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Lehre als

Textiltechnologie

TextiltechnologInnen setzen um, was DesignerInnen entwerfen. Du lernst Maschinen aller Art in Textilbetrieben zu betreuen und stellst vom Wollpullover bis zum Wohnzimmervorhang sämtliche Textilien her.

Kurzbeschreibung

Textiltechnologen/Textiltechnologinnen stellen in Industriebetrieben computergesteuerte Web-, Stick-, Strick-, Spinn- und Wirkmaschinen ein und bedienen, überwachen und warten diese. Je nach Tätigkeitsbereich erzeugen sie Strickwaren aller Art (z. B. Pullover, Westen), Stoffe für Ober- und Unterbekleidung an Wirkmaschinen, Webwaren aus Natur- und Kunstfasern usw. Sie fertigen Musterdatenträger an und setzen diese an den jeweiligen Maschinen um.

TextiltechnologInnen arbeiten in Fertigungshallen der Textilindustrie mit VorarbeiterInnen, Fach- und Hilfskräften der Produktion und weiteren ArbeitskollegInnen zusammen. Meist sind sie auf einen bestimmten Maschinentyp spezialisiert.

Tätigkeiten

  • den Arbeitsplatz einrichten, Arbeitsschritte, -mittel und -methoden festlegen
  • die erforderlichen Materialien für den Einsatz an Strick-, Stick-, Spinn-, Wirk- und Webmaschinen auswählen, beschaffen und überprüfen
  • Musterdatenträger herstellen bzw. beschaffen
  • die Maschinen nach den Vorgaben einstellen und in Betrieb nehmen
  • den Produktionsvorgang überwachen und kontrollieren
  • Fehlerursachen an Maschinen und textilen Produkten feststellen und Fehler beheben
  • Maschinen, Anlagen und Prozesse optimieren
  • die einschlägigen Normen, Sicherheits-, Umwelt- und Qualitätsstandards berücksichtigen
  • technische Daten über den Arbeitsablauf und die Arbeitsergebnisse erfassen
  • Maschinen warten und kleine Reparaturarbeiten durchführen, wie z. B. Verschleißteile austauschen, Maschinenelemente ein- und ausbauen

So viel wirst du in etwa verdienen

Deine Lehrlingsentschädigung (brutto) laut Kollektivvertrag (Stand 2019).

614-654

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

754-759

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

914-978

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.039-1.214

4. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.

Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in DIESEM Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.

Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • gute körperliche Verfassung
  • gute Reaktionsfähigkeit

     

    Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • gute Beobachtungsgabe
  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • IT-Anwenderkenntnisse
  • Problemlösungsfähigkeit
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • systematische Arbeitsweise
  • technisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Kommunikationsfähigkeit

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität
  • Kreativität
  • Sicherheitsbewusstsein
  • Umweltbewusstsein

Berufsschulen

Berufsschule für Maschinen- und Fertigungstechnik und Elektronik

Apollogasse 1

1070 Wien

Landesberufsschule Dornbirn 2

Eisplatzgasse 5

6850 Dornbirn

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FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Was regelt der Kollektivvertrag?

Der Kollektivvertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen dir und deinem Arbeitgeber. Er gilt immer für die ganze Branche, also gibt es beispielweise einen Kollektivvertrag für die komplette Verkaufsbranche. Das garantiert, dass niemand, der in dieser Branche arbeitet nachteilig behandelt wird. Der Kollektivvertrag, der dann zwischen dir und deinem Arbeiter besteht beinhaltet vor allem Regelungen zum Mindestlohn, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und zur Arbeitszeit.

Wann kann ich eine Lehre machen?

Um eine Lehre beginnen zu können, musst du neun Jahre zur Schule gegangen sein. Somit hast du die gesetzliche Schulpflicht erfüllt und kannst dich entscheiden, ob du einen Lehrberuf erlernen oder weiterhin die Schule besuchen willst.

Was oder wer ist ein Ausbilder?

In deinem Lehrbetrieb gibt es eine oder mehrere Personen, die dich durch deine Lehrzeit begleiten und dir alles lehren, was es in deinem Lehrberuf zu lernen gibt. Diese Personen Mitarbeiter nennt man Ausbilder. Sie haben eine Prüfung abgelegt und geben ihr Wissen und ihr Können an dich weiter. Sie sind für dich aber auch eine wichtige Bezugsperson während deine Lehrzeit: Bei Problemen oder Fragen kannst du dich immer an sie wenden.

Muss ich mich selber bei der Berufsschule anmelden?

Nein, das macht das Unternehmen für dich, bei dem du die Lehre beginnst.

Brutto-/Nettolohn – wo liegt der Unterschied?

Ganz einfach erklärt ist der Nettolohn das, was am Ende des Monats auf deinem Bankkonto landet. Von deinem Bruttolohn werden Steuern und Abgaben abgezogen – was am Ende übrigbleibt und tatsächlich dir gehört, ist der Nettolohn. Somit kannst du dir merken: Brutto – Steuern und Abgaben = Netto

Vollständige Bewerbungsunterlagen: Was gehört alles dazu?

Mit einer vollständigen Bewerbung, die in Erinnerung bleibt, hast du schon die halbe Miete! Wichtig ist dabei der Lebenslauf mit einem Foto von dir (kein Selfie!) und das Bewerbungsschreiben. Auch Kopien von Schulzeugnissen solltest du nicht vergessen. Kleiner Tipp: Mit einem Deckblatt kannst du die Bewerbung einzigartiger gestalten.

Arbeitsbereiche

Die Hauptaufgabe von TextiltechnologInnen besteht darin, für einen reibungslosen Produktionsablauf zu sorgen, indem sie die Textilmaschinen bedienen, einstellen, umrüsten und regelmäßig warten und reparieren. Sie überprüfen die produzierten Stoffe auf ihre Qualität und Verarbeitung, da bei Fehlern in den Stoffen auf gewisse Fehlfunktionen in den Maschinen geschlossen werden kann.

TextiltechnologInnen stellen an Strickmaschinen Strickwaren (z. B. Pullover, Westen, Schals, Hauben, Fäustlinge), an Wirkmaschinen Stoffe für Ober- und Unterbekleidung (Hemden- und Pulloverstoffe), Gardinen- und Spitzenstoffe, Futterstoffe und technische Gewirke (Kartoffel- und Obstsäcke, Netze usw.) oder an Webmaschinen und -automaten gewebte Stoffbahnen zur Weiterverarbeitung zu Wäsche, Hemden, Oberbekleidung, Teppichen usw. her. Für die Herstellung dieser Waren verwenden sie Natur- und Kunstfasern wie Wolle, Baumwolle, Seide, Kunstseide und anderen synthetischen Materialien.

Bei halb- und vollautomatischen Strick- und Wirkmaschinen ist das Programm für das Strick- oder Wirkmuster (Kriterien zu Maschenzahl, Farbwechsel usw.) auf Magnetbändern gespeichert. TextiltechnologInnen legen diese Bänder in die Maschine und stellen die Fadenführer ein, führen einen Probelauf durch und setzen die Maschine für die Produktion in Gang. An computergesteuerten Strickmaschinen geben sie die Kriterien über die Rechnertastatur ein bzw. bedienen spezielle Programme. Diese Maschinen haben zumeist fotoelektrische Überwachungseinrichtungen (Lichtschranken etc.), die automatisch Fehlerquellen anzeigen und die Maschinen wenn nötig abstellen.

TextiltechnologInnen stellen unter Anwendung der CAD- bzw. CAM-Technologie (computerunterstütztes Design und computerunterstützte Produktion) Musterdatenträger her (z. B. CD-Rom) und setzen diese Vorlagenmuster an den jeweiligen Maschinen und Automaten um. Dazu verwenden sie zur Eingabe der Produktionskriterien spezielle Software.
TextiltechnologInnen warten die Maschinen und führen kleinere Reparaturarbeiten selbst durch. Sie prüfen den Bewegungsablauf der Maschinen, befreien Lager, Zahnräder und andere Maschinenteile von Staub und Verschmutzungen, fetten und ölen stark beanspruchte Teile und tauschen Verschleißteile wie z. B. Bremsbeläge oder Scheiben aus. Bei Umstellungsarbeiten (Umrüstung) wird z. B. eine Strickmaschine auf eine andere Maschengröße oder Laufgeschwindigkeit eingestellt.

Arbeitsumfeld

TextiltechnologInnen arbeiten in Werkstätten und Produktionshallen in mittleren und großen Betrieben der Textilindustrie. Sie arbeiten gemeinsam mit BerufskollegInnen und VorarbeiterInnen sowie mit weiteren Fach- und Hilfskräften der Textiltechnik, siehe z. B. °Textilgestaltung – Strickwaren (Lehrberuf)#, °Textilchemie (Lehrberuf)#, °TextiltechnikerIn#. Mitunter haben sie auch Kontakt zu KundInnen und LieferantInnen.

TextiltechnologInnen arbeiten häufig mit künstlicher Dauerbeleuchtung.

Arbeitsmittel

Je nach Art der zu erzeugenden Waren arbeiten TextiltechnologInnen an verschiedenen Strick-, Stick-, Spinn-, Wirk- und Webmaschinen und -automaten. Die Steuerung dieser Maschinen kann mechanisch, halb- und vollautomatisch oder gänzlich computergesteuert erfolgen. Mechanisch gesteuerte Maschinen verlieren allerdings an Bedeutung. TextiltechnologInnen sind meist auf einen bestimmten Arbeitsbereich, z. B. das Einrichten der Maschinen, die Maschinenüberwachung oder auf einen bestimmten Maschinentyp spezialisiert. Sie betreuen aber immer mehrere Maschinen gleichzeitig.

Sie arbeiten mit Natur- und Kunstfasern wie Wolle, Baumwolle, Seide, Kunstseide und anderen synthetischen Materialien. Zum Bedienen und Warten der Maschinen und Anlagen lesen sie schriftliche Unterlagen (Handbücher), Ersatzteile (insb. Verschleißteile), Schmiermittel und einfache Werkzeuge (z. B. Schraubenzieher, Schraubenschlüssel) ebenso wie computergesteuerte Messgeräte und Apparate. Zur Steuerung der Anlagen werden Musterdatenträger, Puncherkarten usw. eingesetzt.

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