Wie bist du zu deiner Lehre als Augenoptikerin gekommen?
Leonie: Nach dem Besuch der Mittelschule Schwarzach habe ich mich zuerst für die 3-jährige Fachschule an der Marienberg entschieden, habe aber nach einem Jahr abgebrochen. Danach habe ich mir überlegt, welche Stärken ich habe und welche Voraussetzungen für mich wichtig sind. Mir waren Sauberkeit und Ordnung wichtig, trotzdem wollte ich auch mit meinen Händen arbeiten. Meine Mutter hat mich dann auf den Beruf der Augenoptikerin aufmerksam gemacht.
Und wie kam es anschließend zu deiner Ausbildung bei Scharax?
Leonie: Bei der Recherche stießen wir auf die Messepark-Filiale des Familienunternehmens. Ich kannte Scharax davor gar nicht. Gleich darauf vereinbarte ich einen Schnuppertag und wurde anschließend gleich als Lehrling genommen.
Wie sehen deine wichtigsten Aufgaben als Augenoptikerin aus?
Leonie: Der Großteil meiner Arbeit besteht aus Kundengesprächen. Brillen, Sonnenbrillen, Ferngläser, Lupen oder Kontaktlinsen – ich führe täglich unterschiedlichste Beratungsgespräche. Einige Leute kommen mit Bildern aus Magazinen oder von Social Media-Postings, ich zeige ihnen dann mögliche Modelle, die wir anbieten. Zu meinen Aufgaben gehören aber auch der kostenlose Seh-Vortest oder die Reinigung und Vorbereitung unserer Verkaufsflächen, bevor wir morgens aufsperren. Danach kümmere ich mich um die Warenanlieferungen, bevor ich mich der Einarbeitung der gelieferten Gläser in die Fassungen widme. Dabei müssen viele der Gläser noch in unserer Werkstatt zurecht geschliffen werden.

Und was davon gefällt dir am besten?
Leonie: Mit den Leuten reden. In der Werkstatt bin ich zwar auch gut, aber die Vielfalt an Kundengesprächen begeistert mich jeden Tag aufs Neue. Jede Kundschaft hat andere Bedürfnisse. Mal musste ich das Gespräch in Englisch führen, ein anderes Mal habe ich sogar einen Verkauf abgeschlossen, nachdem wir nur über die Google Übersetzung kommunizieren konnten.
Du bist jetzt im dritten Lehrjahr: Was waren bisher die Highlights deiner Ausbildung?
Leonie: Mich freut es immer extrem, wenn sich eine Kundschaft bei meinen Chefs für meine Beratung bedankt. Wir machen auch regelmäßig mit der Firma lässige Aktivitäten, aber das Highlight ist unser Team, weil mir meine Arbeit jeden Tag richtig Spaß macht und immer etwas Neues passiert.
Welche Eigenschaften brauchen angehende Augenoptiker:innen?
Leonie: Offenheit und Selbstständigkeit, da man doch sehr viel mit Menschen zu tun. Ich habe durch den Beruf definitiv gelernt, selbstbewusster aufzutreten und Dinge auf den Punkt zu bringen. Und wenn ich an die ganzen feinen Arbeiten, kleinen Schrauben und Werkzeuge denke, kann auch handwerkliches Geschick nicht schaden.
Dein Tipp für alle Lehrstellensuchenden derzeit?
Leonie: Entdeckt eure Stärken! Überlegt euch, welche Tätigkeit ihr auch über mehrere Jahre hinweg mit Freude ausüben möchtet.
