Lehre als
Modellbauer/in
Bevor eine Maschine oder eine Karosserie für ein Auto gebaut werden kann, braucht es ein Modell. Hier kommst du als ModellbauerIn ins Spiel. Dafür planst du das Modell vorher am Computer und fertigst es danach selber an.
Kurzbeschreibung
ModellbauerInnen stellen Modelle aus Holz, Kunststoff oder Metall her, die als Vorlage für die Einzel- und Serienfertigung z. B. von Maschinenbauteilen, Karosserieteilen, Kunststoffprodukten oder Gießereierzeugnissen benutzt werden. Sie fertigen die Modelle (Werkstückmodelle) nach Plänen und Werkzeichnungen, in denen die genauen Maße eingetragen sind, an. Die Einzelteile bearbeiten ModellbauerInnen mit hochmodernen, computergestützten Bearbeitungsmethoden (CNC-Maschinen). Abschließend bearbeiten sie die Werkstücke mit Werkzeugen wie Bohr-, Hobel-, Fräs-, Schleif- und Poliermaschinen nach und stellen sie fertig. ModellbauerInnen arbeiten vorwiegend in Betrieben der Metall verarbeitenden Industrie im Team mit BerufskollegInnen sowie mit verschiedenen Fach- und Hilfskräften zusammen.
Achtung: Dieser Beruf ist ab 1. September 2022 auslaufend. Nachfolge-Lehrberuf: TischlereitechnikIn – Schwerpunkt Modell- und Formenbau
Tätigkeiten
- technische Pläne und Werkzeichnungen lesen und anfertigen
- Modelle und Gussformen aus Metall, Holz oder Kunststoff nach Plänen und Werkzeichnungen herstellen
- dabei verschiedene Metall verarbeitende Verfahren anwenden, wie z. B. Sägen, Bohren, Schleifen, Fräsen, Gewindeschneiden, Schweißen, Fügen, Leimen, Kleben
- computergesteuerte Werkzeugmaschinen einstellen und bedienen
- Modellteile zusammenbauen und montieren
- Qualitätskontrollen durchführen
- Nachbearbeitungen und Feinarbeiten durchführen, z. B. Polieren, Schleifen, Schmirgeln
- Oberflächenbehandlungen am fertigen Werkstück durchführen, z. B. Lackieren, Schmieren, Versiegeln
- Maschinen, Geräte und Werkzeuge reinigen und warten
- technische Unterlagen, Betriebsbücher, Arbeitsjournale, Wartungsprotokolle usw. führen
So viel wirst du in etwa verdienen
800-1.000
1. Lehrjahr
laut Kollektivvertrag
970-1.380
2. Lehrjahr
laut Kollektivvertrag
1.411-1.840
3. Lehrjahr
laut Kollektivvertrag
1.825-2.070
4. Lehrjahr
laut Kollektivvertrag
Anforderungen
Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.
Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in DIESEM Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.
Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?
- Auge-Hand-Koordination
- Fingerfertigkeit
- gute körperliche Verfassung
- gutes Sehvermögen
- Unempfindlichkeit gegenüber Staub
Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?
- gestalterische Fähigkeit
- gutes Augenmaß
- handwerkliche Geschicklichkeit
- logisch-analytisches Denken / Kombinationsfähigkeit
- Planungsfähigkeit
- räumliches Vorstellungsvermögen
- technisches Verständnis
Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?
- Kommunikationsfähigkeit
- Kundinnen-/Kundenorientierung
Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?
- Aufmerksamkeit
- Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
- Flexibilität
- Geduld
- Kreativität
- Umweltbewusstsein
- Zielstrebigkeit
Berufsschulen
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Landesberufsschule Dornbirn 1
Eisengasse 38a
6850 Dornbirn
FAQs
Brutto-/Nettolohn – wo liegt der Unterschied?
Ganz einfach erklärt ist der Nettolohn das, was am Ende des Monats auf deinem Bankkonto landet. Von deinem Bruttolohn werden Steuern und Abgaben abgezogen – was am Ende übrigbleibt und tatsächlich dir gehört, ist der Nettolohn. Somit kannst du dir merken: Brutto – Steuern und Abgaben = Netto
Was ist eigentlich ein Motivationsschreiben?
Das Motivationsschreiben bzw. Bewerbungsschreiben ist Teil deiner Bewerbungsunterlagen. In deinem Motivationsschreiben machst du dem Betrieb klar, warum genau du der/die Richtige für die Lehrstelle bist. Wenn du dich im Vorhinein über das Unternehmen schlau machst, fällt dir das Schreiben bestimmt einfacher. Gib dein Motivationsschreiben vor dem Absenden am besten einem Erwachsenen zum Korrekturlesen – eine gute Bewerbung ist vor allem fehlerfrei!
Brutto-/Nettolohn – wo liegt der Unterschied?
Ganz einfach erklärt ist der Nettolohn das, was am Ende des Monats auf deinem Bankkonto landet. Von deinem Bruttolohn werden Steuern und Abgaben abgezogen – was am Ende übrigbleibt und tatsächlich dir gehört, ist der Nettolohn. Somit kannst du dir merken: Brutto – Steuern und Abgaben = Netto
Wie finde ich meine Stärken heraus?
Jeder von uns hat Stärken und Schwächen. Mit ein paar einfachen Fragen kannst du schnell herausfinden, worin deine Stärken liegen. Hast du dir schon einmal überlegt, was du gut kannst? Wofür dich deine Familie oder Freunde schon gelobt haben? Ist es der Umgang mit anderen Menschen, mit Tieren oder das handwerkliche Arbeiten? Bist du kreativ und hast viele neue Ideen? Zeig, was du drauf' hast!
Was ist eigentlich ein Motivationsschreiben?
Das Motivationsschreiben bzw. Bewerbungsschreiben ist Teil deiner Bewerbungsunterlagen. In deinem Motivationsschreiben machst du dem Betrieb klar, warum genau du der/die Richtige für die Lehrstelle bist. Wenn du dich im Vorhinein über das Unternehmen schlau machst, fällt dir das Schreiben bestimmt einfacher. Gib dein Motivationsschreiben vor dem Absenden am besten einem Erwachsenen zum Korrekturlesen – eine gute Bewerbung ist vor allem fehlerfrei!
Wie finde ich Betriebe, die Lehrlinge ausbilden?
Unter dem Menüpunkt „Lehrbetriebe“ findest du eine Auflistung aller Betriebe Vorarlbergs, die Lehrlinge ausbilden und auch in welchen einzelnen Lehrberufen. Wenn du schon weißt welchen Beruf du gerne erlernen willst, klicke einfach auf den Lehrberuf unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ und du findest die Firmen, die Lehrlinge genau in deinem gewünschten Beruf ausbilden.
Arbeitsbereiche
Bevor ein Motor produziert, eine Maschine zusammengebaut wird oder neue Kunststoffprodukte in Serienproduktion gehen, stellen ModellbauerInnen detail- und maßstabgetreue Modelle von diesen Produkten und dessen Einzelteilen her. Die Modelle dienen als Vorlage für die Produktion sowie zu Demonstrationszwecken für KundInnen und NutzerInnen.
ModellbauerInnen stellen diese Werkstückmodelle aus Metall, Holz oder Kunststoff nach technischen Plänen und Zeichnungen her. Werkstückmodelle werden vor allem für die Anfertigung von Gussformen für den Metall- und Kunststoffguss benötigt. Die ModellbauerInnen stellen die einzelnen Modellteile her und bauen sie anschließend zusammen. Sie übertragen die Maße aus den Werkzeichnungen und planen den Aufbau des Modells. Sie wählen die entsprechenden Materialien wie z. B. Metall, Holz oder Kunststoff aus und bearbeiten sie mit computergesteuerten (CNC-)Werkzeugmaschinen. Für Fein- und Korrekturarbeiten kommen verschiedene Werkzeuge und Handmaschinen wie z. B. Feilen, Sägen, Hämmer, Bohr-, Dreh-, Hobel-, Polier- oder Schleifmaschinen zum Einsatz.
Bei der Herstellung einer Sandgussform wird das Werkstückmodell in Formsand eingebettet. Nach dem Feststampfen des Sandes wird das Modell wieder herausgenommen. In den daraus entstandenen Hohlraum gießen die ModellbauerInnen geschmolzenes Metall ein. Die daraus erzeugten Modelle werden z. B. für die Herstellung von Maschinen- und Motorteilen, Turbinen oder Kunststoffprodukten benötigt. Die fertigen Modellteile und Gussformen werden gereinigt, poliert und mit Lack, Öl oder Konservierungsmittel oberflächenbehandelt. Weiters gehören verschiedene Wartungs-, Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten an Werkzeugen, Geräten und Maschinen zu ihren Aufgaben.
Arbeitsumfeld
ModellbauerInnen sind in Werkstätten von Gewerbebetrieben sowie in Werks- und Produktionshallen von Betrieben der metallverarbeitenden Industrie und der Gießereiindustrie tätig. Sie arbeiten im Team mit BerufskollegInnen und verschiedenen Fach- und Hilfskräften zusammen (siehe z. B. °KonstrukteurIn – Maschinenbautechnik (Lehrberuf)#, °Metalltechnik (Modullehrberuf)#, °Gießereitechnik – Eisen- und Stahlguss (Lehrberuf)#, °Gießereitechnik – Nichteisenmetallguss (Lehrberuf)#).
Arbeitsmittel
ModellbauerInnen bedienen verschiedene Anlagen, Geräte und Maschinen, wie z. B. Schweiß- und Lötgeräte, Schneidbrenner, Schleif- und Bohrmaschinen und steuern und programmieren computergesteuerte (CNC-)Werkzeugmaschinen. Sie verwenden verschiedene Handwerkzeuge wie Feilen, Schraubenzieher und Schraubenschlüssel und hantieren mit verschiedenen Werkstoffen und Materialien, wie z. B. Bleche, Metalle, Holz und Kunststoffe. Weiters führen sie technische Unterlagen wie Pläne und Werkzeichnungen, Betriebs- und Montageanleitungen sowie Betriebsbücher, Arbeitsjournale und Wartungsprotokolle.
Lehre und Matura?
Vielleicht doch etwas anderes?
Konstrukteur/in – Metallbautechnik
Wenn du etwas planst, ist es immer was größeres: Hallen, Brücken oder Türen sind hier nur einige Beispiele! Hast du also ein Gespür für Handwerk und Computer, bist du hier genau Richtig!
Kälteanlagentechniker/in
Wenn's im Sommer zu heiß wird, freut sich jeder über eine Klimaanlage. Geht es um Kühlgeräte aller Art bist genau du der Profi in Sachen Handwerk und Montage!
Labortechniker/in (HM Biochemie)
Für dich ist alles interessant, das man nicht mit freiem Auge sehen kann? Je mikroskopischer desto besser? Labortechniker*innen mit dem Hauptmodul Biochemie arbeiten mit diesen Kleinsten aller Kleinen: Viren, Zellkulturen, Bakterien...
Spengler/in
Kannst du dir ein Haus ohne Dach vorstellen? Nein? Wir uns auch nicht. Damit jedes Haus durch ein Dach geschützt ist, braucht es gut gelernte SpenglerInnen. Wo gebaut wird, ist bist du nicht wegzudenken!
Tischler/in
Vom Bett, über den Stuhl und den Kasten würdest du am liebsten alles selber machen? Dann bist du in einer Lehre zum/zur TischlerIn bestens aufgehoben.
Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutztechnik
Als besonderer Techniker schützt du Häuser vor Feuer, Lärm und Kälte. Wenn du gerne handwerklich arbeitest, wirst du hier zum absoluten Spezialisten.