„Mit unseren Werkzeugen um die ganze Welt“
Juli 6, 2026
Was waren deine wichtigsten Aufgaben in der Lehrzeit?
Stefan: Wir stellen Spritzgusswerkzeuge für die Verpackungsindustrie jeglicher Art her – zum Beispiel für Coca-Cola. Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir die passenden Produkte, konstruieren die Werkzeuge bei uns im Haus und fertigen sie anschließend. Heute bin ich in der Montage und in der Anwendungstechnik tätig. Ich begleite die Werkzeuge von der Montage bis zum Endkunden und sorge vor Ort dafür, dass alles reibungslos funktioniert.
Wie bist du auf den Beruf aufmerksam geworden?
Stefan: Ich habe die HTL Dornbirn im Bereich Betriebsinformatik besucht. Dort hatte ich auch Einblicke in die Arbeit mit CNC-Maschinen, und genau das hat mich begeistert. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass mir die praktische Arbeit mehr liegt, als den ganzen Tag vor dem Computer zu sitzen. Ich wollte etwas machen, bei dem man am Ende sieht, was man geschaffen hat.
Und wie kam es zu deiner Ausbildung bei der Z-Group?
Stefan: Nach der HTL mit Matura wollte ich bewusst einen technischen Beruf erlernen, bei dem ich praktisch arbeiten kann. Beim Schnuppern habe ich den Beruf Werkzeugbautechniker kennengelernt und erfahren, welche Eigenschaften man für diesen Beruf mitbringen muss wie z.B. genaues Arbeiten und Verlässlichkeit. Genau diese Stärken haben schon meine Lehrer in der Hauptschule bei mir hervorgehoben.
Welche Aufgabe gefällt dir als junger Facharbeiter am besten?
Stefan: Am meisten gefällt mir die Abwechslung. Die eine Woche schraube ich am Werkzeug, die nächste Woche stehe ich an der Maschine und spritze die Endprodukte und die Woche darauf bin ich beim Kunden im Einsatz. Und natürlich das Reisen. Es ist schon ein besonderes Gefühl, wenn man plötzlich in Amerika oder Australien steht und an einem Werkzeug arbeitet, das wenige Wochen zuvor noch bei uns in Dornbirn zusammengebaut wurde.

Bist du privat auch der Tüftler und technisch begabt?
Stefan: Schon als Kind hatte ich Interesse an Technik und großen Maschinen. Mich hat zum Beispiel schon immer fasziniert, wie Dampfloks funktionieren. Ich bin auch handwerklich geschickt und arbeite gerne genau. Früher habe ich viel mit Lego Technik gebaut.
Was sind die wichtigsten Voraussetzungen, um in der Kunststoffverfahrens– und Werkzeugbautechnik zu starten?
Stefan: Das Wichtigste ist Interesse an Technik. Außerdem sollte man handwerkliches Geschick mitbringen und gerne genau und sauber arbeiten.
Dein Tipp für alle Lehrstellensuchenden?
Stefan: Geht unbedingt schnuppern. Das war für mich der entscheidende Schritt. Erst wenn man selbst in der Fertigung steht, bekommt man ein echtes Gefühl dafür, ob einem der Beruf gefällt. Traut euch, verschiedene Bereiche kennenzulernen. Oft merkt man erst in der Praxis, was wirklich zu einem passt.
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