Lehre als

Bootbauer/in

Du hast schon immer von deinem eigenen Boot am Bodensee geträumt? Als BootbauerIn kein Problem für dich.

Kurzbeschreibung

BootbauerInnen stellen verschiedene Arten von Booten aus Holz oder Kunststoff her. Ihre wichtigsten Erzeugnisse sind Ruder-, Segel- und Motorboote aller Typen und Größen. Bei der Herstellung von Booten verarbeiten sie Materialien wie harte und weiche Hölzer, Stahl, Aluminium und Kunststoffe. Nach technischen Plänen und Zeichnungen stellen sie zunächst einzelne Bauteile und Baugruppen her, welche sie anschließend in verschiedenen Arbeitsschritten zusammenbauen. Dabei hantieren sie mit verschiedenen holz- und kunststoffbearbeitenden Werkzeugen, Geräten und Maschinen, wie z. B. Kreis- und Bandsägen, Hobel- und Drehmaschinen, Feilen, Poliergeräten und dergleichen.

BootbauerInnen arbeiten vorwiegend in Werkstätten und Werkhallen des Bootbaugewerbes (zumeist Klein- und Mittelbetriebe), aber auch im Freien im Team mit BerufskollegInnen und Vorgesetzten und haben Kontakt zu KundInnen und LieferantInnen.

Tätigkeiten

  • technische Unterlagen lesen und anwenden
  • Entwürfe, Modellskizzen und technische Zeichnungen anfertigen
  • Hölzer, Fasern und Kunststoffe fachgerecht auswählen, beschaffen und überprüfen
  • Bootsrahmen und weitere Bootsteile, wie Kiel, Masten, Deck usw. herstellen
  • dabei verschiedene Materialien, wie Hölzer, Kunststoffe und Metalle verarbeiten
  • Bauteile, wie z. B. Bootsplanken, Spanten, Steven, Kiel und Spiegel einsetzen
  • Oberflächen behandeln und konservieren
  • Motoren und Navigationssysteme einbauen
  • Funktionen einstellen, Qualitätsprüfungen durchführen
  • Boote an KundInnen ausfertigen
  • Boote warten, reinigen und reparieren
  • technische Dokumentationen, Betriebsbücher, Arbeitsprotokolle führen

So viel wirst du in etwa verdienen

Dein Lehrlingseinkommen (brutto) laut Kollektivvertrag (Stand 2024).

800

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

970

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.135

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.275

4. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.

Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in DIESEM Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.

 

Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

 

Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Auge-Hand-Koordination
  • Fingerfertigkeit
  • gute körperliche Verfassung
  • Kraft
  • Trittsicherheit

 

Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • Koordinationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • systematische Arbeitsweise
  • technisches Verständnis

 

Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kundinnen-/Kundenorientierung

 

Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Ausdauer/Durchhaltevermögen
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität
  • Geduld
  • Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein
  • Sicherheitsbewusstsein

Berufsschulen

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Berufsschule Kremsmünster

Kirchberg 8

4550 Kremsmünster

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FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Was verdiene ich in meinem Lehrberuf?

Dein Lehrlingsgehalt ist in einem Kollektivvertrag geregelt. Wenn es bei deiner Ausbildung keinen Kollektivvertrag gibt, wird die Lehrlingsentschädigung im Lehrlingsvertrag vereinbart. In jedem Jahr deiner Lehrzeit steigt dein Gehalt an. Unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ findest du bei jedem Lehrberuf dein Gehalt je nach Lehrjahr. Bitte beachte, dass dies dein Lohn, je nach Betrieb und deinem Arbeitsbereich variieren können.

Brutto-/Nettolohn – wo liegt der Unterschied?

Ganz einfach erklärt ist der Nettolohn das, was am Ende des Monats auf deinem Bankkonto landet. Von deinem Bruttolohn werden Steuern und Abgaben abgezogen – was am Ende übrigbleibt und tatsächlich dir gehört, ist der Nettolohn. Somit kannst du dir merken: Brutto – Steuern und Abgaben = Netto

In meinem Wunschbetrieb ist die Lehre, die ich gerne machen würde, nicht ausgeschrieben – muss ich mir jetzt etwas Anderes überlegen?

Wenn du deinen Traumberuf auf Anhieb nirgends ausgeschrieben siehst, ist das nicht unbedingt ein Grund die Zukunftspläne komplett überdenken zu müssen – du kannst dich auch bei einem Betrieb bewerben, ohne dass dieser eine Stellenanzeige geschalten hat. Das nennt man Initiativbewerbung.

Wie finde ich offene Lehrstellen?

Alle Ausbildungsbetriebe findest du unter dem Menüpunkt „Lehrbetriebe“. Hier siehst du auch gleich welche Betriebe in welchen unterschiedlichen Lehrberufen ausbilden. Du kannst dir die Websites der Betriebe anschauen, die dir gefallen und oft findest du dort auch offene Lehrstellen. Aber auch auf anderen Wegen findest du offene Lehrstellen: In den Berufsinfozentren (BIZ Bregenz, BIZ Feldkirch, BIZ Bludenz ), bei der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer und der Landwirtschaftskammer, bei der Lehrlings- und Jugendabteilungen der Arbeiterkammer und im BIFOInformationszentrum Dornbirn kannst du dich über offenen Lehrstellen informieren. Oft findest du auch Stelleninserate in der Zeitung oder aber Familienmitglieder und Freunde wissen über offene Lehrstellen in einer Firma Bescheid. Wenn möglichst viele Personen wissen, dass du auf Lehrstellensuche bist, können sie dich bei deiner Suche unterstützen. Sollte es nicht klappen, erkundige dich beim BIFO nach der Möglichkeit des Jugendcoachings – hier hilft dir dein persönlicher Coach bei der Lehrstellensuche.

Wie finde ich Betriebe, die Lehrlinge ausbilden?

Unter dem Menüpunkt „Lehrbetriebe“ findest du eine Auflistung aller Betriebe Vorarlbergs, die Lehrlinge ausbilden und auch in welchen einzelnen Lehrberufen. Wenn du schon weißt welchen Beruf du gerne erlernen willst, klicke einfach auf den Lehrberuf unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ und du findest die Firmen, die Lehrlinge genau in deinem gewünschten Beruf ausbilden.

Wann kann ich eine Lehre machen?

Um eine Lehre beginnen zu können, musst du neun Jahre zur Schule gegangen sein. Somit hast du die gesetzliche Schulpflicht erfüllt und kannst dich entscheiden, ob du einen Lehrberuf erlernen oder weiterhin die Schule besuchen willst.

Arbeitsbereiche

BootbauerInnen stellen verschiedene Boote, wie Ruder-, Paddel-, Segel-, Motor- und Arbeitsboote in Einzel- oder Serienanfertigung her. Sie fertigen einzelne Bootsteile wie Masten, Rümpfe, Decks und Kiele an. BootbauerInnen verarbeiten dabei harte und weiche Hölzer, Stahl und Aluminium, technische Fasern, wie Glas- und Kohlefasern sowie duroplastische Kunststoffe, wie Polyesterharz, Vinylesterharz, Epoxidharz und dergleichen.

Zur Herstellung eines Bootes lesen und verwenden sie technische Pläne und Konstruktionszeichnungen, die sie auch selbst anfertigen. Sie besprechen mit ihren KundInnen Details der Ausführung und des Herstellungsverfahrens und wählen mit ihnen die gewünschten Materialien wie Hölzer, Fasern und Kunststoffe aus. Ein Großteil der Arbeiten wird von den BootbauerInnen auch heute noch von Hand ausgeführt, vor allem bei Einzel- und Sonderanfertigungen.

Beim Herstellen von Holzbooten schneiden sie die entsprechenden Bauteile mit Sägen aus und bearbeiten diese mit verschiedenen Techniken wie Hobeln, Fräsen und Schleifen. Sie errichten eine Hilfskonstruktion, auf der die Planken zur Rohform des Bootes zusammengefügt werden. Danach passen sie die einzelnen Teile des Bootes wie Spanten, Steven, Kiel und Spiegel ein und verkleben bzw. verschrauben die Teile. Sie schleifen den fertigen Bootsrahmen mehrmals ab und versehen ihn mit mehreren Schichten aus wasser- und korrosionsbeständigem Bootslack aus Kunstharz. Danach bauen sie verschiedene Komponenten wie Masten, Deck, Kajüte usw. ein und bringen zuletzt verschiedene Beschläge aus Metall oder Kunststoff an.
Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich von BootbauerInnen betrifft die Wartung und Reparatur von Booten, wie z. B. das regelmäßige Austauschen von Verschleißteilen oder das Aufbringen von speziellen Unterwasseranstrichen.

Arbeitsumfeld

BootbauerInnen arbeiten vorwiegend in Werkstätten und Werkhallen von Betrieben des Bootbau-Gewerbes, außerdem auf dem Betriebsgelände im Freien und direkt am Wasser bei den Booten. Sie arbeiten mit BerufskollegInnen und Vorgesetzten zusammen und haben Kontakt zu KundInnen und LieferantInnen und anderen handwerklichen Fachkräften, siehe z. B.: °ModellbauerIn (Lehrberuf)#, °FassbinderIn (Lehrberuf)#, °DrechslerIn (Lehrberuf)#, °Tischlerei (Lehrberuf)# oder °Zimmerei (Lehrberuf)#.

Arbeitsmittel

BootbauerInnen hantieren mit Hölzern, Metallen und Kunststoffen verschiedenster Art sowie mit Hilfsstoffen wie Klebstoffen, Leim, Lacken, Poliermitteln, Schmierölen, Lösungs- und Reinigungsmitteln usw. Sie arbeiten mit Handwerkzeugen wie Hobel, Löt- und Schweißgeräten, Sägen, Stecheisen, Ziehklingen, Fuchsschwänzen, Maßbändern, Zirkel, Bleistiften etc. sowie mit holz- und kunststoffbearbeitenden Maschinen und Geräten wie Band- und Kreissägen, Hobel- und Fräsmaschinen, Schleifmaschinen und dergleichen.
Sie lesen und verwenden technische Pläne und Konstruktionszeichnungen und führen Betriebsbücher, Arbeitsprotokolle, technische Dokumentationen, KundInnenkarteien sowie Listen und Journale.

Lehre und Matura?

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