Lehre als

Rechtskanzleiassistent/In

Du interessierst dich für das österreichische Recht und setzt dich für Gerechtigkeit ein? Als RechtskanzleiassisstentIn unterstützt du den Anwalt bei Büroarbeiten und der Betreuung der KlientInnen.

Kurzbeschreibung

Der Lehrberuf Rechtskanzleiassistent*in wurde mit 1. Mai 2020 durch den neuen Lehrberuf Kanzleiassistent*in mit den Schwerpunkten Rechtsanwaltskanzlei und Notariatskanzlei ersetzt. Siehe: °Kanzleiassistent*in – Rechtsanwaltskanzlei (Lehrberuf)# und °Kanzleiassistent*in – Notariatskanzlei (Lehrberuf)#.

Rechtskanzleiassistentinnen und -assistenten führen in Rechts- und Notariatskanzleien alle Arbeiten im Zusammenhang mit Verwaltung, Büroorganisation, Rechnungswesen, Korrespondenz und Klientenbetreuung durch. Sie kümmern sich um das Anmelden, Informieren und Betreuen von Behörden, Mandantinnen und Mandanten, Parteien (das sind Kläger*innen bzw. Beklagte) oder Parteivertreter*innen (Bevollmächtigte der Parteien). Sie führen Arbeiten im Zusammenhang mit Gerichtsangelegenheiten durch (z. B. Fristlegung von Akten) sowie Arbeiten im Rahmen des für Rechtsanwaltskanzleien und Notariate üblichen Zahlungsverkehrs.

Tätigkeiten

  • Arbeiten im Posteingang und Postausgang erledigen
  • Texte und Schriftstücke aufgrund von Vorgaben korrekt und formgerecht erstellen
  • Bestände (wie Büromaterial, Dokumente, Büroeinrichtungen) beschaffen und führen
  • Arbeiten im Rahmen des Zahlungsverkehrs durchführen
  • Arbeiten im Zusammenhang mit Gerichts- und Behördenangelegenheiten, insbesondere Fristlegung von Akten, Schriftstücken und Geschäftsstücken durchführen
  • im Urkundswesen und in der Beurkundungstätigkeit mitwirken
  • Register- und Grundbuchunterlagen (Notariatskanzlei) führen
  • Termine koordinieren und überwachen, Verhandlungen und Besprechungen vorbereiten und nachbereiten
  • Behörden, Mandanten, Parteien oder Parteienvertreter anmelden, informieren und betreuen
  • administrative Arbeiten mithilfe der betrieblichen Informations- und Kommunikationssysteme durchführen
  • in der betrieblichen Buchführung und Kostenrechnung mitwirken
  • Statistiken, Dateien und Karteien anlegen, warten und auswerten

So viel wirst du in etwa verdienen

Dein Lehrlingseinkommen (brutto) laut Kollektivvertrag (Stand 2024).

750

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

895

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.080

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

In jedem Beruf brauchst du ganz spezielles fachlisches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen, welche fachlichen Kompetenzen in diesem Beruf besonders wichtig sind.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • gute Deutschkenntnisse
  • kaufmännisches Verständnis
  • schriftliches Ausdrucksvermögen

 

Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Aufgeschlossenheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kontaktfreude
  • Kund*innenorientierung

 

Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Belastbarkeit / Resilienz
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Freundlichkeit
  • Rechtsbewusstsein
  • Verschwiegenheit / Diskretion

 

Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild

 

Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Informationsrecherche und Wissensmanagement
  • Koordinationsfähigkeit
  • Organisationsfähigkeit
  • systematische Arbeitsweise

Berufsschulen

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Landesberufsschule Dornbirn 2

Eisplatzgasse 5

6850 Dornbirn

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FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Wie funktioniert die Lehre & Matura?

Das Ausbildungsmodell Lehre und Matura ist die erste Wahl für alle Jugendlichen, die eine praxisorientierte Fachausbildung mit einer breiten Allgemeinbildung verbinden wollen. Wenn du dich für eine Lehre & Matura entscheidest, verbindest du gleich vieles miteinander: Du erhältst eine Fachausbildung, verdienst Geld, sammelst Berufserfahrung und hast somit perfekte Aufstiegschancen. Facts zu Lehre & Matura: • Deine Lehre muss mindestens drei Jahre dauern • Im zweiten Lehrjahr beginnt an einem zusätzlichen Nachmittag dein Unterricht an einer frei wählbaren Berufsschule in Vorarlberg • Das Angebot ist für dich als Lehrling kostenfrei • Der „Ausstieg“ ist ohne Auswirkungen auf deine Lehrausbildung jederzeit möglich • Nach deiner Lehrzeit geht es mit Abendunterricht weiter – bis zum fünften Jahr nach Lehrbeginn. Du bist interessiert oder hast Fragen? Dann melde dich bei der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer Vorarlberg unter T 05522-305-1155 oder lehre@wkv.at.

Was oder wer ist ein Ausbilder?

In deinem Lehrbetrieb gibt es eine oder mehrere Personen, die dich durch deine Lehrzeit begleiten und dir alles lehren, was es in deinem Lehrberuf zu lernen gibt. Diese Personen Mitarbeiter nennt man Ausbilder. Sie haben eine Prüfung abgelegt und geben ihr Wissen und ihr Können an dich weiter. Sie sind für dich aber auch eine wichtige Bezugsperson während deine Lehrzeit: Bei Problemen oder Fragen kannst du dich immer an sie wenden.

Was regelt der Kollektivvertrag?

Der Kollektivvertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen dir und deinem Arbeitgeber. Er gilt immer für die ganze Branche, also gibt es beispielweise einen Kollektivvertrag für die komplette Verkaufsbranche. Das garantiert, dass niemand, der in dieser Branche arbeitet nachteilig behandelt wird. Der Kollektivvertrag, der dann zwischen dir und deinem Arbeiter besteht beinhaltet vor allem Regelungen zum Mindestlohn, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und zur Arbeitszeit.

Was passiert bei einem Schnuppertag?

Viele Unternehmen bieten interessierten zukünftigen Lehrlingen die Möglichkeit in den Lehrberuf „hinein zu schnuppern“. Du verbringst einen Tag in der Firma, kannst dich über den Lehrberuf informieren, erste Handgriffe und Tätigkeiten ausprobieren und den Betrieb kennenlernen.

Was regelt der Kollektivvertrag?

Der Kollektivvertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen dir und deinem Arbeitgeber. Er gilt immer für die ganze Branche, also gibt es beispielweise einen Kollektivvertrag für die komplette Verkaufsbranche. Das garantiert, dass niemand, der in dieser Branche arbeitet nachteilig behandelt wird. Der Kollektivvertrag, der dann zwischen dir und deinem Arbeiter besteht beinhaltet vor allem Regelungen zum Mindestlohn, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und zur Arbeitszeit.

In meinem Wunschbetrieb ist die Lehre, die ich gerne machen würde, nicht ausgeschrieben – muss ich mir jetzt etwas Anderes überlegen?

Wenn du deinen Traumberuf auf Anhieb nirgends ausgeschrieben siehst, ist das nicht unbedingt ein Grund die Zukunftspläne komplett überdenken zu müssen – du kannst dich auch bei einem Betrieb bewerben, ohne dass dieser eine Stellenanzeige geschalten hat. Das nennt man Initiativbewerbung.

Arbeitsbereiche

Rechtskanzleiassistentinnen und -assistenten unterstützen Rechtsanwälte/-anwältinnen und Notare/Notarinnen in allen administrativen Aufgaben. Sie protokollieren Verhandlungen und Gespräche mit den Klientinnen und Klienten und assistieren bei der Ausarbeitung von Verträgen und Rechtsgeschäften (z. B. Testamente, Schenkungsurkunden, Patentrechte, Miet- und Pachtverträge, Vollmachten, Beglaubigungen). Sie unterstützen ihre Vorgesetzten durch vorbereitende und begleitende Arbeiten bei der Erledigung ihrer Beratungs- und Vertretungsaufträge.

Rechtskanzleiassistentinnen und -assistenten erledigen die Korrespondenz mit Gerichten und anderen Behörden, mit Parteien (Kläger*innen oder Beklagte) oder deren Vertreter*innen und betreuen und informieren ihre Kunden (Mandantinnen und Mandanten). Im kaufmännischen Bereich sind sie mit der elektronischen Führung von Betriebsbüchern, Bilanzbüchern, Karteien und Archiven betraut. Sie erledigen den Schriftverkehr, leiten eingehende Post an die betroffenen Kolleginnen und Kollegen weiter, vereinbaren Termine und achten darauf, dass Termine und Fristen eingehalten werden, nehmen Telefonate entgegen und sorgen dafür, dass immer ausreichend Büromaterial vorhanden ist.

Arbeitsumfeld

Rechtskanzleiassistentinnen und -assistenten arbeiten im Sekretariat von Rechtskanzleien und Notariaten gemeinsam mit Juristinnen und Juristen, siehe z. B. °Rechtsanwalt / Rechtsanwältin#, °Notar*in# sowie mit Berufskolleginnen/-kollegen und weiteren administrativen oder kaufmännischen Fachkräften. Sie stehen in direktem Kontakt zu ihren Klientinnen und Klienten (Mandantinnen/Mandanten) und zu Mitarbeiter*innen von Behörden und Gerichten.

Rechtskanzleiassistentinnen und -assistenten arbeiten hauptsächlich während der betriebsüblichen Bürozeiten und sind viel an Bildschirmarbeitsplätzen tätig. Wenn beispielsweise behördliche Friste eingehalten werden müssen, können auch Mehrarbeit und Überstunden notwendig werden.

Arbeitsmittel

Rechtskanzleiassistentinnen und -assistenten arbeiten in Büroräumen an modern ausgestatteten Arbeitsplätzen. Sie arbeiten mit Computer, Internet und verschiedenen, teils auch berufsspezifischen Softwareprogrammen, sie bedienen Kopiergeräte, Drucker und Scanner sowie Telefon- und Gegensprechanlagen. Sie verwenden unterschiedliche Formulare und führen Datenbanken, Terminkalender, Liste, Journale, Protokolle und benutzen diverses Büromaterial.

Lehre und Matura?

Das Ausbildungsmodell Lehre und Matura ist die erste Wahl für alle Jugendlichen, die eine praxisorientierte Fachausbildung mit einer breiten Allgemeinbildung verbinden wollen
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