“Menschen wieder Lebensgefühl geben“
November 25, 2025
Wie bist du zu deinem Lehrberuf gekommen?
Aledin: Mir war anfangs die Nähe zu einer Lehrstelle sehr wichtig, daher habe ich mich in meiner Umgebung umgesehen. Das LZH eröffnete zufällig eine moderne, kleinere Filiale direkt in meiner Nähe in Bezau, die sogar auf meinem Schulweg lag. Also dachte ich mir: „Warum nicht einfach mal dort schnuppern?“ Ich wusste zunächst gar nichts über die Firma – weder den Namen noch, was sie genau tun. Also informierte ich mich im Internet und fragte schließlich meine Nachbarin bei einem Kaffee, ob sie vielleicht auch Hörgeräte von dort habe. Beim nächsten Servicetermin meiner Nachbarin erkundigte sie sich für mich, ob man dort schnuppern könnte, und hinterließ meine Kontaktdaten. Daraus ergab sich ein erster Schnuppertag, dann ein zweiter – und heute bin ich bereits im 3. Lehrjahr.
Was gehört zu deinen Aufgaben als Hörgeräteakustiker?
Aledin: Vom Hörtest über die Beratung, Bestellung und Vorbereitung der Geräte bis hin zur Anpassung, Kontrolle, Nachjustierung, Abdrucknahme, Reparatur und zum Service – alles gehört dazu. Das Großartige an diesem Beruf ist die Vielseitigkeit: Er vereint Medizin, Technik, Handwerk, Beratung und kaufmännisches Denken.
Und was davon gefällt dir besonders gut?
Aledin: Da ich mich als innovativ und lösungsorientiert sehe, gefallen mir besonders die Reparaturen und der Service. Kein Hörgerät gleicht dem anderen – dadurch lernt man ständig Neues und kann sein Wissen praktisch anwenden.

Was war das schönste Lob oder der schönste Moment, den du bisher im Rahmen deiner Ausbildung erlebt hast?
Aledin: Ich bekomme grundsätzlich oft und viel Lob, worüber ich mich jedes Mal freue. Wenn ich aber den schönsten Moment nennen müsste, dann war es jener, als ich bei der Abnahme eines neuen Gerätes im Rahmen eines Hausbesuches mit dabei war. Dabei kamen dem Kunden die Tränen: Er konnte seit langem wieder etwas hören und verstehen – wir haben ihm ein wichtiges, schönes Lebensgefühl zurückgegeben.
Welche Eigenschaften braucht es für die Lehre als Hörgeräteakustiker:in?
Aledin: Man sollte für sein Alter eine gewisse geistige Reife mitbringen, gut zuhören können, Menschlichkeit und Hausverstand besitzen. Außerdem sollte man auch dann ruhig und konzentriert bleiben können, wenn es einmal stressig wird.

Und welchen Tipp hast du für andere Lehrstellensuchende?
Aledin: Trau dich, Neues auszuprobieren, und lass dich nicht von den Meinungen anderer verunsichern. Ich vergleiche das gerne mit dem Essen: Es gibt unzählige Gerichte – genauso wie Lehrstellen. Wenn man ein Gericht nie probiert hat, kann man auch keine echte Meinung darüber haben.
Deshalb: Schnuppere so viel wie möglich, mach dir selbst ein Bild und finde heraus, was dir wirklich liegt. Jeder hat seinen eigenen Geschmack und nur wer viel ausprobiert, findet heraus, was ihm schmeckt.
Fotos: BIFO/Leni Mätzler
Dezember 1, 2025
“Gezielt nach technischen Berufen gesucht“
Webmaschinen sind genau ihr Ding: Jana Lienher (19) ist Textiltechnologin im 3. Lehrjahr bei der Getzner Textil AG in Bludenz.
November 20, 2025
i-Messe 2025 mit neuem Besucherrekord
16.000 Jugendliche und Eltern besuchten Vorarlbergs größte Ausbildungsmesse der Wirtschaftskammer Vorarlberg von 6. bis 8. November im Dornbirner Messequartier.
November 17, 2025
“Habe ein gutes Händchen fürs Schweißen“
Von der Landwirtschaftsschule zur Metallbau- und Blechtechnik: Anton Held (19 Jahre) ist begeistert von seiner Ausbildung bei Gmeiner Metall in Alberschwende.
November 10, 2025
“Man erlebt täglich enorme Fortschritte“
Holz hat ihn eigentlich nie interessiert, aber ein Praktikum veränderte alles: Linus Oberhofer (20) über seine Ausbildung zum Zimmerer bei Sohm Holzbautechnik in Alberschwende.