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Lehre als

Geoinformationstechnik

Du bist in einer fremden Stadt und deine Freunde finden sich auf der Karte nicht zurecht? Für dich ist das alles kein Problem! Als GeoinformationstechnikerIn ist es nämlich dein Job Stadtpläne und Landkarten auf dem neuesten Stamd zu bringen.

Kurzbeschreibung

GeoinformationstechnikerInnen erstellen und aktualisieren Pläne (z. B. Stadtpläne), Landkarten (z. B. Wander- und Straßenkarten, Atlanten), Industriekarten und geologische Karten. Sie übernehmen geologische Daten von Satelliten- oder GPS-Messungen, werten sie aus und stellen sie mit unterschiedlichen kartografischen Techniken dar. Sie arbeiten mit speziellen Softwareprogrammen am Computer, zeichnen einzelne Kartenelemente, welche sie anschließend zusammen montieren und zur Vervielfältigung (Kopieren, Drucken) oder digitalen Weiterverarbeitung weiterleiten. Im Bereich der Kartenüberarbeitung bringen GeoinformationstechnikerInnen bereits vorhandene Karten auf den aktuellen Stand, indem sie Veränderungen wie z. B. neue Straßen, Eisenbahnlinien oder Grenzen einarbeiten.
GeoinformationstechnikerInnen arbeiten in kartografische Anstalten und Verlagen im Team mit BerufskollegInnen und verschiedenen Fachkräften z. B. aus dem Druckereibereich.

Tätigkeiten

  • Karten- und Vermessungsdaten von Satelliten, GPS (Global Positioning System), digitalen Fotografien usw. entgegennehmen und auswerten
  • die Geo- und Fachinformationen zur Implementierung in Kartographiesystemen bewerten
  • Kartendaten mit computergestützten Verfahren, Geoinformationssystemen, Kartographie- und Bildbearbeitungssystemen aufbereiten und darstellen
  • Kartenelemente mit computergestützten Verfahren maßstabsgetreu entwerfen, zeichnen, kolorieren
  • verschiedene Fein- und Korrekturarbeiten durchführen
  • Fach- und Geodaten zu aussagekräftigen Produkten zusammenstellen
  • Kartenelemente zusammenmontieren, Druckvorlagen herstellen (am Bildschirm erstellte Karten werden mit einem speziellen Scanner in die für die Druckformherstellung erforderlichen Druckvorlagen umgewandelt)
  • Vorlagen für die multimediale Umsetzung, insb. in interaktiven Anwendungen, vorbereiten
  • vorhandene Karten aktualisieren, neue Geodaten wie z. B. neue Verkehrswege, Siedlungen, Staatsgrenzen usw. einarbeiten
  • Daten im Rahmen des Geodatenbankmanagements verwalten und sichern

So viel wirst du in etwa verdienen

Deine Lehrlingsentschädigung (brutto) laut Kollektivvertrag (Stand 2019).

429-538

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

640-852

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.058-1.275

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.372-1.481

4. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.

Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in DIESEM Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.

Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Auge-Hand-Koordination
  • gutes Sehvermögen (viel Lesen bzw. Arbeiten am Computer)

     

    Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Freihandzeichnen
  • gestalterische Fähigkeit
  • gute Beobachtungsgabe
  • gutes Augenmaß
  • IT-Anwenderkenntnisse
  • Organisationsfähigkeit
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • systematische Arbeitsweise

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kundinnen-/Kundenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität
  • Geduld
  • Kreativität

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild

Berufsschulen

Berufsschule für Baugewerbe

Wagramer Straße 65

1220 Wien

Berufsschule Wels 2

Linzer Straße 68

4600 Wels

[{"title":"Berufsschule f\u00fcr Baugewerbe","street":"Wagramer Stra\u00dfe 65","zipcode":"1220","city":"Wien","latitude":48.2414019,"longitude":16.4326774},{"title":"Berufsschule Wels 2","street":"Linzer Stra\u00dfe 68","zipcode":"4600","city":"Wels","latitude":48.1638424,"longitude":14.0366381}]

FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Arbeitsbereiche

Im Bereich der Geoinformationstechnik und Kartografie fanden in den letzten Jahren tiefgreifende Modernisierungen statt. War früher die kartographische Tätigkeit durch manuelle Techniken wie Zeichnen und Gravieren geprägt, so steht heute die Bearbeitung, Gestaltung und Verwaltung digitaler Kartendaten am Computer mit Hilfe spezieller Softwareprogramme im Vordergrund.

GeoinformationstechnikerInnen erstellen unterschiedlichste thematische und topographische Karten wie z. B. Landkarten, geologische Karten, Atlanten, Stadtpläne, Industriepläne oder Wanderkarten zur Darstellung von Geländeformen, Straßen- und Wegverläufen, natürlichen und politischen Grenzen, Grundstücksgrenzen, Nutzungsformen, Bebauungen und Naturräumen usw.

Die Erstellung von Karten erfolgt unter Verwendung von Geodaten verschiedenster Art: Vermessungsdaten, Luftaufnahmen, Satellitenbildern, statistische Erhebungen oder amtliche Karten. Die Rohdaten und Fachinformationen (topographische und thematische Karteninhalte) werden von den GeoinformationstechnikerInnen übernommen und bewertet, ob sie für die kartografische Verarbeitung geeignet sind. Sie interpretieren die Inhalte, werten sie für die Weiterverarbeitung aus und erstellen erste Kartenentwürfe. Mit Hilfe von Bildbearbeitungs- und Kartographiesystemen werden die Daten digital erfasst und weiter bearbeitet. Die GeoinformationstechnikerInnen wenden dabei verschiedene Techniken an, um z. B. Höhenschichtlinien, Felsen und Geländedetails darzustellen. Sie stellen Geländeschummerungen her, das sind Flächentönungen, mit denen ein räumlicher Eindruck z. B. von Höhenunterschieden des Geländes erzeugt wird. Bei allen Arbeiten ist es wichtig, die jeweiligen Kartenelemente im richtigen Maßstab und den richtigen Maßstabsverhältnissen zueinander darzustellen. Die Darstellung der einzelnen Kartenelemente erfolgt nach einem Zeichenschlüssel, der die Symbole und Farben festlegt.

Nach dem Zeichnen erfolgt die Beschriftung der Karte. In einem Erläuterungsfeld werden mit Symbolen z. B. wirtschaftliche und geographische Gegebenheiten dargestellt. Sie bereiten die Entwürfe für die Weiterverarbeitung im Druck oder für die multimediale Verwendung vor und prüfen Druckvorlagen und Probedrucke (Proofs) auf mögliche Darstellungsfehler und Farbechtheit.
Immer öfter bereiten GeoinformationstechnikerInnen ihre Produkte für die interaktive Verwendung in multimedialen Anwendungen vor.

GeoinformationstechnikerInnen sind außerdem für redaktionelle Bearbeitung und Aktualisierung bestehender Karten zuständig. Sie prüfen Veränderungen z. B. in Straßen- und Wegverläufen, Siedlungen, Grundstücks- oder Landesgrenzen oder Geländeformationen und arbeiten diese in bestehendes Kartenmaterial ein. Häufig betreffen solche Anpassungen auch inhaltliche Veränderungen in thematischen Karten (z. B. neue oder aufgelassene Produktionsstandorte in Industriekarten). Sie verwalten und sichern alle Daten im Rahmen des Geodatenbankmanagements.
In der Praxis sind GeoinformationstechnikerInnen oft auf einzelne Kartengruppen, z. B. Stadtpläne, Atlanten, Industriekarten oder auf bestimmte Bearbeitungsbereiche spezialisiert.

Arbeitsumfeld

GeoinformationstechnikerInnen arbeiten in den Räumlichkeiten, Studios und Büros von kartografischen Anstalten und Instituten. Sie arbeiten im Team mit BerufskollegInnen, ProjektleiterInnen, verschiedenen Fachkräften z. B. aus dem Vermessungswesen (siehe z. B. °VermessungstechnikerIn (Lehrberuf)#), der EDV und zunehmend aus der Mediengestaltung (siehe z. B. °Medienfachmann/-frau – Grafik, Print, Publishing und audiovisuelle Medien (Audio, Video und Animation) (Lehrberuf)#) und haben Kontakt zu MitarbeiterInnen von Druckereibetrieben (siehe z. B. die Berufe: °Druckvorstufentechnik (Lehrberuf)#).

Unter Umständen unterstützen GeoinformationstechnikerInnen auch bei der Aufnahme der Daten und sind dabei im Freien tätig.

Arbeitsmittel

GeoinformationstechnikerInnen arbeiten vor allem mit Computer und speziellen Softwareprogrammen (Kartografie- und Bildbearbeitungssoftware), mitunter aber auch mit Zeichenstiften, Zeichenbrettern, Linealen, Tusche und Pinsel, Gravierutensilien, Farbsprühgeräten usw. Sie verwenden weiters GPS-Messgeräte, Foto- und Digitalkameras, Lupen, Vergrößerungsgläser, hantieren mit Karten, Atlanten, Plänen, Kartenarchiven und führen, betreuen und verwalten Geodatenbankmanagementsysteme. Zur Beurteilung und Endkontrolle von Druckergebnissen arbeiten sie mit Prüfdrucks, sogenannten Proofs.

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