Lehre als

Installations- und Gebäudetechnik: Lüftungstechnik

Krankenhaus, Restaurant, Supermarkt oder Werkstatt - kein größeres Gebäude kommt ohne Lüftungssystem aus Und bist dafür verantwortlich, dass alles richtig funktioniert!

Kurzbeschreibung

Lüftungssysteme werden überall gebraucht: In Werkstätten, Garagen, Restaurants, Krankenhäusern oder in modernen Passivhäusern. Lüftungstechniker*innen stellen Lüftungsanlagen zusammen und montieren, warten und reparieren sie. Sie legen Rohrleitungen und richten die Teile durch Schneiden, Fräsen, Bohren etc. zu. Sie stellen die Regelsysteme (Thermostate, Zeitschaltuhren) genau ein. Die Lüftungstechniker*innen arbeiten in Handwerksbetrieben des Lüftungsanlagenbaus, in Betrieben des Sanitär- und Klimatechnikgewerbes sowie im Bereich der Haus- und Versorgungstechnik. Bei Montagearbeiten auf Baustellen arbeiten sie im Team mit ihren Kolleg*innen sowie mit weiteren Fach- und Hilfskräften im Bereich Bauwesen und Energietechnik zusammen.

Tätigkeiten

  • Kunden/Kundinnen beraten
  • technische Unterlagen, Verlegepläne lesen, Berechnungen durchführen
  • Kanalsysteme für Versorgung und  Entsorgung herstellen
  • die Rohrleitungen sägen, schneiden, feilen, schleifen, bohren, gewindeschneiden, löten, hämmern, treiben etc.
  • Bleche maschinell bearbeiten, weich- und hartlöten, trennschleifen
  • Rohre und Geräte der Lüftungsanlagen zusammenbauen und montieren
  • Justierungen und Fein-Einstellungen vornehmen
  • Funktionsproben durchführen
  • Fehler und Defekte suchen und beheben
  • Wartungsarbeiten und Reparaturen durchführen

So viel wirst du in etwa verdienen

Dein Lehrlingseinkommen (brutto) laut Kollektivvertrag (Stand 2024).

932

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.085

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.411

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.887

4. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

In jedem Beruf brauchst du ganz spezielles fachlisches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen, welche fachlichen Kompetenzen in diesem Beruf besonders wichtig sind.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Auge-Hand-Koordination
  • Fingerfertigkeit
  • gute körperliche Verfassung

 

Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • gutes Augenmaß
  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • technisches Verständnis
  • Zahlenverständnis und Rechnen

 

Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kund*innenorientierung

 

Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Sicherheitsbewusstsein
  • Umweltbewusstsein

 

Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • Mobilität (wechselnde Arbeitsorte)

 

Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • logisch-analytisches Denken / Kombinationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit
  • systematische Arbeitsweise

Berufsschulen

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Landesberufsschule Bregenz 2

Feldweg 25

6900 Bregenz

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FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Was oder wer ist ein Ausbilder?

In deinem Lehrbetrieb gibt es eine oder mehrere Personen, die dich durch deine Lehrzeit begleiten und dir alles lehren, was es in deinem Lehrberuf zu lernen gibt. Diese Personen Mitarbeiter nennt man Ausbilder. Sie haben eine Prüfung abgelegt und geben ihr Wissen und ihr Können an dich weiter. Sie sind für dich aber auch eine wichtige Bezugsperson während deine Lehrzeit: Bei Problemen oder Fragen kannst du dich immer an sie wenden.

Nach dem Bewerbungsgespräch: Was tun, wenn sich niemand meldet?

Erkundige dich nach deinem Bewerbungsgespräch, bis wann du benachrichtigt wirst ob du die Lehrstelle bekommst. Sollte sich bis dahin niemand bei dir melden, kannst du im Unternehmen anrufen und dich höflich erkundigen.

Was verdiene ich in meinem Lehrberuf?

Dein Lehrlingsgehalt ist in einem Kollektivvertrag geregelt. Wenn es bei deiner Ausbildung keinen Kollektivvertrag gibt, wird die Lehrlingsentschädigung im Lehrlingsvertrag vereinbart. In jedem Jahr deiner Lehrzeit steigt dein Gehalt an. Unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ findest du bei jedem Lehrberuf dein Gehalt je nach Lehrjahr. Bitte beachte, dass dies dein Lohn, je nach Betrieb und deinem Arbeitsbereich variieren können.

Was regelt der Kollektivvertrag?

Der Kollektivvertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen dir und deinem Arbeitgeber. Er gilt immer für die ganze Branche, also gibt es beispielweise einen Kollektivvertrag für die komplette Verkaufsbranche. Das garantiert, dass niemand, der in dieser Branche arbeitet nachteilig behandelt wird. Der Kollektivvertrag, der dann zwischen dir und deinem Arbeiter besteht beinhaltet vor allem Regelungen zum Mindestlohn, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und zur Arbeitszeit.

In welche Berufsschule muss ich gehen?

Unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ findest du nicht nur eine Auflistung aller in Vorarlberg möglichen Lehrberufe, sondern bei jedem Lehrberuf auch die Berufsschule, die die Lehrlinge besuchen.

Wann kann ich eine Lehre machen?

Um eine Lehre beginnen zu können, musst du neun Jahre zur Schule gegangen sein. Somit hast du die gesetzliche Schulpflicht erfüllt und kannst dich entscheiden, ob du einen Lehrberuf erlernen oder weiterhin die Schule besuchen willst.

Arbeitsbereiche

Lüftungstechniker*innen bauen Lüftungsanlagen und deren Komponenten (Teile) zusammen und montieren die Anlagen. Für die Herstellung der so genannten Kanalsysteme (Kanäle aus Blech oder Kunststoff, in denen die Luft zirkuliert) für die Luftversorgung und die Abluftentsorgung stellen sie die erforderlichen Rohrleitungen und Rohrverbindungen (durch Sägen, Schneiden, Feilen, Schleifen, Bohren, Gewindeschneiden, Löten, Hämmern, Treiben etc.) her und bearbeiten Bleche mittels Blechbearbeitungsmaschinen durch Gasschmelzschweißen sowie Kalt- und Warmbiegen. Sie montieren die Fördereinrichtungen (z. B. Gebläse, Pumpen) und Sicherheitsvorrichtungen und Regelsysteme (z. B. hydraulische und elektronische Regeleinrichtungen wie Thermostate, Zeitschaltuhren).

Große Bedeutung haben in diesem Beruf die Justierungsarbeiten, also die genaue Einstellung der Mess- und Regeleinrichtungen und die Überprüfung aller Funktionen der Lüftungsanlagen. Diese hängen wesentlich von der genauen Anpassung an bauliche Gegebenheiten und die jeweilige Art der Luftverschmutzung (z. B. durch Staub, Abgase) ab. Lüftungstechniker*innen sind auch für Wartungs- und Reparaturarbeiten zuständig, wobei sie spezielle Sicherheits- und Umweltschutzstandards berücksichtigen. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Kundenberatung.

Neue energiesparende und umweltfreundliche Technologien eröffnen in diesem Beruf sehr gute Chancen am Arbeitsmarkt, erfordern aber auch laufende Weiterbildung. Auch der zunehmenden Trend zu Smart Buildung/Smart Living/Smart home, bei dem die unterschiedlichen Gebäudetechnikeinrichtungen und Geräte immer stärker miteinander vernetzt werden, die Steuerungen automatisiert werden und der Fernzugriff auf die Einrichtungen ermöglicht wird (z. B. Steuerung über das Smartphone), macht Weiterbildung im Bereich der Mess-, Steuer- und Regeltechnik und Sensorik immer wichtiger.

Arbeitsumfeld

Lüftungstechniker*innen arbeiten in Handwerksbetrieben des Lüftungsanlagenbaus, in Betrieben des Sanitär- und Klimatechnikgewerbes sowie im Bereich der Haus- und Versorgungstechnik.

Sie arbeiten bei Montagearbeiten im Team mit ihren Kolleginnen und Kollegen, mit Bautechniker*innen, mit ihren Vorgesetzten (Meister/Meisterin) und anderen Fachkräften aus der Gebäudetechnik. Je nach Art und Größe des Unternehmens, haben sie auch Kontakt zu Kolleginnen/Kollegen anderer Betriebsabteilungen (z. B. Kalkulation, Materialausgabe, technisches Büro). Weiters haben sie Kontakt zu ihren Auftraggeber*innen, zu den Architekt*innen, Baumeister*innen und zu Mitarbeiter*innen von Bauunternehmen, Lieferfirmen sowie von Bau- und Umweltbehörden.

Lüftungstechniker*innen arbeiten bei Montagen auf Baustellen und sind damit unterschiedlichen Temperaturen (Hitze, Kälte) und verschiedenen Wetterbedingungen (Zugluft, Nässe) ausgesetzt. Bei Baustellenarbeiten kann es außerdem staubig und laut werden und es sind zum Teil schwerere Gegenstände zu heben und zu tragen. Zum Teil können diese Erschwernisse heute schon gut durch assistierende Technologien und Schutzvorrichtungen verringert werden.

Arbeitsmittel

Lüftungstechniker*innen setzen Bauteile wie Rohre, Bleiche, Leitungen etc aus unterschiedlichen Metallen und Kunststoff ein und verwenden verschiedene Werkzeuge und Geräte wie z. B. Blechschneideinstrumente, Schweißapparate, Thermostate oder Zeitschaltuhren. Sie orientieren sich bei ihrer Arbeit an technischen Zeichnungen und Plänen, z. B. Bauzeichnungen und Einbauanweisungen von Geräteherstellern.

Lehre und Matura?

Das Ausbildungsmodell Lehre und Matura ist die erste Wahl für alle Jugendlichen, die eine praxisorientierte Fachausbildung mit einer breiten Allgemeinbildung verbinden wollen.
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