Lehre als

Käserei- Molkereiwirtschaft

Was haben Pizza, Käsknöpfle oder das tägliche Müsli am Morgen gemeinsam? Richtig - Milch bzw. Käse! Als Facharbeiter/in für Käserei- und Molkereiwirtschaft lernst du, wie Milch und Käse hergestellt werden.

Kurzbeschreibung

FacharbeiterInnen Molkerei- und Käsereiwirtschaft verarbeiten Rohmilch zu Milchprodukten und Käse. Sie erzeugen u. a. Butter, Joghurt und Topfen, Rahm, Vollmilch, Magermilch und verschiedene Käsesorten. Sie führen laufend Qualitätskontrollen durch, verpacken die Produkte und lagern sie. FacharbeiterInnen Molkerei- und Käsereiwirtschaft arbeiten in kleinen genossenschaftlichen oder familieneigenen landwirtschaftlichen Betrieben. Sie sind gemeinsam mit BerufskollegInnen und Hilfskräften tätig und stehen in Kontakt mit LandwirtInnen, LieferantInnen und KundInnen.

Tätigkeiten

  • Rohmilch bei der Milchannahme übernehmen und wiegen
  • chemische, physikalische und mikrobiologische Untersuchungen an den Milchproben durchführen
  • Pasteuranlagen, Separatoren und Homogenisieranlagen zur Trennung der Milch in verschiedene Bestandteile (Vollmilch, Magermilch, Rahm) bedienen und überwachen
  • laufend Qualitätskontrollen durchführen
  • Milch zu verschiedenen Milchprodukten (Topfen, Joghurt, Butter, Buttermilch etc.) durch Zusetzen von bestimmten Milchsäure- und Pilzkulturen weiterverarbeiten
  • verschiedene Käsesorten herstellen, den Reifeprozess im Gärkeller laufend überwachen
  • fertige Milchprodukte abfüllen und verpacken
  • Gerätschaften, Maschinen, Kannen und Behälter warten, reinigen und desinfizieren

So viel wirst du in etwa verdienen

Deine Lehrlingsentschädigung (brutto) laut Kollektivvertrag (Stand 2019).

935

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1,214

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1,423

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

-

4. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.

Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in DIESEM Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.

Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • gute körperliche Verfassung
  • guter Geschmackssinn
  • Kraft
  • Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchen

     

    Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • chemisches Verständnis
  • gute Beobachtungsgabe
  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • kaufmännisches Verständnis
  • technisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kundinnen-/Kundenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität
  • Gesundheitsbewusstsein
  • Kreativität
  • Sicherheitsbewusstsein

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • Hygienebewusstsein
  • Infektionsfreiheit

Berufsschulen

Landwirtschaftliche Berufsschule – Fachrichtung Molkereiwirtschaft

Rotholz 50a

6200 Jennbach

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FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Welche Lehrlingsinitiativen gibt es in meiner Region?

In Vorarlberg gibt es eine Vielzahl von regionalen Lehrlingsinitiativen, die sich in deiner Region für die Lehrlingsausbildung stark machen. Hier findest du eine Übersicht über die verschiedenen Initiativen: • Leiblachtal, www.leiblachtal-erleben.eu • Werkraum Bregenzerwald, www.werkraum.at • Lehre Hofsteig, www.hofsteig.com • Lehrlingsinitiative Lustenau, www.lustenau.at/lehre • Hohenemser Lehrlingsbörse, www.hohenems.at/lehrlingsboerse • EXTRIX Lehre am Kumma, www.extrix.at • WIGE im Vorderland & HeartBeat, www.wige-vorderland.at • Lehre im Walgau, www.lehre-im-Walgau.at • Lehre Montafon, www.lehremontafon.at

Muss ich mich selber bei der Berufsschule anmelden?

Nein, das macht das Unternehmen für dich, bei dem du die Lehre beginnst.

Wie finde ich meine Stärken heraus?

Jeder von uns hat Stärken und Schwächen. Mit ein paar einfachen Fragen kannst du schnell herausfinden, worin deine Stärken liegen. Hast du dir schon einmal überlegt, was du gut kannst? Wofür dich deine Familie oder Freunde schon gelobt haben? Ist es der Umgang mit anderen Menschen, mit Tieren oder das handwerkliche Arbeiten? Bist du kreativ und hast viele neue Ideen? Zeig, was du drauf' hast!

Muss ich beim Bewerbungsgespräch wirklich einen Anzug tragen?

Das hängt ganz von dem Unternehmen und der Lehrstelle ab, für die du dich bewirbst. Nicht zu jeder Lehrausbildung passt ein Anzug! Denk daran: Wie du dich kleidest, sagt viel über dich aus und bietet dir eine Möglichkeit, dich selbst zu repräsentieren.

Vollständige Bewerbungsunterlagen: Was gehört alles dazu?

Mit einer vollständigen Bewerbung, die in Erinnerung bleibt, hast du schon die halbe Miete! Wichtig ist dabei der Lebenslauf mit einem Foto von dir (kein Selfie!) und das Bewerbungsschreiben. Auch Kopien von Schulzeugnissen solltest du nicht vergessen. Kleiner Tipp: Mit einem Deckblatt kannst du die Bewerbung einzigartiger gestalten.

In meinem Wunschbetrieb ist die Lehre, die ich gerne machen würde, nicht ausgeschrieben – muss ich mir jetzt etwas Anderes überlegen?

Wenn du deinen Traumberuf auf Anhieb nirgends ausgeschrieben siehst, ist das nicht unbedingt ein Grund die Zukunftspläne komplett überdenken zu müssen – du kannst dich auch bei einem Betrieb bewerben, ohne dass dieser eine Stellenanzeige geschalten hat. Das nennt man Initiativbewerbung.

Arbeitsbereiche

FacharbeiterInnen Molkerei- und Käsereiwirtschaft nehmen die Rohmilch entgegen, die in Tanksammelwägen oder Kannen von landwirtschaftlichen Betrieben angeliefert wird. Sie registrieren das Gewicht der Milch, entnehmen Proben, um die Milchqualität festzustellen und leiten die abgefüllte Milch weiter. Zur Milchverarbeitung reinigen sie zuerst die Milch, homogenisieren sie und trennen sie mit Hilfe von Zentrifugen und Separatoren in Vollmilch, Magermilch und Rahm. Die verschiedenen Milcharten werden, je nach Verwendungszweck, entweder als Trinkmilch abgefüllt oder zu Topfen, Joghurt oder Butter weiterverarbeitet. Dabei bedienen und überwachen FacharbeiterInnen Molkerei- und Käsereiwirtschaft u. a. Butterungs-, Kühl- und Abfüllanlagen.

Bei der Käseerzeugung setzen die FacharbeiterInnen Molkerei- und Käsereiwirtschaft der Milch Säurekulturen zu. Im Käsefertiger fügen sie zur Gerinnung der Milch Lab bei. Dieses Gemisch wird durch Formen, Wenden und Pressen in Trockenmasse (Käse) und Wasser (Molke) getrennt. FacharbeiterInnen Molkerei- und Käsereiwirtschaft schöpfen die Käsemasse ab, zur Nachbehandlung legen sie diese in ein Salzbad und bringen sie abschließend zum Reifen in den Gär- bzw. Lagerkeller. Die FacharbeiterInnen Molkerei- und Käsereiwirtschaft verfolgen die Reifeentwicklung des Käses und führen zur Gewinnung verschiedener Käsesorten unterschiedliche Endbehandlungen durch.

Während der Herstellungsprozesse kontrollieren FacharbeiterInnen Molkerei- und Käsereiwirtschaft im Labor laufend die Qualität der Produkte und untersuchen sowohl die Milch als auch die Zwischen- und Endprodukte. Außerdem sind sie für die fachgemäße Reinigung und Desinfektion der Produktionsräume und -anlagen zuständig.

Arbeitsumfeld

FacharbeiterInnen Molkerei- und Käsereiwirtschaft arbeiten mit BerufskollegInnen bzw. mit Familienangehörigen (landwirtschaftliche Familienbetriebe) und verschiedenen Fach- und Hilfskräften zusammen und stehen in Kontakt mit °LandwirtIn#nen, LieferantInnen und KundInnen.

INFO: Der Tätigkeitsbereich von FacharbeiterInnen Molkerei- und Käsereiwirtschaft entspricht weitgehend jenen von MilchtechnologInnen, siehe °Milchtechnologie (Lehrberuf)#. Der Unterschied liegt darin, dass der Lehrberuf FacharbeiterInnen Molkerei- und Käsereiwirtschaft ein durch Landesgesetze geregelter landwirtschaftlicher Lehrberuf ist, während der Lehrberuf Milchtechnologie ein durch Bundesgesetze geregelter gewerblicher Lehrberuf ist.

Arbeitsmittel

FacharbeiterInnen Molkerei- und Käsereiwirtschaft arbeiten an Produktionsmaschinen und -anlagen, wie z. B. Milchwaagen, Zentrifugen, Käsefertiger, Anlagen zur Pasteurisierung und Homogenisierung. Sie verwenden verschiedene Mess- und Prüfgeräte und entnehmen Proben. Sie hantieren mit Milch und Milchkannen, Käselaiben, Molkeprodukten, Butter usw. Zur Reinigung und Desinfizierung der Anlagen und Behälter verwenden sie Säuren, Laugen und Desinfektionsmittel.

FacharbeiterInnen Molkerei- und Käsereiwirtschaft tragen Schutzkleidung wie Kittel, Mundschutz und Gummistiefel.
Für die Planung und Dokumentation ihrer Arbeit, der Material- und Stundenaufzeichnungen und insbesondere der Prüfergebnisse usw. setzen sie Computer, Notebooks und Tablets mit entsprechender Büro- und Spezialsoftware ein.

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