, bearbeiten und in die Webseite einbinden
  • Websites suchmaschinenrelevant gestalten, Analyse- und Reportingtools zur Überprüfung der Klick-, Verweil- oder Download-Raten installieren und daraus mögliche Verbesserungen für die Gestaltung der Websites ableiten

So viel wirst du in etwa verdienen

Dein Lehrlingseinkommen (brutto) laut Kollektivvertrag (Stand 2026).

675-900

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.010-1.140

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.190-1.534

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.580-1.852

4. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.

Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in DIESEM Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.

 

Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

 

Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Handgeschicklich
  • Fingerfertigkeit
  • Auge-Hand-Koordination: Bildschirmarbeit, Arbeiten mit Grafik- und Zeichenprogrammen, Bildbearbeitungs- und Layoutprogrammen
  • Sehvermögen: genaues Bearbeiten grafischer Medienelemente; Erkennen feiner Farbunterschiede; Qualitätskontrolle
  • Hörvermögen: Sprach-, Musik- und Klangelemente in Medienprodukten erstellen, bearbeiten und überprüfen

 

Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • gestalterische Fähigkeit
  • gute Deutschkenntnisse
  • IT-Anwenderkenntnisse
  • kaufmännisches Verständnis
  • Koordinationsfähigkeit
  • logisch-analytisches Denken / Kombinationsfähigkeit
  • Organisationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • Sprachfertigkeit mündlich: Beraten/Betreuen der Kunden; Präsentieren der Medienprodukte; Anwenden des Fach-Vokabulars, vor allem der englischen Fachausdrücke
  • Sprachfertigkeit schriftlich: Verfassen von Texten, Überschriften, Benutzerhinweisen usw.

 

Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Argumentationsfähigkeit / Überzeugungsfähigkeit
  • Aufgeschlossenheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kompromissbereitschaft
  • Kritikfähigkeit
  • Kundinnen-/Kundenorientierung

 

Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Belastbarkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität
  • Kreativität
  • Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein
  • Zielstrebigkeit
  • Innovationsfähigkeit: Entwickeln neuer Mediengestaltungs-Möglichkeiten; Berücksichtigen des letzten Standes der technischen Möglichkeiten
  • Selbständigkeit: Entwickeln und Umsetzen eigener Ideen zur Mediengestaltung
  • generelle Lernfähigkeit: rasche Umstellung auf neue Medienprojekte; regelmäßiges Aneignen von Kenntnissen über neue gestalterische und technische Möglichkeiten des Mediendesign

 

Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild

Berufsschulen

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Landesberufsschule Bregenz 2

Feldweg 25

6900 Bregenz

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FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Welche Lehrlingsinitiativen gibt es in meiner Region?

In Vorarlberg gibt es eine Vielzahl von regionalen Lehrlingsinitiativen, die sich in deiner Region für die Lehrlingsausbildung stark machen. Hier findest du eine Übersicht über die verschiedenen Initiativen: • Leiblachtal, www.leiblachtal-erleben.eu • Werkraum Bregenzerwald, www.werkraum.at • Lehre Hofsteig, www.hofsteig.com • Lehrlingsinitiative Lustenau, www.lustenau.at/lehre • Hohenemser Lehrlingsbörse, www.hohenems.at/lehrlingsboerse • EXTRIX Lehre am Kumma, www.extrix.at • WIGE im Vorderland & HeartBeat, www.wige-vorderland.at • Lehre im Walgau, www.lehre-im-Walgau.at • Lehre Montafon, www.lehremontafon.at

Was oder wer ist ein Ausbilder?

In deinem Lehrbetrieb gibt es eine oder mehrere Personen, die dich durch deine Lehrzeit begleiten und dir alles lehren, was es in deinem Lehrberuf zu lernen gibt. Diese Personen Mitarbeiter nennt man Ausbilder. Sie haben eine Prüfung abgelegt und geben ihr Wissen und ihr Können an dich weiter. Sie sind für dich aber auch eine wichtige Bezugsperson während deine Lehrzeit: Bei Problemen oder Fragen kannst du dich immer an sie wenden.

Wie lange geht meine Lehrausbildung?

Die Dauer deiner Lehrausbildung kann zwischen zwei und vier Jahre liegen. Das kommt auf deinen Lehrberuf an. Unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ findest du alle Lehrberufe, die du in Vorarlberg erlernen kannst. Bei jedem der einzelnen Lehrberufe steht auch dabei, wie lange deine Ausbildung geht.

Vollständige Bewerbungsunterlagen: Was gehört alles dazu?

Mit einer vollständigen Bewerbung, die in Erinnerung bleibt, hast du schon die halbe Miete! Wichtig ist dabei der Lebenslauf mit einem Foto von dir (kein Selfie!) und das Bewerbungsschreiben. Auch Kopien von Schulzeugnissen solltest du nicht vergessen. Kleiner Tipp: Mit einem Deckblatt kannst du die Bewerbung einzigartiger gestalten.

Soll ich zum Tag der offenen Tür gehen, wenn das ein Unternehmen anbietet?

Ja, unbedingt. Warum? Weil du die Möglichkeit erhältst einen Blick hinter die Kulissen zu werfen: Du lernst die Firma und deinen möglichen zukünftigen Lehrberuf besser kennen, kannst mit Lehrlingen und Ausbildern vor Ort sprechen und alle deine Fragen stellen usw. Wenn das Unternehmen auch Schnuppertage anbietet und du dich für eine Lehrstelle dort interessierst, melde dich gleich zum Schnuppertag an – dort erhältst du weitere, noch tiefere Einblicke ins Unternehmen und den Lehrberuf.

In meinem Wunschbetrieb ist die Lehre, die ich gerne machen würde, nicht ausgeschrieben – muss ich mir jetzt etwas Anderes überlegen?

Wenn du deinen Traumberuf auf Anhieb nirgends ausgeschrieben siehst, ist das nicht unbedingt ein Grund die Zukunftspläne komplett überdenken zu müssen – du kannst dich auch bei einem Betrieb bewerben, ohne dass dieser eine Stellenanzeige geschalten hat. Das nennt man Initiativbewerbung.

Arbeitsbereiche

Die Webpräsenz eines Unternehmens oder einer Institution ist heute wichtiger denn je. Medienfachkräfte mit Schwerpunkt Webdesign entwickeln, gestalten und betreuen die gesamte Webpräsenz ihrer Kund*innen nach deren Wünschen und Anforderungen.

Zu Beginn jedes Auftrags klären Medienfachkräfte mit Schwerpunkt Webdesign die Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen ihrer Kund*innen sowie Informationen über die Zielgruppe(n), die angesprochen werden sollen. Sie erheben, ob es bereits bestehende Grafik- und Medienprodukte gibt, an denen sie sich gegebenenfalls orientieren sollen, und ob es eine Corporate Identity (CI) und Corporate Design Manuals (CDM) gibt, die eingehalten werden müssen. Sie beraten ihre Kund*innen über Umsetzungsmöglichkeiten und entwickeln ein Konzept, definieren Ziele und Projektabläufe und kalkulieren die Kosten für das Projekt. Auf dieser Basis entwickeln sie erste interaktive Prototypen („Clickdummies“), die sie den Auftraggeber*innen zum Erproben präsentieren.

Nach Abstimmung mit den Kund*innen entwickeln sie die Entwürfe und Screendesigns eigenständig weiter. Je nach Anforderungen ziehen sie dabei andere Spezialist*innen aus den Bereichen Programmierung, Multimedia, Grafik, User Experience (UX) usw. hinzu.
Bei der Gestaltung der Webseite ist es wichtig die Wirkung von Formen, Farben, Schwerpunkt, Balance und Anordnung, Kontrast, Proportion sowie (Weiß-)Raum zu beachten. Diese Aspekte spielen nicht nur für eine positive User Experience eine große Rolle, sie wirken sich auch auf die Barrierefreiheit der Anwendungen aus.

Auf Basis des Entwurf gestalten Medienfachkräfte im Webdesign das Frontend (die Nutzeroberfläche) und das Backend (das Redaktionssystem) der Webseite mit speziellen Software-Tools. Dazu verwenden sie z. B. Content Management System (CMS), Baukasten- und Shopsysteme, Datenbankanwendungen Auszeichnungssprachen wie  HTML, Stylesheets wie CSS und Programmiersprachen wie z. B. Phyton, PHP oder Java. Sie setzen die Screendesigns nach Konzept und Corporate Identity (CI) bzw. Corporate Design Manual (CDM) der Kund*innen um und optimieren sie für alle gängigen  Browser und Geräte. Dabei berücksichtigen sie die aktuellen technischen Standards, Sicherheitsstandards und rechtlichen Grundlagen (z. B.  Urheberrecht, Markenrecht, Datenschutz und Barrierefreiheit).

Medienfachkräfte im Webdesign  recherchieren unterschiedliche Medieninhalte wie Fotos, Animationen, Videos oder Audioaufnahmen, bearbeitet sie und bindet sie in Websites ein. Erforderlichenfalls werden die Inhalte in Absprache mit den Auftraggeber*innen speziell für die Webseite erstellt. Dabei arbeiten sie mit Grafiker*innen, Animationsdesigner*innen, Fotograf*innen oder Medienfachkräften für Video- und Audiogestaltung zusammen.

Mit Spezialsoftware und Key Words führen Medienfachkräfte Suchmaschinenoptimierung (SEO) durch und installieren Analyse- und Reportingtools zur Überprüfung der Klick-, Verweil- oder Download-Raten. Sie schulen Mitarbeiter*innen des/der Auftraggeber*in auf Shop- und Content-Management-Systeme ein und sorgen dafür, dass die Webseite laufend überwacht wird, um bei etwaigen Problem rasch eingreifen zu können.

Arbeitsumfeld

Medienfachkräfte mit Schwerpunkt Webdesign arbeiten überwiegend an Computerarbeitsplätzen in Büros und zum Teil in Besprechungsräumen. Sie arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen und haben laufend Kontakt zu ihren Kund*innen. Je nach Konzept und Umfang der Websites, die sie entwickeln, arbeiten sie zusammen mit verschiedenen Spezialist*innen für Webentwicklung, Grafik und  Multimedia, z. B. Medienfachkraft – Grafik und Print (Lehrberuf), Medienfachkraft – Video- und Audiogestaltung, Multimedia-Designer*in, Screen-Designer*in, Computer Visualist*in, Onlineredakteur*in, Content Manager*in.

Medienfachkräfte arbeiten häufig projektorientiert und mit Deadlines für die Veröffentlichung. Das bedeutet, dass sie öfter hohen Zeitdruck haben und die Arbeit besonders vor Abgabeterminen stressig werden kann und Mehrarbeit und Überstunden erfordern kann.

Arbeitsmittel

Medienfachkräfte mit Schwerpunkt Webdesign arbeiten an modernen Computerarbeitsplätzen mit spezieller Software zur Webentwicklung sowie Grafik- und Layoutsoftware. Sie verwenden HTML als Auszeichnungssprache und CSS für Stylesheets für das grundlegende Design sowie Programmiersprachen wie Python, PHP, Java, JavaScript, Ruby usw. für komplexere Anwendungen. Außerdem arbeiten sie mit Shop-, Baukasten- und Content-Management-Systemen und gestalten und erweitern diese für die Anwendungsbereiche ihrer Auftraggeber*innen.

Sie bedienen Scanner, Drucker und Kopiergeräte, Bild- und Videobearbeitungssoftware zur Bearbeitung von Fotos, Videos, Audioaufnahmen etc. die sie in die Webseite einbauen. Außerdem nutzen sie unterschiedliche Datenbank für Vorlagen, Fotos, Grafiken etc. Zu Präsentationszwecken verwenden sie Präsentationssoftware, Beamer, Laptops, Tablets, Flipcharts, Videos, Smartboards usw. Sie kommunizieren im Team und mit Kund*innen mit Telefonen, Mobiltelefonen über E-Mail, Messengerdiensten und Onlinemeetingtools.

Immer wichtiger in ihrer Arbeit wird die Verwendung von KI-gesteuerten Tools und Anwendungen, insbesondere generativer KI zur Erstellung von Text-, Bild- und Grafikentwürfen.

Lehre und Matura?

Das Ausbildungsmodell Lehre und Matura ist die erste Wahl für alle Jugendlichen, die eine praxisorientierte Fachausbildung mit einer breiten Allgemeinbildung verbinden wollen
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