Lehre als
Orthopädietechnik – Prothesentechnik
Mit Ärzten arbeiten und Menschen neue Hoffnung geben? Prothesentechnik kann wahre Wunder vollbringen!
Kurzbeschreibung
OrthopädietechnikerInnen im Bereich Prothesentechnik stellen nach medizinischen Unterlagen Prothesen (= künstlicher Ersatz fehlender Körperteile) her, die zum Ausgleich von Fehlbildungen und Erkrankungen des menschlichen Bewegungsapparates dienen. Sie verarbeiten Materialien wie Holz, Metall, Kunststoff und Silikon. Sie hantieren mit verschiedenen Werkzeugen und Geräten und bedienen computergesteuerte Mess- und Fertigungseinrichtungen. Sie arbeiten in Werkstätten von orthopädischen Fachgeschäften oder in orthopädischen Abteilungen von Krankenhäusern im Team mit BerufskollegInnen und haben Kontakt zu Fachkräften aus dem medizinischen Bereich, z. B. FachärztInnen für Orthopädie und PhysiotherapeutInnen.
Tätigkeiten
- auf der Grundlage von ärztlichen Verordnungen orthopädische Prothesen herstellen
- KundInnen und PatientInnen beraten und informieren
- technische und medizinische Unterlagen anfertigen, lesen und anwenden
- Werkstücke abmessen, abformen und modellieren; Einzelstücke in Handarbeit anfertigen
- dabei verschiedene Holz- und Metallverarbeitungstechniken anwenden, wie z. B. Schneiden, Sägen, Schleifen, Bohren, Fräsen Formen, Löten, Nieten, Kleben, Leimen
- Prothesen an den Gliedmaßen bzw. am Körper der KundInnen anpassen
- Prothesen warten, reparieren und instandhalten
- Maschinen, Geräte und Werkzeuge reinigen, pflegen und warten, einfache Instandhaltungsarbeiten durchführen
So viel wirst du in etwa verdienen
967-1.050
1. Lehrjahr
laut Kollektivvertrag
1.126-1.270
2. Lehrjahr
laut Kollektivvertrag
1.464-1.625
3. Lehrjahr
laut Kollektivvertrag
1.958-2.110
4. Lehrjahr
laut Kollektivvertrag
Anforderungen
Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.
Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in DIESEM Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.
Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?
- Handgeschicklichkeit: präzises Anfertigen von Prothesen und Orthesen, Anpassen der Heilbehelfe, Zusammenbauen der einzelnen Teile
- Fingerfertigkeit: Feilen, Schleifen, Einpassen von Gelenken
- Auge-Hand-Koordination: Nähen, Zusammenbauen der einzelnen Teile, Befestigen kleiner Teile
Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?
- räumliche Vorstellungsfähigkeit: Modellieren, Herstellen von Prothesen, Anpassen der Prothesen
Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?
- Kommunikationsfähigkeit
- Kontaktfreude
- Kundinnen-/Kundenorientierung
- Selbstständigkeit
Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?
- technisches Verständnis: Anfertigen komplizierter Prothesen unter Einbeziehung der Elektronik
Berufsschulen
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Landesberufsschule Graz 1
Hans-Brandstetter-Gasse 12
8010 Graz
Berufsschule für Maschinen- und Fertigungstechnik und Elektronik
Apollogasse 1
1070 Wien
FAQs
Wie finde ich meine Stärken heraus?
Jeder von uns hat Stärken und Schwächen. Mit ein paar einfachen Fragen kannst du schnell herausfinden, worin deine Stärken liegen. Hast du dir schon einmal überlegt, was du gut kannst? Wofür dich deine Familie oder Freunde schon gelobt haben? Ist es der Umgang mit anderen Menschen, mit Tieren oder das handwerkliche Arbeiten? Bist du kreativ und hast viele neue Ideen? Zeig, was du drauf' hast!
Muss ich beim Bewerbungsgespräch wirklich einen Anzug tragen?
Das hängt ganz von dem Unternehmen und der Lehrstelle ab, für die du dich bewirbst. Nicht zu jeder Lehrausbildung passt ein Anzug! Denk daran: Wie du dich kleidest, sagt viel über dich aus und bietet dir eine Möglichkeit, dich selbst zu repräsentieren.
Was verdiene ich in meinem Lehrberuf?
Dein Lehrlingsgehalt ist in einem Kollektivvertrag geregelt. Wenn es bei deiner Ausbildung keinen Kollektivvertrag gibt, wird die Lehrlingsentschädigung im Lehrlingsvertrag vereinbart. In jedem Jahr deiner Lehrzeit steigt dein Gehalt an. Unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ findest du bei jedem Lehrberuf dein Gehalt je nach Lehrjahr. Bitte beachte, dass dies dein Lohn, je nach Betrieb und deinem Arbeitsbereich variieren können.
Soll ich zum Tag der offenen Tür gehen, wenn das ein Unternehmen anbietet?
Ja, unbedingt. Warum? Weil du die Möglichkeit erhältst einen Blick hinter die Kulissen zu werfen: Du lernst die Firma und deinen möglichen zukünftigen Lehrberuf besser kennen, kannst mit Lehrlingen und Ausbildern vor Ort sprechen und alle deine Fragen stellen usw. Wenn das Unternehmen auch Schnuppertage anbietet und du dich für eine Lehrstelle dort interessierst, melde dich gleich zum Schnuppertag an – dort erhältst du weitere, noch tiefere Einblicke ins Unternehmen und den Lehrberuf.
Muss ich mich selber bei der Berufsschule anmelden?
Nein, das macht das Unternehmen für dich, bei dem du die Lehre beginnst.
Was passiert bei einem Schnuppertag?
Viele Unternehmen bieten interessierten zukünftigen Lehrlingen die Möglichkeit in den Lehrberuf „hinein zu schnuppern“. Du verbringst einen Tag in der Firma, kannst dich über den Lehrberuf informieren, erste Handgriffe und Tätigkeiten ausprobieren und den Betrieb kennenlernen.
Arbeitsbereiche
Orthopädie ist ein Teilbereich der Medizin, welcher Deformationen des Körpers korrigiert. Für den medizinisch-chirurgischen Bereich sind FachärztInnen für Orthopädie zuständig, für den technischen und handwerklichen Bereich die OrthopädietechnikerInnen, die orthopädische Hilfsmittel anfertigen. Bei der Herstellung von Prothesen kommt es vor allem auch auf die Funktionalität (z. B. Greifen, Gehen) des Hilfsmittels (der Prothese) an. Moderne Techniken, wie z. B. das Maßnehmen per Laser, unterstützen bei der Ausführung der Arbeiten. Durch neue Technologien werden aber auch die Funktionen einiger orthopädischer Hilfsmittel verfeinert. Es gibt zum Beispiel elektronisch gesteuerte Prothesen, weshalb OrthopädietechnikerInnen auch über Kenntnisse der Elektronik, Pneumatik, Hydraulik und Biomechanik verfügen.
ProthesentechnikerInnen arbeiten auf der Grundlage ärztlicher Anweisungen. Zunächst nehmen sie die Körpermaße ihrer KundInnen und fertigen Werkskizzen und Gipsmodelle an. Mit Hilfe der Modelle prüfen sie die Passform und nehmen Anproben und Änderungen vor. Sie stellen alle erforderlichen Kunststoff- und Metallteile der Prothese her und bauen die einzelnen Teile zusammen. Neben der Herstellung gehören auch die Änderung sowie die Wartung und Reparatur von Prothesen zu den Aufgaben der ProthesentechnikerInnen. Sie beraten und informieren ihre KundInnen und PatientInnen in medizinisch-technischer Hinsicht und erklären die Handhabung und Verwendungsweise der Prothese. Außerdem führen sie verschiedene Wartungs-, Anpassungs- und Reparaturarbeiten an den Produkten durch.
Arbeitsumfeld
ProthesentechnikerInnen arbeiten mit BerufskollegInnen und weiteren Fach- und Hilfskräften in Werkstätten von gewerblichen Klein- und Mittelbetrieben. Sie haben direkten Kontakt zu ihren KundInnen und PatientInnen (beim Maßnehmen, bei der Anprobe, beim Verkauf). Sie arbeiten weiters eng mit den FachärztInnen für Orthopädie zusammen (siehe Arzt/Ärztin).
Arbeitsmittel
ProthesentechnikerInnen verwenden und verarbeiten Materialien wie Titan, Karbonfasern, Kunststoffe und Silikon sowie Holz, Metall, Baumwolle, Leinen und Filz. Dabei wenden sie verschiedene Bearbeitungstechniken wie Sägen, Formen, Löten, Kleben, Leimen, Schleifen, Bohren, Fräsen etc. an und hantieren mit Maschinen, Werkzeugen und Geräten wie Zangen, Scheren, Feilen, Hämmer, Fräs-, Löt- und Schweißmaschinen. Weiters programmieren und bedienen sie computerunterstützte Mess- und Fertigungsgeräte.
Lehre und Matura?
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