Lehre als

Textilgestaltung – Weberei

Wie viele Teppiche sind in deiner Wohnung? Hast du eine Lieblingsbettwäsche? All diese Dinge, die eine Wohnung so viel gemütlicher machen, stellst du als TextilgestalterIn in der Weberei her. Bringst du also Begeisterung für Stoffe mit, bist du hier genau richtig!

Kurzbeschreibung

TextilgestalterInnen im Schwerpunkt Weberei erzeugen gewebte Stoffbahnen aus Natur-, Kunst-, Metall- und Mineralfasern. Diese Stoffe werden z. B. für Oberbekleidungen, Heimtextilien, Teppiche oder Wandbehänge verwendet. Weben erfolgt durch Verkreuzen von Längs- und Querfäden (Kette und Schuss).

Die TextilgestalterInnen im Schwerpunkt Weberei entwickeln und patronieren die Bindungen (Verkreuzungen von Kette- und Schussfaden) für ein- oder mehrlagige Gewebe und legen die Produkteigenschaften der Gewebekonstruktionen fest. Sie führen die erforderlichen Berechnungen durch und wählen die Materialien, Farben, Muster etc. aus. Sie richten die oft rechnergestützten (computergesteuerten) Produktionsmaschinen ein (Webmaschinen und -automaten), überwachen den Produktionsprozess und beheben Störungen und stellen die Gewebe fertig.
TextilgestalterInnen im Schwerpunkt Weberei arbeiten zumeist an computergesteuerten Strickmaschinen in Fertigungshallen der Industrie mit Fach- und Hilfskräften zusammen.

Tätigkeiten

  • Materialien (Roh- und Ausgangsstoffe) auswählen, auf Verwendbarkeit prüfen und sachgemäß lagern
  • Gewebe konstruieren und entwickeln (Bindungen für einflächige und mehrflächige Gewebe entwickeln und patronieren, Gewebekonstruktionen in Bezug auf Produkteigenschaften festlegen, Kette und Schuss dekomponieren und berechnen) und gestalten (Farbe, Material, Bindung, Ausrüstung)
  • Musterzeichnungen lesen und abändern
  • Gewebe, z. B. Stoffe für Oberbekleidung, Heimtextilien, Teppiche oder Wandbehänge herstellen, insb. mittels Webmaschinen
  • Webmaschinen einrichten, rüsten, anfahren, bedienen, überwachen und ab- bzw. umstellen
  • Webvorgang kontrollieren, Fehler der Webmaschinen beheben
  • Gewebe fertigstellen
  • Kundinnen und Kunden beraten

So viel wirst du in etwa verdienen

Dein Lehrlingseinkommen (brutto) laut Kollektivvertrag (Stand 2021).

687-715

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

837-840

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.015-1.064

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.129-1.308

4. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.

Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in DIESEM Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.

 

Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

 

Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Auge-Hand-Koordination
  • gutes Sehvermögen

 

Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Gefühl für Farben und Formen
  • gestalterische Fähigkeit
  • gute Beobachtungsgabe
  • gutes Augenmaß
  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • Problemlösungsfähigkeit
  • systematische Arbeitsweise
  • technisches Verständnis

 

Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kundinnen-/Kundenorientierung

 

Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität
  • Geduld
  • Kreativität
  • Sicherheitsbewusstsein

Berufsschulen

Landesberufsschule Gleinstätten

Gleinstätten 180

8443 Gleinstätten

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FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Arbeitsbereiche

Weben ist eine traditionelle Technik zur Herstellung von textilen Stoffen. Beim Weben werden Längs- und Querfäden (Kette und Schuss) verkreuzt. TextilgestalterInnen im Schwerpunkt Weberei arbeiten heute an modernen, elektronisch- bzw. computergesteuerten Webmaschinen. Bei der Vorbereitung der Webmaschinen für die Produktion setzen sie die Garnspulen ein und ziehen Garnfäden in die Webvorrichtung ein. Sie stellen die Webmaschine auf die gewünschte Gewebeart ein bzw. geben bei computergesteuerten Maschinen das Webprogramm über die Tastatur bzw. Datenträger ein.

TextilgestalterInnen im Schwerpunkt Weberei erzeugen Stoffbahnen aus Natur- und Kunstfaser (z. B. Schafwolle, Baumwolle, Seide, Kunstseide) zur Herstellung von Wäsche, Hemden, Oberbekleidung, Teppichen, Wandbehänge, Heimtextilien usw. In der Metallweberei erzeugen sie Gitter und Geflechte aus Metallfäden oder Drähten für technische Zwecke wie z. B. Batteriemassekabel.

TextilgestalterInnen im Schwerpunkt Weberei richten die oft rechnergestützten (computergesteuerten) Produktionsmaschinen ein (Webmaschinen und -automaten), überwachen den Webvorgang, beobachten die Gewebebildung und achten auf die richtige Farbfolge des Schusses. Sie führen prozessbegleitende Qualitätskontrollen durch und wechseln (je nach Automatisierungsgrad der Maschine) bei Farbwechsel die Schuss-Spule aus. Nach Beendigung des Webvorganges kontrollieren sie die fertigen Stoffe und machen sie verkaufsfertig. Sie warten und reinigen Webmaschinen und führen daran kleine Reparaturarbeiten durch, wie Auswechseln gebrochener Teile.

In der Produktionsvorbereitung entwickeln und patronieren TextilgestalterInnen im Schwerpunkt Weberei die Bindungen (Verkreuzungen von Kette- und Schussfaden) für ein- oder mehrlagige Gewebe, legen die Produkteigenschaften der Gewebekonstruktionen fest. Sie führen die erforderlichen Berechnungen für Kette und Schuss (Längs- und Querfäden) durch und wählen die Materialien, Farben, Muster etc. aus.

Arbeitsumfeld

TextilgestalterInnen im Schwerpunkt Weberei arbeiten in Gewerbe- und Industriebetrieben in Werkstätten und industriellen Produktionshallen. Sie arbeiten im Team mit TextiltechnikerInnen (siehe °Textiltechnologie (Lehrberuf)#), VorarbeiterInnen und Hilfskräften der Produktion zusammen. Je nach Betriebsgröße arbeiten WeberInnen auch in Verkaufsräumen und haben dort Kontakt zu KundInnen und LieferantInnen.

Arbeitsmittel

TextilgestalterInnen im Schwerpunkt Weberei arbeiten an elektronisch- bzw. computergesteuerten Webmaschinen und benutzen zur Bedienung und Wartung schriftliche Unterlagen (Handbücher). Sie programmieren die Webprogramme über Computertastaturen oder durch Einspielung der Datenträger und hantieren mit Garnspulen (Schuss-Spulen) und Garnfäden aus Schafwolle, Baumwolle, Seide, Kunstseide usw., aber auch Metallfäden in der Metallweberei. Bei der Wartung der Anlagen verwenden sie Ersatzteile, Maschinenöle und einfache Werkzeuge, wie z. B. Schraubenzieher.

Beim Entwickeln von Gewebekonstruktionen arbeiten sie mit Konstruktions- und Designprogrammen oder teilweise auch von Hand mit Papier und Stiften und verwenden Datenbanken und spezielle Programme für die Bestimmung von Farben, die Auswahl der Materialien und Berechnung von Kette und Schuss. Die Konstruktionen übertragen sie direkt mittels integrierter Schnittstellen vom Entwurfsprogramm auf die Webautomation.

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