Lehre als

Chemieverfahrenstechniker/in

Bezwinger der Rohstoffe, Meister der Produktionsanlagen: So oder ähnlich kannst du dich schon bald betiteln, wenn du dich für den Lehrberuf Chemieverfahrenstechniker/in entscheidest.

Kurzbeschreibung

Chemieverfahrenstechniker/innen steuern Produktionsverfahren in industriellen, gewerblichen und kommunalen chemischen Betrieben. Sie arbeiten auch im Forschungsbereich, überwachen große Produktionsanlagen, steuern diese über Bildschirme und helfen bei der Optimierung der Betriebsanlagen mit. Sie nehmen Proben für Untersuchungen in Betriebslabors und erkennen Störungen im Produktionsablauf. Die Störungen werden vom/von der Chemieverfahrenstechniker/in beseitigt.

Tätigkeiten

  • technische Unterlagen lesen und anwenden
  • Arbeitsschritte, Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden festlegen
  • Arbeitsabläufe planen und steuern
  • Produktionsanlagen warten, reinigen und für den Produktionsprozess vorbereiten
  • Kleinere Montage- und Demontagearbeiten durchführen
  • Herstellvorschriften anwenden und umsetzen
  • Anlagen bedienen und überwachen
  • Rohstoffe und Produkte kontrollieren
  • physikalische, biologische und chemische Prozesse überwachen und steuern
  • Störungen beseitigen
  • technische Daten über den Arbeitsablauf und die Arbeitsergebnisse erfassen
  • Berechnungen durchführen
  • Kontrolle bezüglich Hygiene, Sicherheitsvorschriften, Normen und Umweltstandards
  • Arbeitsergebnisse beurteilen

So viel wirst du in etwa verdienen

Dein Bruttogehalt laut Kollektivvertrag (Stand 2017).

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

  • Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in diesem Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

    • gute körperliche Verfassung
    • gute Reaktionsfähigkeit
    • gutes Sehvermögen
    • Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchen

    Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

    • Verständnis für Naturwissenschaften
    • mathematisches Verständnis
    • Planungsfähigkeit
    • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
    • logisch-analytisches Denken
    • Problemlösungsfähigkeit
    • technisches Verständnis
    • systematische Arbeitsweise

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

    • Teamfähigkeit

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

    • Aufmerksamkeit
    • Flexibilität
    • Sicherheitsbewusstsein
    • Umweltbewusstsein
    • Aufmerksamkeit
    • Belastbarkeit

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

    • Sinn für Sauberkeit

Berufsschulen

Berufsschule Linz 3

Makartstraße 3

4020 Linz

Fachberufsschule St. Veit a.d. Glan

Dr.-Arthur-Lemisch-Straße 5

9300 St. Veit/Glan

Landesberufsschule St. Pölten

Hötzendorfstraße 8

3100 St. Pölten

Tiroler Fachberufsschule Sankt Nikolaus

Innstraße 36

6020 Innsbruck

[{"title":"Berufsschule Linz 3","street":"Makartstra\u00dfe 3","zipcode":"4020","city":"Linz","latitude":48.2888648,"longitude":14.3021238},{"title":"Fachberufsschule St. Veit a.d. Glan","street":"Dr.-Arthur-Lemisch-Stra\u00dfe 5","zipcode":"9300","city":"St. Veit\/Glan","latitude":46.7709106,"longitude":14.3604971},{"title":"Landesberufsschule St. P\u00f6lten","street":"H\u00f6tzendorfstra\u00dfe 8","zipcode":"3100","city":"St. P\u00f6lten","latitude":48.20258399999999,"longitude":15.6156711},{"title":"Tiroler Fachberufsschule Sankt Nikolaus","street":"Innstra\u00dfe 36","zipcode":"6020","city":"Innsbruck","latitude":47.2734612,"longitude":11.3941218}]

FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Was ist die Probezeit?

Bei Beginn eines neuen Arbeitsverhältnisses musst du eine sogenannte Probezeit durchlaufen. Für Lehrlinge geht diese 3 Monate. Das gibt dir und deinem Arbeitgeber Zeit euch kennenzulernen und zu schauen ob diese Ausbildung das Richtige für dich ist. In der Probezeit kannst du sowie dein Chef das Arbeitsverhältnis ohne Angabe von Gründen beenden.

Wie lange geht meine Lehrausbildung?

Die Dauer deiner Lehrausbildung kann zwischen zwei und vier Jahre liegen. Das kommt auf deinen Lehrberuf an. Unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ findest du alle Lehrberufe, die du in Vorarlberg erlernen kannst. Bei jedem der einzelnen Lehrberufe steht auch dabei, wie lange deine Ausbildung geht.

Was ist eigentlich ein Motivationsschreiben?

Das Motivationsschreiben bzw. Bewerbungsschreiben ist Teil deiner Bewerbungsunterlagen. In deinem Motivationsschreiben machst du dem Betrieb klar, warum genau du der/die Richtige für die Lehrstelle bist. Wenn du dich im Vorhinein über das Unternehmen schlau machst, fällt dir das Schreiben bestimmt einfacher. Gib dein Motivationsschreiben vor dem Absenden am besten einem Erwachsenen zum Korrekturlesen – eine gute Bewerbung ist vor allem fehlerfrei!

Soll ich zum Tag der offenen Tür gehen, wenn das ein Unternehmen anbietet?

Ja, unbedingt. Warum? Weil du die Möglichkeit erhältst einen Blick hinter die Kulissen zu werfen: Du lernst die Firma und deinen möglichen zukünftigen Lehrberuf besser kennen, kannst mit Lehrlingen und Ausbildern vor Ort sprechen und alle deine Fragen stellen usw. Wenn das Unternehmen auch Schnuppertage anbietet und du dich für eine Lehrstelle dort interessierst, melde dich gleich zum Schnuppertag an – dort erhältst du weitere, noch tiefere Einblicke ins Unternehmen und den Lehrberuf.

Wie finde ich offene Lehrstellen?

Alle Ausbildungsbetriebe findest du unter dem Menüpunkt „Lehrbetriebe“. Hier siehst du auch gleich welche Betriebe in welchen unterschiedlichen Lehrberufen ausbilden. Du kannst dir die Websites der Betriebe anschauen, die dir gefallen und oft findest du dort auch offene Lehrstellen. Aber auch auf anderen Wegen findest du offene Lehrstellen: In den Berufsinfozentren (BIZ Bregenz, BIZ Feldkirch, BIZ Bludenz ), bei der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer und der Landwirtschaftskammer, bei der Lehrlings- und Jugendabteilungen der Arbeiterkammer und im BIFOInformationszentrum Dornbirn kannst du dich über offenen Lehrstellen informieren. Oft findest du auch Stelleninserate in der Zeitung oder aber Familienmitglieder und Freunde wissen über offene Lehrstellen in einer Firma Bescheid. Wenn möglichst viele Personen wissen, dass du auf Lehrstellensuche bist, können sie dich bei deiner Suche unterstützen. Sollte es nicht klappen, erkundige dich beim BIFO nach der Möglichkeit des Jugendcoachings – hier hilft dir dein persönlicher Coach bei der Lehrstellensuche.

Wie finde ich Betriebe, die Lehrlinge ausbilden?

Unter dem Menüpunkt „Lehrbetriebe“ findest du eine Auflistung aller Betriebe Vorarlbergs, die Lehrlinge ausbilden und auch in welchen einzelnen Lehrberufen. Wenn du schon weißt welchen Beruf du gerne erlernen willst, klicke einfach auf den Lehrberuf unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ und du findest die Firmen, die Lehrlinge genau in deinem gewünschten Beruf ausbilden.

Arbeitsbereiche

Chemieverfahrenstechniker/innen werden nicht nur in chemischen Betrieben gebraucht, sondern auch in verwandten Industriebereichen. Beispiele hierfür sind: die Agrikulturchemie, die Baustoffchemie, die Elektronikindustrie, die Erdölindustrie, die Arzneimittelchemie, die Kunststofftechnik, die Nahrungsmittelchemie, die Papier- und Zellstoffindustrie, die Photochemie, die Textilchemie, die Waschmittelchemie und die Umwelttechnik. Der Tätigkeitsbereich ist also extrem groß.

Chemieverfahrenstechniker/innen achten darauf, dass die – meist computergesteuerte –

Produktion der chemischen Produkte reibungslos abläuft. Damit dies gelingt, bereiten sie die Anlagen vor, machen die Grundeinstellungen, führen kleinere Montage- und Demontagearbeiten durch, warten und reinigen die Anlage. Sobald diese Tätigkeiten erledigt sind, beschicken sie die Anlage mit den Rohstoffen und geben der Maschine Befehle zur Stoffaufbereitung, zur thermischen Trennung, zur Entstaubung usw.

Während des gesamten Produktionsprozesses führt der/die Chemieverfahrenstechniker/in immer wieder Kontrollen durch. Er entnimmt Proben, die er selbst untersucht. Er misst die Temperatur, den Druck, den pH-Wert und den Durchfluss. Falls etwas nicht optimal ist, macht er Anpassungen, um zu garantieren, dass das Produkt am Schluss ein Top-Qualität hat. Der Chemieverfahrenstechniker hat auch die wichtige Aufgabe dafür zu sorgen, dass Hygiene- und Sicherheitsvorschriften eingehalten werden, das Protokoll geführt wird und, dass die Umweltstandards respektiert werden. Erfahrene Chemieverfahrenstechniker/innen arbeiten sogar an der Weiterentwicklung und Verbesserung der Produkte mit.

Arbeitsumfeld

Chemieverfahrenstechniker/innen haben ihren Arbeitsplatz in Produktionshallen und Betriebslabors. Zu den Arbeitskollegen/-kolleginnen gehören: Chemiker/innen, Chemielabortechniker/innen, Biologen/Biologinnen und Hilfskräfte der Produktion.

Sie tragen Schutzkleidung, Mundschutz, Schutzbrillen und Handschuhe.

Arbeitsmittel

Chemieverfahrenstechniker/innen arbeiten an manuell- und computergesteuerten Produktionsanlagen sowie mit Laborcomputern, Mikroskopen, Thermometern, Photometern. Sie verwenden bei ihrer Arbeit auch Reagenzgläser, Vakuumsfilter, Kolben und noch vieles mehr.

Lehre und Matura?

Das Ausbildungsmodell Lehre und Matura ist die erste Wahl für alle Jugendlichen, die eine praxisorientierte Fachausbildung mit einer breiten Allgemeinbildung verbinden wollen
Mehr erfahren