Lehre als

Augenoptik

Mit diesem Lehrberuf bist du nicht mehr zu übersehen! Als AugenoptikerIn findest du für jedes Augenpaar die passende Brille und lernst sogar wie man sie herstellt. Da schau her!

Kurzbeschreibung

AugenoptikerInnen arbeiten in Optikfachgeschäften und unter Umständen in Augenarztpraxen. Sie beraten und informieren ihre KundInnen, bestellen oder fertigen Sehbehelfe (wie z. B. Brillen, Brillengläser, Kontaktlinsen) nach Verordnung eines Augenarztes/einer Augenärztin bzw. nach eigenen Messungen. Solche augenoptischen Messungen führen sie mit Hilfe von speziellen Messgeräten sorgfältig durch. Für die Anfertigung von Brillengläsern verwenden sie computergesteuerte Schleifapparate. Neben den herkömmlichen Produkten verkaufen sie auch Lupen, Mikroskope, Ferngläser und meteorologische Geräte. Außerdem warten und reparieren sie all diese Produkte. Je nach Arbeitsplatz arbeiten sie im Team mit BerufskollegInnen und AugenärztInnen.

Tätigkeiten

  • KundInnen beim Kauf von Brillen und optischen Geräten beraten
  • Brillenglas und -stärke durch Messung der Fehlsichtigkeit bestimmen oder
  • Verschreibungen (Rezepte) von AugenärztInnen übernehmen und sachgerecht ausführen
  • Brillengläser in Fassungen einschleifen und formen, unter Berücksichtigung der vorher gemessenen Zentrierdaten wie Augenabstand, Höhe, Achse
  • die Brille an die anatomische Kopfform der TrägerInnen anpassen
  • Brillen reparieren oder neu anpassen
  • Werbeaktionen durchführen und Verkaufsräume dekorieren
  • kaufmännische Tätigkeiten durchführen, wie z. B. Aufträge dokumentieren, Betriebsbücher führen, Preise auszeichnen, Bestellungen durchführen
  • Telefonate, E-Mail- und Schriftverkehr führen
  • Abrechnungen mit Krankenkassen durchführen

So viel wirst du in etwa verdienen

Dein Bruttogehalt laut Kollektivvertrag (Stand 2017).

577-601

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

773-806

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.040-1.091

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.398-1.476

4. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.

Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in DIESEM Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.

Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Auge-Hand-Koordination
  • Fingerfertigkeit
  • gutes Sehvermögen (viel Lesen bzw. Arbeiten am Computer)

     

    Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • gute Beobachtungsgabe
  • gute Deutschkenntnisse
  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • kaufmännisches Verständnis
  • medizinisches Verständnis
  • Organisationsfähigkeit
  • räumliches Vorstellungsvermögen

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Argumentationsfähigkeit / Überzeugungsfähigkeit
  • Hilfsbereitschaft
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kontaktfreude
  • Kundinnen-/Kundenorientierung
  • Motivationsfähigkeit

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität
  • Freundlichkeit
  • Geduld
  • Gesundheitsbewusstsein

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild

Berufsschulen

Tiroler Fachberufsschule für Fotografie, Optik und Hörakustik

Kaiser-Max-Straße 11

6060 Hall/Tirol

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FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Muss ich mich selber bei der Berufsschule anmelden?

Nein, das macht das Unternehmen für dich, bei dem du die Lehre beginnst.

Nach dem Bewerbungsgespräch: Was tun, wenn sich niemand meldet?

Erkundige dich nach deinem Bewerbungsgespräch, bis wann du benachrichtigt wirst ob du die Lehrstelle bekommst. Sollte sich bis dahin niemand bei dir melden, kannst du im Unternehmen anrufen und dich höflich erkundigen.

Was muss ich vor dem Bewerbungsgespräch beachten?

Plane am Tag des Bewerbungsgesprächs genug Zeit ein, du solltest niemals zu spät zum vereinbarten Termin kommen. Informier' dich schon vorher wie du am besten zur Adresse des Unternehmens kommst, welcher Bus oder Zug dich dort hinbringt oder wie lange die Fahrt dauert. Achte auf ein gepflegtes Aussehen, lass unbedingt den Kaugummi weg und schalte dein Handy aus. Sollte es passieren, dass du den Termin absagen musst (z. B. weil du krank bist) ruf früh genug bei deiner Ansprechperson im Unternehmen an und verschiebe deinen Termin.

Muss ich beim Bewerbungsgespräch wirklich einen Anzug tragen?

Das hängt ganz von dem Unternehmen und der Lehrstelle ab, für die du dich bewirbst. Nicht zu jeder Lehrausbildung passt ein Anzug! Denk daran: Wie du dich kleidest, sagt viel über dich aus und bietet dir eine Möglichkeit, dich selbst zu repräsentieren.

Wie finde ich den passenden Lehrberuf?

Auf unserer Website findest du eine Auflistung aller Lehrberufe, die du in Vorarlberg erlernen kannst. Wenn du noch gar nicht weißt, welcher Lehrberuf dich besonders interessiert, dann klick dich doch Mal durch die einzelnen Lehrberufe – du wirst staunen wie viele unterschiedliche Lehrberufe es gibt. Unter der Rubrik „Termine“ findest du alle Events, Messen und Informationsveranstaltungen, die in der nächsten Zeit stattfinden. Dort vorbeizuschauen lohnt sich auf jeden Fall und hilft dir bei der Suche nach dem passenden Lehrberuf weiter.

Wann kann ich eine Lehre machen?

Um eine Lehre beginnen zu können, musst du neun Jahre zur Schule gegangen sein. Somit hast du die gesetzliche Schulpflicht erfüllt und kannst dich entscheiden, ob du einen Lehrberuf erlernen oder weiterhin die Schule besuchen willst.

Arbeitsbereiche

Bereits 2000 v.Chr. wurden in Griechenland polierte Halbkugeln aus Quarz gefertigt, mit denen sich die Schrift vergrößern ließ. Mittlerweile setzen AugenoptikerInnen zur optischen Vergrößerung moderne Technologien und Computer ein. Ob Zentrierdaten erfasst, KundInnendaten gewartet, Gläser digital geschliffen oder online bestellt werden müssen: spezielle Softwareprogramme und computergesteuerte Geräte sind heute fester Bestandteil des Berufsalltags von AugenoptikerInnen.

Die Herstellung von Brillen und Kontaktlinsen erfordert viel Fingerspitzengefühl. AugenoptikerInnen berechnen und messen optische Werte mit Hilfe von verschiedenen Instrumenten und Messgeräten. Sie schleifen Brillengläser mit modernen computergesteuerten Maschinen, bei Spezialanfertigungen teilweise auch von Hand. Sie fügen die Brillengläser in Fassungen ein und passen die fertige Brille individuell dem Gesicht und der Kopfform der Kundschaft an und sorgen dafür, dass sie perfekt sitzt. Weiters warten und reparieren sie alle optischen und augenoptischen Produkte.

AugenoptikerInnen beraten ihre KundInnen über Neuentwicklungen, Glas- und Kunststoffgläser, Härte und Entspiegelung und Lesehilfen, beispielsweise verschiedene Formen von Lupen. Sie rechnen ebenso mit Krankenkassen ab. Weiters verkaufen sie Neben- und Zusatzprodukte, wie etwa Brillenputzmittel, Linsenaufbewahrungs- und Reinigungsflüssigkeiten, Etuis, aber vor allem auch Sonnenbrillen und weitere optische Geräte, wie zum Beispiel Mikroskope.

Arbeitsumfeld

AugenoptikerInnen arbeiten in Verkaufsräumen, Werkstätten und Büros des Optikerfachhandels, manchmal auch in Praxisräumen bei AugenärztInnen. Sie arbeiten im Team mit BerufskollegInnen und haben direkten Kontakt zu ihren KundInnen und LieferantInnen.

Arbeitsmittel

AugenoptikerInnen arbeiten und hantieren mit Brillen, Sportbrillen, Schwimmbrillen, Sonnenbrillen, Schutzbrillen, Kontaktlinsen, Lupen und Mikroskopen, Fernrohren, Feldstechern und Operngläsern. Sie steuern und bedienen verschiedene Messinstrumente, Schleifapparate sowie computergesteuerte Präzisionsgeräte. Sie haben ebenfalls mit Brillenputztüchern und Werkzeugen zu tun, wie zum Beispiel Feinschraubenzieher und speziellen Zangen, um Fassungen einstellen und biegen zu können.

Lehre und Matura?

Das Ausbildungsmodell Lehre und Matura ist die erste Wahl für alle Jugendlichen, die eine praxisorientierte Fachausbildung mit einer breiten Allgemeinbildung verbinden wollen
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