Lehre als

Drucktechnik – Bogenflachdruck

Wie viel Farbe und Papier braucht man für den Druck von 1.000 Plakaten? Diese Frage kannst du als BogenflachdrucktechnikerIn ohne Schwierigkeiten beantworten. Du weißt genau was an der Druckmaschine zu tun ist, damit am Ende das gewünschte Produkte herauskommt.

Kurzbeschreibung

Drucktechniker*innen mit Schwerpunkt Bogenflachdruck sind hauptsächlich für das Bedienen, Warten und Kontrollieren der jeweiligen Druckmaschinen (Bogenoffsetmaschinen) verantwortlich. Beim Bogenflachdruck werden einzelne Bögen bedruckt. Wichtige Produkte sind Prospekte, Plakate, Werbesendungen, Geschäftsdrucksachen, Bildpostkarten, Landkarten und Verpackungen. In größeren Druckereien arbeiten sie gemeinsam mit anderen Fachkräften des Druckereiwesens sowie mit Fachkräften des Mediendesigns zusammen. Bei ihrer Arbeit haben sie außerdem Kontakt zu ihren Auftraggeber*innen und Kund*innen.

Tätigkeiten

  • facheinschlägige Werkzeuge, Geräte und Maschinen bedienen
  • Arbeitsabläufe planen und den Druckprozess vorbereiten
  • digitale und analoge Daten aufbereiten
  • Flachdruck-Druckformen (Druckplatten) herstellen
  • Druckfarben auswählen und abmischen
  • Ein- und Mehrfarben-Bogenflachdruckmaschinen steuern; qualitätsrelevante Prozessdaten erfassen, auswerten und dokumentieren
  • Druckprodukte zur Weiterverarbeitung vorbereiten

So viel wirst du in etwa verdienen

Dein Lehrlingseinkommen (brutto) laut Kollektivvertrag (Stand 2022).

536

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

813

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.255

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.518

4. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

In jedem Beruf brauchst du ganz spezielles fachlisches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen, welche fachlichen Kompetenzen in diesem Beruf besonders wichtig sind.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Auge-Hand-Koordination
  • gute Reaktionsfähigkeit
  • gutes Sehvermögen
  • Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchen

 

Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Gefühl für Farben und Formen
  • gestalterische Fähigkeit
  • gute Beobachtungsgabe
  • gutes Augenmaß
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • technisches Verständnis

 

Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kund*innenorientierung

 

Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Geduld
  • Umweltbewusstsein

Berufsschulen

Berufsschule für Chemie, Grafik und gestaltende Berufe

Hütteldorfer Straße 7-17

1150 Wien

Berufsschule Linz 9

Wiener Straße 181

4020 Linz

Landesberufsschule 2 Salzburg

Makartkai 1

5020 Salzburg

Landesberufsschule Bregenz 2

Feldweg 25

6900 Bregenz

Landesberufsschule Graz 7

Hans-Brandstetter-Gasse 12

8010 Graz

Landesberufsschule St. Pölten

Hötzendorfstraße 8

3100 St. Pölten

Tiroler Fachberufsschule Sankt Nikolaus

Innstraße 36

6020 Innsbruck

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FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Was ist die Probezeit?

Bei Beginn eines neuen Arbeitsverhältnisses musst du eine sogenannte Probezeit durchlaufen. Für Lehrlinge geht diese 3 Monate. Das gibt dir und deinem Arbeitgeber Zeit euch kennenzulernen und zu schauen ob diese Ausbildung das Richtige für dich ist. In der Probezeit kannst du sowie dein Chef das Arbeitsverhältnis ohne Angabe von Gründen beenden.

Wie oft muss ich in die Berufsschule?

Neben der Arbeit im Betrieb muss jeder Lehrling in die Berufsschule gehen. Je nach Lehrberuf besuchst du als Lehrling eine Berufsschule in Vorarlberg oder in einem anderen Bundesland – deshalb variiert auch wie oft bzw. wie lange du die Berufsschule besuchst: In die ganzjährige Berufsschule gehst du mindestens einen ganzen Tag oder zwei halbe Tage in der Woche. Bei der lehrgangsmäßigen Berufsschule gehst du nicht wöchentlich zur Schule, sondern mindestens 8 Wochen durchgehend am Stück. Bei der saisonmäßigen Berufsschule wird die Schulzeit auf eine bestimmte Jahreszeit geblockt.

Brutto-/Nettolohn – wo liegt der Unterschied?

Ganz einfach erklärt ist der Nettolohn das, was am Ende des Monats auf deinem Bankkonto landet. Von deinem Bruttolohn werden Steuern und Abgaben abgezogen – was am Ende übrigbleibt und tatsächlich dir gehört, ist der Nettolohn. Somit kannst du dir merken: Brutto – Steuern und Abgaben = Netto

Was muss ich vor dem Bewerbungsgespräch beachten?

Plane am Tag des Bewerbungsgesprächs genug Zeit ein, du solltest niemals zu spät zum vereinbarten Termin kommen. Informier' dich schon vorher wie du am besten zur Adresse des Unternehmens kommst, welcher Bus oder Zug dich dort hinbringt oder wie lange die Fahrt dauert. Achte auf ein gepflegtes Aussehen, lass unbedingt den Kaugummi weg und schalte dein Handy aus. Sollte es passieren, dass du den Termin absagen musst (z. B. weil du krank bist) ruf früh genug bei deiner Ansprechperson im Unternehmen an und verschiebe deinen Termin.

Vollständige Bewerbungsunterlagen: Was gehört alles dazu?

Mit einer vollständigen Bewerbung, die in Erinnerung bleibt, hast du schon die halbe Miete! Wichtig ist dabei der Lebenslauf mit einem Foto von dir (kein Selfie!) und das Bewerbungsschreiben. Auch Kopien von Schulzeugnissen solltest du nicht vergessen. Kleiner Tipp: Mit einem Deckblatt kannst du die Bewerbung einzigartiger gestalten.

In meinem Wunschbetrieb ist die Lehre, die ich gerne machen würde, nicht ausgeschrieben – muss ich mir jetzt etwas Anderes überlegen?

Wenn du deinen Traumberuf auf Anhieb nirgends ausgeschrieben siehst, ist das nicht unbedingt ein Grund die Zukunftspläne komplett überdenken zu müssen – du kannst dich auch bei einem Betrieb bewerben, ohne dass dieser eine Stellenanzeige geschalten hat. Das nennt man Initiativbewerbung.

Arbeitsbereiche

Bogenflachdrucktechniker*innen bereiten alle erforderlichen Materialien (z. B. Farben, Papier) vor. Bevor der Druckvorgang beginnt, wird genau festgelegt, wie die Text- und Bildteile der gewünschten Drucksache auf den späteren Bedruckstoffen angeordnet sein sollen. Zu den Vorbereitungsaufgaben zählen z. B. das Programmieren der Farben für die Einfüllung in die Farbbehältnisse oder Pumpsysteme, die Vorjustierung, die Erstellung von Farbskalen etc. Während des Druckvorganges überwachen sie die Maschinen. Sie prüfen und messen die Druckqualität, Passgenauigkeit, Farbwerte und Farbdosierung. Um optimale Druckergebnisse zu erzielen, dient das Original, ein Andruck oder ein Proof als Orientierungshilfe. Nach dem Druckvorgang werden die Maschinen gereinigt und gewartet und für den nächsten Druckvorgang vorbereitet.

Bedruckstoffe sind hauptsächlich Papier und Karton, es können aber auch Alufolien, Kunststofffolien und – mit Einschränkungen – Bleche bedruckt werden. Wichtige Produkte sind Prospekte, Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Plakate, Werbesendungen, Geschäftsdrucksachen, Bildpostkarten, Landkarten und Verpackungen.

Der Flachdruck (= Offsetdruck) ist heute das meist verwendete Druckverfahren. Dabei liegen druckende und nicht druckende Teile auf der gleichen Ebene einer Metallplatte. “Off-Set” (= englisch für “absetzen”) bedeutet, die druckenden Stellen stoßen Wasser ab und nehmen die fettige Druckfarbe an. Da es sich beim Offsetdruck um ein indirektes Druckverfahren handelt, sind die Kopiervorlagen positive, seitenverkehrte Strich- oder Rasterfilme (Lithos). Man unterscheidet zwischen Bogenauflagendruck (Bogenoffset) und Rollenrotationsdruck (Rollenoffset), siehe hierzu °Drucktechnik – Rollenrotationsdruck (Lehrberuf)#. Beim Bogenoffsetdruck bedrucken Bogenoffsetmaschinen einzelne, geschnittene Bögen.

Arbeitsumfeld

Drucktechniker*innen im Bereich Bogenflachdruck arbeiten vor allem in Druckereien, die Drucksachen im Flachdruckverfahren fertigen, vereinzelt auch in Betrieben aus dem Umfeld der Druckbranche, z. B. in Satzstudios und Reproanstalten oder in Betrieben der Druckweiterverarbeitung. Dabei sind sie vorwiegend in Produktionshallen und Werkstätten tätig.

Bogenflachdrucker*innen arbeiten selbstständig an den Maschinen, zum Teil werden die Maschinen aber auch im Team geführt. Bei ihrer Arbeit haben sie Kontakte zu ihren Auftraggeber*innen (siehe z. B. °Werbefachmann / Werbefachfrau#, °Grafiker*in#, °Medienfachmann / Medienfachfrau – Grafik, Print, Publishing und audiovisuelle Medien (Audio, Video und Animation) (Lehrberuf)#) und zu Berufskolleg*innen, die in der Weiterverarbeitung tätig sind (z. B. °Buchbindetechnik und Postpresstechnologie (Lehrberuf)#, °Verpackungstechnik (Lehrberuf)#).

Arbeitsmittel

Drucktechniker*innen im Bereich Bogenflachdruck arbeiten an Ein- und Mehrfarbenflachdruckmaschinen. An diesen stellen sie Flackdruck-Druckformen (Druckerplatten) her und hantieren bei der Farbabmischung mit unterschiedlichen Druckfarben. Zur Qualitätskontrolle verwenden sie Vorlagen (Andrucke, Proofs oder Originale) und für Wartungsarbeiten Handwerkzeuge (z. B. Schraubenzieher, Schraubenschlüssel) und Schmier- und Reinigungsmittel.

Lehre und Matura?

Das Ausbildungsmodell Lehre und Matura ist die erste Wahl für alle Jugendlichen, die eine praxisorientierte Fachausbildung mit einer breiten Allgemeinbildung verbinden wollen
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