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freie Lehrstellen

2019: Tausende freie Lehrstellen

Januar 27, 2019

Schon jetzt werden für das Lehrjahr 2019/20 jede Menge Lehrlinge gesucht.

Besonders die großen Betriebe sind bereits im Kampf um die Lehrlinge für das kommende Jahr – tausende Lehrstellen warten darauf, besetzt zu werden. Der Lebensmittelhändler Spar möchte 900 Lehrlinge in 21 Berufen in ganz Österreich ausbilden, der Möbelriese XXX-Lutz rund 650, und die ÖBB an die 500 Lehrlinge in 22 unterschiedlichen Berufen. Um Jugendliche auf den eigenen Betrieb aufmerksam zu machen, locken viele Firmen mit spannenden Zusatzangeboten. Bei Spar bekommst du beispielsweise Zusatzprämien und einen Gratisführerschein. Die Baumarktkette Hornbach hat die Lehrlingsentschädigung deutlich erhöht – hier bekommst du als Lehrling im ersten Lehrjahr 720 Euro. Und alle Mitarbeiter, die mehr als ein Jahr im Unternehmen sind, erhalten sechs statt fünf Urlaubswochen.

Erfolgreiche Kollektivvertragsverhandlungen

Lehrlinge im Handel können sich über die Kollektivvertragsverhandlungen vom vergangenen Dezember freuen, denn hier steigen die Lehrlingsentschädigung durchschnittlich um acht Prozent. Im ersten Lehrjahr erhält ein Lehrling im Handel künftig 650 Euro Lehrlingsentschädigung. Im letzten Lehrjahr sind es dann 1.200 Euro.

Gastronomie mit Lehrlingsmangel

Nach wie vor bleiben viele Lehrstellen in der Hotellerie und Gastronomie unbesetzt. Österreichweit waren Anfang Dezember knapp 570 Lehrstellen für Restaurantfachmann/-frau offen. 518 Stellen gab es für Kochlehrlinge und 213 freie Lehrstellen gab es zur Ausbildung zum/zur Hotel- und Gastgewerbeassistent/in.

Digitalisierung und Lehre nach der Matura

Das Wirtschaftsministerium erklärt, dass in Sachen Lehre künftig vermehrt auf eigenverantwortliches Arbeiten und Digitalisierung gesetzt wird. Die neue Lehre zum/zur E-Commercekaufmann/-frau war bereits ein Schritt in diese Richtung. Außerdem soll der Anteil der Jugendlichen, die eine Lehre nach der Matura beginnen, gesteigert werden. Dieser liegt aktuell bei 2,2 Prozent. In Deutschland hingegen bei knapp 30 Prozent.

 

Weitere Zahlen rund um das neue Lehrjahr findest du beim Standard.