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Lehre als

Maler/In und Beschichtungstechnik – Dekormaltechnik

Deine Kreativität in Sachen Farben, Formen und Gestalten verlangt nach einer Bühne? Vorhang auf für den Beruf als Dekormaler/in!

Kurzbeschreibung

MalerInnen und BeschichtungstechnikerInnen im Schwerpunkt Dekormaltechnik sind die SpezialistInnen für die künstlerische Gestaltung von Dekormalereien, Bühnenbildern, Mauerwerksflächen usw., stellen aber auch technische Zeichnungen und andere räumliche Darstellungen her. Sie zeichnen, malen und gestalten Ornamente aus verschiedenen Kulturkreisen und Stilrichtungen, fertigen sowohl lineare als auch plastische (räumliche) Zeichnungen z. B. von Gebäuden, Landschaften oder Phantasiegebilden an und bringen Imitationen (Marmor-, Textil-, Metall-, Riss- oder Bruchimitationen usw.) auf verschiedene Untergründe auf.

MalerInnen und BeschichtungstechnikerInnen verwenden Farben, Polituren, Lasuren, Malereiwerkzeuge (wie z. B. Spritzaggregate, Pinsel und Spachteln). Sie arbeiten im Team mit BerufskollegInnen in Werkstätten, auf Bühnen oder bei KundInnen vor Ort in Innenräumen und an Außenflächen. Meist sind sie in gewerblichen Klein- und Mittelbetrieben oder direkt bei Theater- und Musiktheaterbühnen beschäftigt.
MalerInnen und BeschichtungstechnikerInnen haben direkten Kontakt zu ihren AuftraggeberInnen und zu LieferantInnen.

Tätigkeiten

  • KundInnen beraten, Aufträge besprechen
  • Baustelle/Arbeitsplätze besichtigen, Material- und Zeitaufwand kalkulieren
  • Kostenvoranschläge erstellen und vorlegen
  • Materialien und Geräte zusammenstellen und zur Baustelle transportieren
  • Baustelle einrichten, Gerüste und Arbeitsbühnen aufbauen, Böden und Einrichtungen etc. abdecken
  • Beschichtungen (z. B. Abbeizen, Abbrennen, Abscheren) und Altanstriche entfernen, Untergründe vorbereiten (z. B. Schleifen, Entrosten,  Imprägnieren, Tiefengrundieren)
  • Farben mischen und Beschichtungen vorbereiten
  • Farben und Beschichtungen auf unterschiedliche Materialien auftragen, z. B. je nach Untergrund durch Streichen, Rollen, Spritzen, Verputzen, Verkleben oder Lackieren
  • Zeichnungen von Gebäuden aus verschiedenen Epochen und Kulturkreisen, Landschaften oder Phantasiegebilden anfertigen
  • Oberflächen mit Zier- und Schmuckelementen gestalten, Schriften und Ornamente zeichnen
  • Oberflächen nachbearbeiten: z. B. Holzoberflächen versiegeln, wachsen, polieren oder ölen
  • Imitate anfertigen (z. B. Marmor-, Textil-, Metall-, Riss- und Bruchimitationen)
  • Bühnenhintergründe bemalen

So viel wirst du in etwa verdienen

Deine Lehrlingsentschädigung (brutto) laut Kollektivvertrag (Stand 2019).

588

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

709

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

890

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1,071

4. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.

Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in DIESEM Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.

 

Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

 

Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Auge-Hand-Koordination
  • Farbsehen
  • Fingerfertigkeit
  • gute körperliche Verfassung
  • Schwindelfreiheit
  • Trittsicherheit
  • Unempfindlichkeit gegenüber chemischen Stoffen
  • Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchen

 

Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • chemisches Verständnis
  • Gefühl für Farben und Formen
  • gestalterische Fähigkeit
  • gutes Augenmaß
  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • Organisationsfähigkeit
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • systematische Arbeitsweise
  • Zahlenverständnis und Rechnen

 

Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Aufgeschlossenheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kundinnen-/Kundenorientierung

 

Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Belastbarkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität
  • Kreativität
  • Sicherheitsbewusstsein
  • Umweltbewusstsein

 

Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • Mobilität (wechselnde Arbeitsorte)

Berufsschulen

Landesberufsschule Dornbirn 1

Eisengasse 38a

6850 Dornbirn

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FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Wie funktioniert die Lehre & Matura?

Das Ausbildungsmodell Lehre und Matura ist die erste Wahl für alle Jugendlichen, die eine praxisorientierte Fachausbildung mit einer breiten Allgemeinbildung verbinden wollen. Wenn du dich für eine Lehre & Matura entscheidest, verbindest du gleich vieles miteinander: Du erhältst eine Fachausbildung, verdienst Geld, sammelst Berufserfahrung und hast somit perfekte Aufstiegschancen. Facts zu Lehre & Matura: • Deine Lehre muss mindestens drei Jahre dauern • Im zweiten Lehrjahr beginnt an einem zusätzlichen Nachmittag dein Unterricht an einer frei wählbaren Berufsschule in Vorarlberg • Das Angebot ist für dich als Lehrling kostenfrei • Der „Ausstieg“ ist ohne Auswirkungen auf deine Lehrausbildung jederzeit möglich • Nach deiner Lehrzeit geht es mit Abendunterricht weiter – bis zum fünften Jahr nach Lehrbeginn.Du bist interessiert oder hast Fragen? Dann melde dich bei der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer Vorarlberg unter T 05522-305-1155 oder lehre@wkv.at.

Soll ich zum Tag der offenen Tür gehen, wenn das ein Unternehmen anbietet?

Ja, unbedingt. Warum? Weil du die Möglichkeit erhältst einen Blick hinter die Kulissen zu werfen: Du lernst die Firma und deinen möglichen zukünftigen Lehrberuf besser kennen, kannst mit Lehrlingen und Ausbildern vor Ort sprechen und alle deine Fragen stellen usw. Wenn das Unternehmen auch Schnuppertage anbietet und du dich für eine Lehrstelle dort interessierst, melde dich gleich zum Schnuppertag an – dort erhältst du weitere, noch tiefere Einblicke ins Unternehmen und den Lehrberuf.

In meinem Wunschbetrieb ist die Lehre, die ich gerne machen würde, nicht ausgeschrieben – muss ich mir jetzt etwas Anderes überlegen?

Wenn du deinen Traumberuf auf Anhieb nirgends ausgeschrieben siehst, ist das nicht unbedingt ein Grund die Zukunftspläne komplett überdenken zu müssen – du kannst dich auch bei einem Betrieb bewerben, ohne dass dieser eine Stellenanzeige geschalten hat. Das nennt man Initiativbewerbung.

Was verdiene ich in meinem Lehrberuf?

Dein Lehrlingsgehalt ist in einem Kollektivvertrag geregelt. Wenn es bei deiner Ausbildung keinen Kollektivvertrag gibt, wird die Lehrlingsentschädigung im Lehrlingsvertrag vereinbart. In jedem Jahr deiner Lehrzeit steigt dein Gehalt an. Unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ findest du bei jedem Lehrberuf dein Gehalt je nach Lehrjahr. Bitte beachte, dass dies dein Lohn, je nach Betrieb und deinem Arbeitsbereich variieren können.

Was muss ich vor dem Bewerbungsgespräch beachten?

Plane am Tag des Bewerbungsgesprächs genug Zeit ein, du solltest niemals zu spät zum vereinbarten Termin kommen. Informier' dich schon vorher wie du am besten zur Adresse des Unternehmens kommst, welcher Bus oder Zug dich dort hinbringt oder wie lange die Fahrt dauert. Achte auf ein gepflegtes Aussehen, lass unbedingt den Kaugummi weg und schalte dein Handy aus. Sollte es passieren, dass du den Termin absagen musst (z. B. weil du krank bist) ruf früh genug bei deiner Ansprechperson im Unternehmen an und verschiebe deinen Termin.

Wie kann ich mich für das Bewerbungsgespräch vorbereiten?

Übe Zuhause mit deiner Familie und oder Freunden das Vorstellungsgespräch. Informiere dich genau über das Unternehmen und deinen Lehrberuf. Überlege dir auch welche kritischen Fragen gestellt werden könnten, damit du darauf gute Antworten hast und nicht zu überrascht bist.

Arbeitsbereiche

MalerInnen und BeschichtungstechnikerInnen im Schwerpunkt Dekormaltechnik gestalten künstlerische Zeichnungen, Malereien und Verzierungen für Dekorationen, Bühnenbilder, Mauerwerke usw., stellen aber auch technische Zeichnungen und andere räumliche Darstellungen her. Sie zeichnen, malen und gestalten Ornamente und Schriften, fertigen Zeichnungen von Gebäuden, Landschaften oder Phantasiegebilden an und bringen z. B. Holz-, Stein-, Marmor-, Textil- und Metallimitationen und Riss- oder Bruchimitationen auf verschiedene Untergründe auf (das sind Zeichnungen/Malereien, die aussehen als würde es sich z. B. um echten Marmor oder echte Risse handeln).
Je nach Auftrag und Anforderung gestalten sie ihre Malereien und Zeichnungen in verschiedenen Stilrichtungen und verwenden Ornamente und Schriften aus unterschiedlichen Kulturkreisen und Epochen.

MalerInnen und BeschichtungstechnikerInnen besprechen die gewünschten Darstellungen und Effekte mit ihren AuftraggeberInnen, gestalten Entwürfe, bestimmen die Farbtönungen und Qualität der Farben, wählen die benötigten Materialien aus und bereiten Werkzeuge und Geräte vor. Vor Beginn ihrer Arbeit überprüfen sie die zu bearbeitenden Flächen z. B. auf Mängel wie Feuchtigkeit, Risse oder Unebenheiten des Untergrunds. Wenn nötig entfernen sie alte Farbschichten und Anstriche durch Abbeizmittel, Abbrennen oder Abschaben, beseitigen Unebenheiten und Risse mit Spachtel- und Füllmassen oder Armierungen (das sind Rissbrücken aus Glasfasergeweben und Polyesterharzen) und glätten den Untergrund. Danach tragen sie Grundierungen auf, um die Haftung des Anstriches zu verbessern und seine Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Sie stimmen die Malerfarbe durch Beimengung spezieller Abtönpasten auf die mit dem Kunden vereinbarte Nuance ab.

MalerInnen und BeschichtungstechnikerInnen tragen mit Lasier-, Kolorier- und Spritztechniken Farben und Lasuren händisch (mit Pinseln, Bürsten oder Rollern) oder mit Spritzaggregaten auf, streichen und lackieren Holz- und Metalloberflächen und bringen Verzierungen und Schmuckelemente an. Sie zeichnen Schriften und Ornamente aus verschiedenen Kulturkreisen und Epochen auf unterschiedlichen Oberflächen.
Abschließend prüfen sie ihr Arbeitsergebnis auf die gewünschte darstellerische Wirkung, aber auch auf eventuell erforderliche mechanische Beanspruchbarkeit. Sie räumen die Baustelle, reinigen sorgfältig alle Werkzeuge und entsorgen und verwerten etwaige Rest- und Abfallstoffe fachgerecht und umweltschonend.

In der Dekormaltechnik spielen künstlerische und räumliche Gestaltungen eine große Rolle. Dazu fertigen MalerInnen und Beschichtungstechniken häufig Vorzeichnungen an oder verwenden Vorlagen und Muster, die sie mit Vergrößerungstechniken auf die eigentliche Oberfläche ( Mauerwerk, Leinwand etc.) übertragen. In der Bühnenmalerei bzw. für Filmkulissen müssen sie außerdem spezielle licht- und aufnahmetechnische Voraussetzungen berücksichtigen.

MalerInnen und BeschichtungstechnikerInnen führen aber auch organisatorische und verwaltende Tätigkeiten durch. Sie erstellen Kostenvoranschläge und besprechen diese mit den KundInnen, führen Arbeitsaufzeichnungen (Arbeitsbücher), kontrollieren die Lagerbestände und bestellen die erforderlichen Materialien nach. Sie stellen Rechnungen und Arbeitsbestätigungen aus und besprechen etwaige Reklamationen mit den KundInnen.

Arbeitsumfeld

MalerInnen und BeschichtungstechnikerInnen im Schwerpunkt Dekormaltechnik arbeiten in Werkstätten von gewerblichen Klein- und Mittelbetrieben meist aber direkt bei den KundInnen vor Ort in Innenräumen und an Außenfassaden oder in Werkstätten von Theatern und Musiktheatern sowie direkt auf den Bühnen. Sie sind auf Gerüsten, Arbeitsbühnen und Leitern tätig und sollten daher trittsicher und schwindelfrei sein.

MalerInnen und BeschichtungstechnikerInnen arbeiten eigenständig sowie im Team mit BerufskollegInnen und haben direkten Kontakt zu ihren KundInnen/AuftraggeberInnen. Bei der Arbeit für Theaterbühnen arbeiten sie im Team mit  RequisiteurInnen,  BühnenbildnerInnen und BühnentechnikerInnen und fallweise mit den  RegisseurInnen und DarstellerInnen.

Arbeitsmittel

MalerInnen und BeschichtungstechnikerInnen im Schwerpunkt Dekormaltechnik verwenden bei ihrer Arbeit Spritzaggregate, Bürsten, Rollen, Pinsel und Spachteln, verschiedene Farben und Lasuren, chemische Lösungsmittel und spezielle Grundierungen. Bei der Arbeit mit Metallen auch Entrostungs- und Korrosionsschutzmittel usw. Sie arbeiten mit unterschiedlichen Grundmaterialien wie z. B. Holz, Textilien, Metallen und Kunststoffen. Bei der Arbeit als BühnenmalerIn verwenden sie große Bühnenleinwände und unterschiedlichstes Dekormaterial. Sie stellen Gerüste, Leitern, Arbeitsbühnen und Aufstiegshilfen auf, tragen Arbeitskleidung und bei bestimmten Arbeiten Mund- und Augenschutz.
Für organisatorische Tätigkeiten arbeiten sie mit den üblichen Kommunikationsmöglichkeiten (Telefon, Mobiltelefon, E-Mail, Fax) und mit Computern, Druckern, dem Internet und führen Aufzeichnungen und Datenbanken über KundInnen und Lieferanten, Arbeitsbücher, Stundenaufzeichnungen, Ausmaßlisten, Materiallisten, Lagerkarteien usw.

Lehre und Matura?

Das Ausbildungsmodell Lehre und Matura ist die erste Wahl für alle Jugendlichen, die eine praxisorientierte Fachausbildung mit einer breiten Allgemeinbildung verbinden wollen
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