Lehre als

Schuhmacher/in

Wenn der Schuh drückt, bist du zur Stelle! In Maßarbeit fertigst du genau die Schuhe an, die sich der Kunde wünscht. Einen Schuh der nicht perfekt sitzt, gibt’s bei dir nicht!

Kurzbeschreibung

Wenn der Schuh einmal drückt, wissen Schuhmacher*innen, was zu tun ist. Sie fertigen Schuhe in Maßarbeit und Konfektion an und reparieren schadhafte Schuhe. Bei der Herstellung von Maßschuhen beraten sie Kund*innen, nehmen genau Maß, entwerfen die Modelle und arbeiten diese aus. Schuhmacher*innen verarbeiten Leder, synthetische und textile Werkstoffe von Hand oder an Näh- und Spezialmaschinen. Sie arbeiten zumeist in Werkstätten von gewerblichen Betrieben mit Arbeitskolleg*innen zusammen. Schuhmacher*innen haben Kontakt mit Kund*innen und Lieferant*innen.

Tätigkeiten

  • am Fuß der Kundschaft Maß nehmen, Leisten zurichten (Fußmodelle)
  • Schnittmuster für den Schaft (Schuhoberteil) zeichnen, Oberleder- und Futterlederteile zuschneiden
  • Lederkanten und -ränder mit Schärfmessern schärfen und buggen
  • die Futterlederteile auf die entsprechenden Oberlederteile aufkleben
  • die einzelnen Stücke mit Steppmaschinen zusammennähen
  • den fertigen Schaft über die Leisten überziehen und an die Leistensohle mit Holznägeln (Zwicken) anheften
  • die Innen- und Laufsohle zuschneiden
  • Laufsohle auf die Innensohle ankleben oder annageln
  • die Einzelstücke für den Absatz zuschneiden, die Teile zusammenkleben und den Absatz auf die Laufsohle annageln
  • Absatz und Sohle maschinell schleifen
  • den fertigen Schuh abschließend polieren und wachsen
  • beschädigte und abgetragene Schuhe reparieren

So viel wirst du in etwa verdienen

Dein Lehrlingseinkommen (brutto) laut Kollektivvertrag (Stand 2022).

525

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

640

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

905

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

-

4. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

In jedem Beruf brauchst du ganz spezielles fachlisches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen, welche fachlichen Kompetenzen in diesem Beruf besonders wichtig sind.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Fingerfertigkeit
  • gutes Sehvermögen

     

    Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Datensicherheit und Datenschutz
  • gestalterische Fähigkeit
  • gutes Augenmaß
  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • technisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kund*innenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Modebewusstsein

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Kreativität
  • Organisationsfähigkeit

Berufsschulen

Berufsschule für Chemie, Grafik und gestaltende Berufe

Hütteldorfer Straße 7-17

1150 Wien

Fachberufsschule Spittal a.d. Drau

Litzelhofenstraße 17

9800 Spittal/Drau

Landesberufsschule Schrems

Dr.-Theodor-Körner-Platz 1

3943 Schrems

Private Berufsschule Graz

Herrgottwiesgasse 50

8020 Graz

Tiroler Fachberufsschule für Garten, Raum und Mode – Expositur

Kaiser-Max-Straße 3

6060 Hall in Tirol

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FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

In welche Berufsschule muss ich gehen?

Unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ findest du nicht nur eine Auflistung aller in Vorarlberg möglichen Lehrberufe, sondern bei jedem Lehrberuf auch die Berufsschule, die die Lehrlinge besuchen.

Wie finde ich Betriebe, die Lehrlinge ausbilden?

Unter dem Menüpunkt „Lehrbetriebe“ findest du eine Auflistung aller Betriebe Vorarlbergs, die Lehrlinge ausbilden und auch in welchen einzelnen Lehrberufen. Wenn du schon weißt welchen Beruf du gerne erlernen willst, klicke einfach auf den Lehrberuf unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ und du findest die Firmen, die Lehrlinge genau in deinem gewünschten Beruf ausbilden.

Was oder wer ist ein Ausbilder?

In deinem Lehrbetrieb gibt es eine oder mehrere Personen, die dich durch deine Lehrzeit begleiten und dir alles lehren, was es in deinem Lehrberuf zu lernen gibt. Diese Personen Mitarbeiter nennt man Ausbilder. Sie haben eine Prüfung abgelegt und geben ihr Wissen und ihr Können an dich weiter. Sie sind für dich aber auch eine wichtige Bezugsperson während deine Lehrzeit: Bei Problemen oder Fragen kannst du dich immer an sie wenden.

Wie oft muss ich in die Berufsschule?

Neben der Arbeit im Betrieb muss jeder Lehrling in die Berufsschule gehen. Je nach Lehrberuf besuchst du als Lehrling eine Berufsschule in Vorarlberg oder in einem anderen Bundesland – deshalb variiert auch wie oft bzw. wie lange du die Berufsschule besuchst: In die ganzjährige Berufsschule gehst du mindestens einen ganzen Tag oder zwei halbe Tage in der Woche. Bei der lehrgangsmäßigen Berufsschule gehst du nicht wöchentlich zur Schule, sondern mindestens 8 Wochen durchgehend am Stück. Bei der saisonmäßigen Berufsschule wird die Schulzeit auf eine bestimmte Jahreszeit geblockt.

Wie kann ich mich für das Bewerbungsgespräch vorbereiten?

Übe Zuhause mit deiner Familie und oder Freunden das Vorstellungsgespräch. Informiere dich genau über das Unternehmen und deinen Lehrberuf. Überlege dir auch welche kritischen Fragen gestellt werden könnten, damit du darauf gute Antworten hast und nicht zu überrascht bist.

In meinem Wunschbetrieb ist die Lehre, die ich gerne machen würde, nicht ausgeschrieben – muss ich mir jetzt etwas Anderes überlegen?

Wenn du deinen Traumberuf auf Anhieb nirgends ausgeschrieben siehst, ist das nicht unbedingt ein Grund die Zukunftspläne komplett überdenken zu müssen – du kannst dich auch bei einem Betrieb bewerben, ohne dass dieser eine Stellenanzeige geschalten hat. Das nennt man Initiativbewerbung.

Arbeitsbereiche

Schuhmacher*innen verarbeiten Leder (Rinds-, Schweins-, Ziegenleder usw.), Gummimaterialien, synthetische Stoffe (Gore-Tex usw.) und für die Herstellung von Exklusivmodellen auch Textilien wie Brokat oder Satin. Sie stellen verschiedene Arten von Damen- und Herrenschuhen, Spezialanfertigungen wie Reitstiefel oder Schuhe in Über- und Untergrößen her.

Für die Maßanfertigung von Schuhen nehmen Schuhmacher*innen vorerst am Fuß der Kundschaft Maß und richten Leisten zu. Sie zeichnen Schnittmuster für den Schaft und schneiden danach die Oberleder- und Futterlederteile zu. Danach schärfen und buggen sie die Lederkanten und -ränder mit einem Messer und kleben die Futterteile auf die entsprechenden Oberteile.

Schuhmacher*innen nähen die einzelnen Teile mit der Steppmaschine zusammen. Sie ziehen den fertigen Schaft über den Leisten und heften die Sohle mit Holznägeln an den Schaft. Schließlich schneiden sie Innen- und Laufsohle zu und kleben oder nageln die Laufsohle auf die Innensohle. Sie schneiden die Einzelstücke für den Absatz zu, kleben die Teile zusammen und nageln den Absatz auf die Laufsohle. Abschließend schleifen sie Absatz und Sohle und polieren und wachsen die fertigen Schuhe.

Schuhmacher*innen, die in gewerblichen Betrieben arbeiten, reparieren auch beschädigte oder abgetragene Schuhe. In der industriellen Schuhfertigung arbeiten großteils Schuhfertiger*innen, Schuharbeiter*innen und weitere angelernte Hilfskräfte der Produktion an computergesteuerten Maschinen und Anlagen.

Arbeitsumfeld

Schuhmacher*innen arbeiten in temperierten Werkstätten, Werkhallen und Verkaufsräumen gemeinsam mit Arbeitskolleg*innen und Vorgesetzten und haben Kontakt zu Kund*innen und Lieferant*innen. In Industriebetrieben arbeiten sie mit Schuhfertiger*innen und Schuharbeiter*innen zusammen, siehe °Schuhfertigung (Lehrberuf)#, °Schuharbeiter*in#.

Arbeitsmittel

Schuhmacher*innen arbeiten an Nähmaschinen, Schärf-, Stepp-, Schleif-, Polier- und Klebemaschinen mit Leisten, Zwirn, Hämmern, Messern und Nägeln. Sie verarbeiten Leder sowie synthetische und textile Materialien und montieren Schnallen, Schleifen und Verschlüsse. Schuhmacher*innen verwenden zum Glätten, Polieren und Bügeln Vulkanisiermittel, Naturfasern, Klebemittel, Wachse und Polituren.

Lehre und Matura?

Das Ausbildungsmodell Lehre und Matura ist die erste Wahl für alle Jugendlichen, die eine praxisorientierte Fachausbildung mit einer breiten Allgemeinbildung verbinden wollen
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