„Wie mit Spielzeug-Trucks, nur viel größer“
Juni 1, 2026
Wie sah euer Weg zu eurer Ausbildung aus?
Laura: Nach Mittelschule und Polytechnischer Schule habe ich zuerst eine Lehre als Molkereifachfrau gestartet, da wir zuhause auch eine Landwirtschaft betreiben. Das war aber nichts für mich und ein Bekannter, der selbst Holztransporte fährt, hat mich auf den Beruf und die Ausbildung bei Bischof aufmerksam gemacht. Es gab ein Bewerbungsgespräch, ich kam zum Schnuppern, war total begeistert und wollte gleich starten. Um sich aber bewusst zu entscheiden, gab es zwei Tage Bedenkzeit und als ich dann die Zusage bekommen habe, hatte ich Freudentränen in den Augen!
Jose: Ich habe es nach der MS zuerst an der HAK versucht, aber das hat mir gar nicht gefallen. Also habe ich mich nach Ausbildungsbetrieben umgesehen, bin auf das Unternehmen und den Beruf des Speditionskaufmannes gestoßen und habe mit meinem Vater spontan und ohne Terminvereinbarung bei Bischof vorbeigeschaut. Glücklicherweise hat sich COO Elke Böhler Zeit für uns genommen, mir auch die Ausbildung zum Berufskraftfahrer vorgestellt und mir eine Doppellehre angeboten. Jetzt mache ich beides und habe nach vier Jahren zwei Abschlüsse.
Was begeistert euch am Beruf?
Laura: Ich liebe Autos, Traktoren und große Maschinen! Schon zuhause konnte ich an unseren Landmaschinen schrauben und tüfteln, jetzt mache ich es beruflich. Irgendwie ist es wie Spielzeug, nur eben viel größer. Außerdem ist man viel unterwegs, sieht viel, hat in der Kabine sein eigenes Business und lernt in der Ausbildung brutal viel Neues dazu.
Jose: Auch mir gefallen die großen Maschinen. Mein Vater ist seit über 40 Jahren im Fernverkehr, ich bin als Kind oft mitgefahren und so konnte auch ich eine Leidenschaft für diesen abwechslungsreichen Beruf entwickeln.

Was sind aktuell eure Aufgaben?
Jose: Wir rotieren durch die verschiedensten Abteilungen des Unternehmens, um eben alle Bereiche und Aspekte des Berufs kennenzulernen. So sind wir mal in der Werkstatt bei den Reparaturen, im Trocken- oder Tiefkühllager bei Kontrolle, Sicherung und Verladung der Waren, im Büro bei Zoll- oder Dispo-Aufgaben und natürlich fahren wir bei einigen Transporten mit. Sobald wir das erste Lehrjahr positiv abgeschlossen haben, beginnen wir mit den Führerscheinen B und C, die vom Betrieb bezahlt werden. Das zählt sogar zur Arbeitszeit. Und haben wir erstmal den B-Schein können wir mit dem Sprinter sogar erste, kleinere Touren selbstständig übernehmen.

Welche Voraussetzungen sollten angehende Berufskraftfahrer:innen haben?
Laura: Neben den Grundprinzipien wie Anstand und Respekt sollte man sich auf jeden Fall für Fahrzeuge und Maschinen haben. Angst im Straßenverkehr darf man auch nicht haben, wenn man tonnenschwere Fahrzeuge steuert.
Jose: Die Leidenschaft für den Beruf steht definitiv im Mittelpunkt. Auch das Fahren an sich muss man mehr als nur mögen.
Welchen Tipp habt ihr für andere Lehrstellensuchende?
Laura: Auch bei schlechten Noten niemals den Biss verlieren. Recherchiert ausführlich, schaut euch die verschiedenen Kanäle der Firmen an, die euch interessieren und achtet darauf, ob ihr euch damit identifizieren könnt.
Jose: Seid ehrlich zu euch selbst, hört auf eure innere Stimme und entscheidet euch selbst für den Beruf, schließlich müsst ihr ihn ausüben und täglich zur Arbeit gehen.
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