Lehre als

Bootbauer/in

Du hast schon immer von deinem eigenen Boot am Bodensee geträumt? Als BootbauerIn kein Problem für dich.

Kurzbeschreibung

BootbauerInnen stellen verschiedene Arten von Booten aus Holz oder Kunststoff her. Ihre wichtigsten Erzeugnisse sind Ruder-, Segel- und Motorboote aller Typen und Größen. Bei der Herstellung von Booten verarbeiten sie Materialien wie harte und weiche Hölzer, Stahl, Aluminium und Kunststoffe. Nach technischen Plänen und Zeichnungen stellen sie zunächst einzelne Bauteile und Baugruppen her, welche sie anschließend in verschiedenen Arbeitsschritten zusammenbauen. Dabei hantieren sie mit verschiedenen holz- und kunststoffbearbeitenden Werkzeugen, Geräten und Maschinen, wie z. B. Kreis- und Bandsägen, Hobel- und Drehmaschinen, Feilen, Poliergeräten und dergleichen.

BootbauerInnen arbeiten vorwiegend in Werkstätten des Bootsbaugewerbes (zumeist Klein- und Mittelbetriebe) im Team mit BerufskollegInnen und Vorgesetzten und haben Kontakt zu KundInnen und LieferantInnen.

Tätigkeiten

  • technische Unterlagen lesen und anwenden
  • Entwürfe, Modellskizzen und technische Zeichnungen anfertigen
  • Hölzer, Fasern und Kunststoffe fachgerecht auswählen, beschaffen und überprüfen
  • Bootsrahmen und weitere Bootsteile, wie Kiel, Masten, Deck usw. herstellen
  • dabei verschiedene Materialien, wie Hölzer, Kunststoffe und Metalle verarbeiten
  • Bauteile, wie z. B. Bootsplanken, Spanten, Steven, Kiel und Spiegel einsetzen
  • Oberflächen behandeln und konservieren
  • Motoren und Navigationssysteme einbauen
  • Funktionen einstellen, Qualitätsprüfungen durchführen
  • Boote an KundInnen ausfertigen
  • Boote warten, reinigen und reparieren
  • technische Dokumentationen, Betriebsbücher, Arbeitsprotokolle führen

So viel wirst du in etwa verdienen

Dein Bruttogehalt laut Kollektivvertrag (Stand 2017).

599

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

752

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

884

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

995

4. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.

Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in DIESEM Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.

Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Auge-Hand-Koordination
  • Fingerfertigkeit
  • gute körperliche Verfassung
  • Kraft
  • Trittsicherheit

     

    Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • Koordinationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • systematische Arbeitsweise
  • technisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kundinnen-/Kundenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Ausdauer
  • Flexibilität
  • Geduld
  • Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein
  • Sicherheitsbewusstsein

Berufsschulen

Berufsschule Kremsmünster

Kirchberg 8

4550 Kremsmünster

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FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Was ist die Probezeit?

Bei Beginn eines neuen Arbeitsverhältnisses musst du eine sogenannte Probezeit durchlaufen. Für Lehrlinge geht diese 3 Monate. Das gibt dir und deinem Arbeitgeber Zeit euch kennenzulernen und zu schauen ob diese Ausbildung das Richtige für dich ist. In der Probezeit kannst du sowie dein Chef das Arbeitsverhältnis ohne Angabe von Gründen beenden.

Wie lange geht meine Lehrausbildung?

Die Dauer deiner Lehrausbildung kann zwischen zwei und vier Jahre liegen. Das kommt auf deinen Lehrberuf an. Unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ findest du alle Lehrberufe, die du in Vorarlberg erlernen kannst. Bei jedem der einzelnen Lehrberufe steht auch dabei, wie lange deine Ausbildung geht.

In welche Berufsschule muss ich gehen?

Unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ findest du nicht nur eine Auflistung aller in Vorarlberg möglichen Lehrberufe, sondern bei jedem Lehrberuf auch die Berufsschule, die die Lehrlinge besuchen.

Was verdiene ich in meinem Lehrberuf?

Dein Lehrlingsgehalt ist in einem Kollektivvertrag geregelt. Wenn es bei deiner Ausbildung keinen Kollektivvertrag gibt, wird die Lehrlingsentschädigung im Lehrlingsvertrag vereinbart. In jedem Jahr deiner Lehrzeit steigt dein Gehalt an. Unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ findest du bei jedem Lehrberuf dein Gehalt je nach Lehrjahr. Bitte beachte, dass dies dein Lohn, je nach Betrieb und deinem Arbeitsbereich variieren können.

Muss ich beim Bewerbungsgespräch wirklich einen Anzug tragen?

Das hängt ganz von dem Unternehmen und der Lehrstelle ab, für die du dich bewirbst. Nicht zu jeder Lehrausbildung passt ein Anzug! Denk daran: Wie du dich kleidest, sagt viel über dich aus und bietet dir eine Möglichkeit, dich selbst zu repräsentieren.

Wie finde ich Betriebe, die Lehrlinge ausbilden?

Unter dem Menüpunkt „Lehrbetriebe“ findest du eine Auflistung aller Betriebe Vorarlbergs, die Lehrlinge ausbilden und auch in welchen einzelnen Lehrberufen. Wenn du schon weißt welchen Beruf du gerne erlernen willst, klicke einfach auf den Lehrberuf unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ und du findest die Firmen, die Lehrlinge genau in deinem gewünschten Beruf ausbilden.

Arbeitsbereiche

BootbauerInnen stellen verschiedene Boote, wie Ruder-, Paddel-, Segel-, Motor- und Arbeitsboote in Einzel- oder Serienanfertigung her. Sie fertigen einzelne Bootsteile wie Masten, Rümpfe, Decks und Kiele an. BootbauerInnen verarbeiten dabei harte und weiche Hölzer, Stahl und Aluminium, technische Fasern, wie Glas- und Kohlefasern sowie duroplastische Kunststoffe, wie Polyesterharz, Vinylesterharz, Epoxidharz und dergleichen.

Zur Herstellung eines Bootes lesen und verwenden sie technische Pläne und Konstruktionszeichnungen, die sie auch selbst anfertigen. Sie besprechen mit ihren KundInnen Details der Ausführung und des Herstellungsverfahrens und wählen mit ihnen die gewünschten Materialien wie Hölzer, Fasern und Kunststoffe aus. Ein Großteil der Arbeiten wird von den BootbauerInnen auch heute noch von Hand ausgeführt, vor allem bei Einzel- und Sonderanfertigungen.

Beim Herstellen von Holzbooten schneiden sie die entsprechenden Bauteile mit Sägen aus und bearbeiten diese mit verschiedenen Techniken wie Hobeln, Fräsen und Schleifen. Sie errichten eine Hilfskonstruktion, auf der die Planken zur Rohform des Bootes zusammengefügt werden. Danach passen sie die einzelnen Teile des Bootes wie Spanten, Steven, Kiel und Spiegel ein und verkleben bzw. verschrauben die Teile. Sie schleifen den fertigen Bootsrahmen mehrmals ab und versehen ihn mit mehreren Schichten aus wasser- und korrosionsbeständigem Bootslack aus Kunstharz. Danach bauen sie verschiedene Komponenten wie Masten, Deck, Kajüte usw. ein und bringen zuletzt verschiedene Beschläge aus Metall oder Kunststoff an.
Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich von BootbauerInnen betrifft die Wartung und Reparatur von Booten, wie z. B. das regelmäßige Austauschen von Verschleißteilen oder das Aufbringen von speziellen Unterwasseranstrichen.

Arbeitsumfeld

BootbauerInnen arbeiten vorwiegend in Werkstätten von Betrieben des Bootsbau-Gewerbes, außerdem auf dem Betriebsgelände im Freien und direkt am Wasser bei den Booten. Sie arbeiten mit BerufskollegInnen und Vorgesetzten zusammen und haben Kontakt zu KundInnen und LieferantInnen und anderen handwerklichen Fachkräften, siehe z. B.: °ModellbauerIn (Lehrberuf)#, °FassbinderIn (Lehrberuf)#, °DrechslerIn (Lehrberuf)#, °Tischlerei (Lehrberuf)# oder °Zimmerei (Lehrberuf)#.

Arbeitsmittel

BootbauerInnen hantieren mit Hölzern, Metallen und Kunststoffen verschiedenster Art sowie mit Hilfsstoffen wie Klebstoffen, Leim, Lacken, Poliermitteln, Schmierölen, Lösungs- und Reinigungsmitteln usw. Sie arbeiten mit Handwerkzeugen wie Hobel, Löt- und Schweißgeräten, Sägen, Stecheisen, Ziehklingen, Fuchsschwänzen, Maßbändern, Zirkel, Bleistiften etc. sowie mit holz- und kunststoffbearbeitenden Maschinen und Geräten wie Band- und Kreissägen, Hobel- und Fräsmaschinen, Schleifmaschinen und dergleichen.
Sie lesen und verwenden technische Pläne und Konstruktionszeichnungen und führen Betriebsbücher, Arbeitsprotokolle, technische Dokumentationen, KundInnenkarteien sowie Listen und Journale.

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