Lehre als

Steinmetztechniker/in

Als Steinmetztechniker/in hast du kein Problem damit, wenn dir jemand Steine in den Weg legt.

Kurzbeschreibung

Als Steinmetztechniker/in verbindest du Tradition mit Moderne. Du zeigst, dass eines der ältesten Handwerke auch in der digitalen Welt bestehen kann. Du bearbeitest die Steine nicht länger nur von Hand, sondern erreichst auch Ergebnisse der Extra-Klasse indem du computer-gestützte Maschinen mit speziellen Softwares verwendest.

Tätigkeiten

  • Auswahl von Natursteinen und künstlichen Steinen
  • Bearbeitung per Hand oder mit Hilfe einer Maschine (sägen, trennen, polieren usw.)
  • Kreative Gestaltung von Schriften, Ornamenten, Symbolen
  • Verlegung von Bodenplatten, Fliesen und Bauelementen aus Stein
  • Entwurf und Herstellung von Denkmälern
  • Steinrestaurierung und Steinkonservierung
  • Erstellung von Zeichnungen mit einer Software (z. B. CAD)
  • Beratung von Kunden
  • Projektkoordination (Zusammenarbeit mit anderen Gewerben und der Logistik)

So viel wirst du in etwa verdienen

Dein Bruttogehalt laut Kollektivvertrag (Stand 2017).

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

4. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

  • Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.

    Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in diesem Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.

    Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

     

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

    • Körperliche Belastbarkeit
    • Unempfindlichkeit gegenüber Staub

    Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

    • Überblick über die Baustile der unterschiedlichen Epochen sowie über die neuesten Trends
    • Fundierte Kenntnisse im Bereich der Steinkunde
    • Kenntnisse im Bereich Steinpflege und Steinreinigung
    • Know-how im Bereich Instandsetzung und Restaurierung von Bauwerken, Bauwerksteilen und Denkmalen aus Stein
    • Kenntnisse im Bereich der Verbindungstechnik, der Verankerungstechnik und der Fundierung
    • Herstellung von Gerüsten

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

    • Teamfähigkeit
    • Kundinnen-/Kundenorientierung
    • Kommunikationsfähigkeit

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

    • Genauigkeit
    • Sorgfältigkeit
    • Kreativität

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

    • gepflegtes Erscheinungsbild

     

FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Muss ich beim Bewerbungsgespräch wirklich einen Anzug tragen?

Das hängt ganz von dem Unternehmen und der Lehrstelle ab, für die du dich bewirbst. Nicht zu jeder Lehrausbildung passt ein Anzug! Denk daran: Wie du dich kleidest, sagt viel über dich aus und bietet dir eine Möglichkeit, dich selbst zu repräsentieren.

Was ist eigentlich ein Motivationsschreiben?

Das Motivationsschreiben bzw. Bewerbungsschreiben ist Teil deiner Bewerbungsunterlagen. In deinem Motivationsschreiben machst du dem Betrieb klar, warum genau du der/die Richtige für die Lehrstelle bist. Wenn du dich im Vorhinein über das Unternehmen schlau machst, fällt dir das Schreiben bestimmt einfacher. Gib dein Motivationsschreiben vor dem Absenden am besten einem Erwachsenen zum Korrekturlesen – eine gute Bewerbung ist vor allem fehlerfrei!

Was ist die Probezeit?

Bei Beginn eines neuen Arbeitsverhältnisses musst du eine sogenannte Probezeit durchlaufen. Für Lehrlinge geht diese 3 Monate. Das gibt dir und deinem Arbeitgeber Zeit euch kennenzulernen und zu schauen ob diese Ausbildung das Richtige für dich ist. In der Probezeit kannst du sowie dein Chef das Arbeitsverhältnis ohne Angabe von Gründen beenden.

Wie oft muss ich in die Berufsschule?

Neben der Arbeit im Betrieb muss jeder Lehrling in die Berufsschule gehen. Je nach Lehrberuf besuchst du als Lehrling eine Berufsschule in Vorarlberg oder in einem anderen Bundesland – deshalb variiert auch wie oft bzw. wie lange du die Berufsschule besuchst: In die ganzjährige Berufsschule gehst du mindestens einen ganzen Tag oder zwei halbe Tage in der Woche. Bei der lehrgangsmäßigen Berufsschule gehst du nicht wöchentlich zur Schule, sondern mindestens 8 Wochen durchgehend am Stück. Bei der saisonmäßigen Berufsschule wird die Schulzeit auf eine bestimmte Jahreszeit geblockt.

Nach dem Bewerbungsgespräch: Was tun, wenn sich niemand meldet?

Erkundige dich nach deinem Bewerbungsgespräch, bis wann du benachrichtigt wirst ob du die Lehrstelle bekommst. Sollte sich bis dahin niemand bei dir melden, kannst du im Unternehmen anrufen und dich höflich erkundigen.

Wie finde ich offene Lehrstellen?

Alle Ausbildungsbetriebe findest du unter dem Menüpunkt „Lehrbetriebe“. Hier siehst du auch gleich welche Betriebe in welchen unterschiedlichen Lehrberufen ausbilden. Du kannst dir die Websites der Betriebe anschauen, die dir gefallen und oft findest du dort auch offene Lehrstellen. Aber auch auf anderen Wegen findest du offene Lehrstellen: In den Berufsinfozentren (BIZ Bregenz, BIZ Feldkirch, BIZ Bludenz ), bei der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer und der Landwirtschaftskammer, bei der Lehrlings- und Jugendabteilungen der Arbeiterkammer und im BIFOInformationszentrum Dornbirn kannst du dich über offenen Lehrstellen informieren. Oft findest du auch Stelleninserate in der Zeitung oder aber Familienmitglieder und Freunde wissen über offene Lehrstellen in einer Firma Bescheid. Wenn möglichst viele Personen wissen, dass du auf Lehrstellensuche bist, können sie dich bei deiner Suche unterstützen. Sollte es nicht klappen, erkundige dich beim BIFO nach der Möglichkeit des Jugendcoachings – hier hilft dir dein persönlicher Coach bei der Lehrstellensuche.

Arbeitsbereiche

Steinmetztechniker/innen stellen verschiedene Produkte aus Natur- und Kunststein her, die in Gärten, an Friedhöfen und im Baubereich zum Einsatz kommen. Die Bearbeitung erfolgt händisch und/oder mit Maschinen. Steinmetztechniker/innnen transportieren ihre Produkte eigens an den Montageort, passen die Steine an, stellen sie auf und verankern sie. Sie sind auch für die Restaurierung und die Konservierung von Denkmälern und anderen Steinmetzarbeiten zuständig.

Arbeitsumfeld

Steinmetztechniker/innen sind in Klein- und Mittelbetrieben des Steinmetzgewerbes, aber auch in der Natursteinindustrie tätig. Sie arbeiten, in den Werkstätten der Betriebe. Dort sind sie in ein Team integriert und haben Vorgesetzte. Bei Montage- oder Restaurierungsarbeiten arbeiten sie vor Ort bei ihren Kundinnen und Kunden. Dort sind sie dann meistens im Freien tätig. Manchmal arbeiten sie auch mit Künstlerinnen und Künstlern oder mit Holz- und Steinbildhauerinnen und -hauern zusammen.

Arbeitsmittel

Steinmetztechniker/innen verwenden für ihre Arbeit eine breite Palette von einfachen Handwerkzeugen (z. B. Meißel und Hammer), Druckluftwerkzeugen, Handmaschinen (z. B. Winkelschleifer), Maschinen (z. B. mit Diamantenscheiben bestückte Sägen, Fräs- und Schleifmaschinen) bis hin zu computergesteuerten Anlagen (z. B. CNC-Arbeitszentren, Waterjet Cutting) und Grafiksoftwares, wie CAD. Für Verbindungen verwenden sie verschiedene Hilfsmaterialien (z. B. Kitte und Mörtel). In der Fassadensanierung und Denkmalpflege reinigen sie die Natursteinoberflächen mit Dampf- und Sandstrahlern. Außerdem bedienen sie Hebe- und Transportmaschinen.

 

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