Lehre als

Brau- und Getränketechniker/in

Bis Geränke zum Durstlöschern werden, ist viel zu tun. Wie aus Zutaten wie Wasser, Hopfen, Hefe und Malz die unterschiedlichen Biersorten werden, lernst du in der Lehre zum Brau- und GetränketechnikerIn.

Kurzbeschreibung

Brau- und Getränketechniker*innen erzeugen nicht-alkoholische und alkoholische Getränke. Sie brauen Bier und produzieren Biermischgetränke, Erfrischungsgetränke, Fruchtsäfte usw. Sie reinigen, sortieren und lagern die Grundstoffe, überwachen und kontrollieren einzelne Teilbereiche des Produktionsvorgangs – die meisten zur Getränkeherstellung notwendigen Arbeitsschritte sind automatisiert. Im Anschluss an die Herstellung füllen Brau- und Getränketechniker*innen die Getränke in Fässer, Flaschen, Dosen usw. ab.
Brau- und Getränketechniker*innen sind vorwiegend in Großbetrieben der Brau- und Getränkeindustrie tätig. Sie arbeiten mit Berufskolleg*innen und anderen Mitarbeiter*innen der Brauerei- und Getränkeindustrie zusammen.

Tätigkeiten

  • Rohstoffe (z. B. Braugerste, Hopfen, Früchte, Gemüse) übernehmen, sortieren, reinigen und lagern
  • Maschinen zur Getränkeherstellung bedienen
  • Produktionsvorgänge an computergesteuerten Maschinen überwachen
  • erforderliche Temperaturen während der Gärung regeln und Gärvorgang kontrollieren
  • Jungbier in Fässer abpumpen, im Lagerkeller einlagern
  • Klarheit, Kohlensäuregehalt, Alkoholgehalt des Bieres während der Nachgärung kontrollieren
  • Anlagen zur Saftgewinnung bedienen, Fruchtsäfte filtrieren und haltbar machen
  • Getränke (Bier, Fruchtsäfte, Mineralwasser, Limonaden usw.) in Flaschen und andere Gebindeformen (Getränkeverpackungen) abfüllen
  • Qualitätskontrollen durchführen
  • Gerätschaften, Anlagen und Behälter reinigen und desinfizieren
  • Kund*innen beraten, Schankanlagen aufbauen und einrichten
  • Einhaltung der Hygienevorschriften laufend kontrollieren und beachten

So viel wirst du in etwa verdienen

Dein Lehrlingseinkommen (brutto) laut Kollektivvertrag (Stand 2022).

683-1.033

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

910-1.328

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.365-1.918

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.483-1.918

4. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

In jedem Beruf brauchst du ganz spezielles fachlisches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen, welche fachlichen Kompetenzen in diesem Beruf besonders wichtig sind.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • guter Geruchssinn
  • guter Geschmackssinn
  • Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchen

     

    Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • chemisches Verständnis
  • gute Beobachtungsgabe
  • technisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Aufgeschlossenheit
  • Kommunikationsfähigkeit

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Eigeninitiative
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Sicherheitsbewusstsein
  • Umweltbewusstsein

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild
  • Hygienebewusstsein

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Organisationsfähigkeit
  • systematische Arbeitsweise

Berufsschulen

Private Berufsschule für Brau- und Getränketechnik, Destillateure am Österreichischen Getränkeinstitut

Garnisonstraße 10

3400 Klosterneuburg

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FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Was regelt der Kollektivvertrag?

Der Kollektivvertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen dir und deinem Arbeitgeber. Er gilt immer für die ganze Branche, also gibt es beispielweise einen Kollektivvertrag für die komplette Verkaufsbranche. Das garantiert, dass niemand, der in dieser Branche arbeitet nachteilig behandelt wird. Der Kollektivvertrag, der dann zwischen dir und deinem Arbeiter besteht beinhaltet vor allem Regelungen zum Mindestlohn, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und zur Arbeitszeit.

Nach dem Bewerbungsgespräch: Was tun, wenn sich niemand meldet?

Erkundige dich nach deinem Bewerbungsgespräch, bis wann du benachrichtigt wirst ob du die Lehrstelle bekommst. Sollte sich bis dahin niemand bei dir melden, kannst du im Unternehmen anrufen und dich höflich erkundigen.

Vollständige Bewerbungsunterlagen: Was gehört alles dazu?

Mit einer vollständigen Bewerbung, die in Erinnerung bleibt, hast du schon die halbe Miete! Wichtig ist dabei der Lebenslauf mit einem Foto von dir (kein Selfie!) und das Bewerbungsschreiben. Auch Kopien von Schulzeugnissen solltest du nicht vergessen. Kleiner Tipp: Mit einem Deckblatt kannst du die Bewerbung einzigartiger gestalten.

Wie funktioniert die Lehre & Matura?

Das Ausbildungsmodell Lehre und Matura ist die erste Wahl für alle Jugendlichen, die eine praxisorientierte Fachausbildung mit einer breiten Allgemeinbildung verbinden wollen. Wenn du dich für eine Lehre & Matura entscheidest, verbindest du gleich vieles miteinander: Du erhältst eine Fachausbildung, verdienst Geld, sammelst Berufserfahrung und hast somit perfekte Aufstiegschancen. Facts zu Lehre & Matura: • Deine Lehre muss mindestens drei Jahre dauern • Im zweiten Lehrjahr beginnt an einem zusätzlichen Nachmittag dein Unterricht an einer frei wählbaren Berufsschule in Vorarlberg • Das Angebot ist für dich als Lehrling kostenfrei • Der „Ausstieg“ ist ohne Auswirkungen auf deine Lehrausbildung jederzeit möglich • Nach deiner Lehrzeit geht es mit Abendunterricht weiter – bis zum fünften Jahr nach Lehrbeginn. Du bist interessiert oder hast Fragen? Dann melde dich bei der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer Vorarlberg unter T 05522-305-1155 oder lehre@wkv.at.

Was muss ich vor dem Bewerbungsgespräch beachten?

Plane am Tag des Bewerbungsgesprächs genug Zeit ein, du solltest niemals zu spät zum vereinbarten Termin kommen. Informier' dich schon vorher wie du am besten zur Adresse des Unternehmens kommst, welcher Bus oder Zug dich dort hinbringt oder wie lange die Fahrt dauert. Achte auf ein gepflegtes Aussehen, lass unbedingt den Kaugummi weg und schalte dein Handy aus. Sollte es passieren, dass du den Termin absagen musst (z. B. weil du krank bist) ruf früh genug bei deiner Ansprechperson im Unternehmen an und verschiebe deinen Termin.

Wie finde ich den passenden Lehrberuf?

Auf unserer Website findest du eine Auflistung aller Lehrberufe, die du in Vorarlberg erlernen kannst. Wenn du noch gar nicht weißt, welcher Lehrberuf dich besonders interessiert, dann klick dich doch Mal durch die einzelnen Lehrberufe – du wirst staunen wie viele unterschiedliche Lehrberufe es gibt. Unter der Rubrik „Termine“ findest du alle Events, Messen und Informationsveranstaltungen, die in der nächsten Zeit stattfinden. Dort vorbeizuschauen lohnt sich auf jeden Fall und hilft dir bei der Suche nach dem passenden Lehrberuf weiter.

Arbeitsbereiche

Brau- und Getränketechniker*innen sind mit allen Tätigkeiten, die zur Bier- und Getränkeherstellung erforderlich sind, befasst. Ein wesentlicher Teil ihres Tätigkeitsbereiches besteht aus der Steuerung, Bedienung und Überwachung der Produktionsanlagen. Dabei achten sie ständig auf die Einhaltung der Hygienevorschriften und führen regelmäßige Qualitätskontrollen durch.

Sie stellen Malz her, indem sie Gerste weichen, keimen und rösten. Zusammen mit Wasser, Hopfen und Hefe brauen sie daraus dann Bier. Dazu setzen sie das Malz mit Wasser an und läutern die entstandene Maische, trennen also die festen von den flüssigen Teilen. Im Anschluss kochen Brau- und Getränketechniker*innen die Würze, kühlen sie und lassen sie gären. Die Reifung des Bieres dauert 5 bis 16 Wochen, danach wird es in Flaschen, Dosen bzw. Fässer abgefüllt.
Die Verkostung des Bieres gehört hier zum Beruf. Schließlich müssen Geschmack, Farbe und Schaumbildung stimmen, denn Laboruntersuchungen allein können nicht feststellen, ob das Bier auch so schmeckt, wie es schmecken soll.

Sowohl bei der Herstellung von Bier als auch bei jener von Fruchtsäften und Limonaden arbeiten Brau- und Getränketechniker*innen an der Auswahl und Prüfung der Rohstoffe mit. Sie kontrollieren, ob die Produkte einwandfrei sind und lagern sie fachgerecht. Sie bedienen die Anlagen zur Saftgewinnung (Mühlen, Passiermaschinen, Pressen), besorgen die Filtration und Haltbarmachung der Getränke und deren Abfüllung in Fässer, Flaschen, Dosen, Tetrapacks und andere Getränkeverpackungen.

Brau- und Getränketechniker*innen sind auch an der Verbreitung der Getränke beteiligt: Sie beraten Kund*innen z. B. im Gastronomiebereich und installieren und prüfen Schankanlagen.

Arbeitsumfeld

Brau- und Getränketechniker*innen arbeiten in Produktions- und Lagerhallen von Betrieben der Brau- und Getränkeindustrie. Sie arbeiten in den einzelnen Teilen der Brauerei wie z. B. Mälzerei, Sudhaus, Gärkeller, im Lager- und Filterkeller und in der Abfüllung. Dabei bedienen sie Maschinen und Anlagen und nutzen Softwareprogramme zur computergesteuerten Produktion (CAM).

Unter anderem sind sie im Team mit Berufskolleg*innen, Braumeister*innen, aber auch Hilfskräften der Produktion und °Lagerarbeiter*in#nen tätig. Mitunter haben sie Kontakt zu Lieferanten und Kunden.

Arbeitsmittel

Brau- und Getränketechniker*innen verwenden für ihre Arbeit je nach Getränk, das produziert wird, diverse Obstsorten, Gemüse, Gerste, Hopfen, Wasser und Aromen. Sie bedienen und warten unterschiedliche Maschinen und Anlagen, wie z. B. Malzentkeimungsmaschinen, Malzschrotanlagen, Brauwasseraufbereitungsanlagen, Abfüllanlagen, Mühlen, Pressen, Bottiche und Pfannen. Sie produzieren die Getränke nach vorgegebenen Rezepturen oder entwickeln eigene Rezepte.

Lehre und Matura?

Das Ausbildungsmodell Lehre und Matura ist die erste Wahl für alle Jugendlichen, die eine praxisorientierte Fachausbildung mit einer breiten Allgemeinbildung verbinden wollen
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