Lehre als

Tapezierer/in und Dekorateur/in

Du siehst einen Raum und hast sofort 100 Ideen wie man noch schöner einrichten könnte? Tapezieren, Boden verlegen, Polster nähen – mit dir wird jeder Raum ein wahrer Hingucker!

Kurzbeschreibung

TapeziererInnen und DekorateurInnen gestalten Innenräume und Möbelstücke mit Hilfe von Tapeten und Stoffen. Sie tapezieren Wände, montieren Karniesen, verlegen bzw. verspannen Teppiche, Laminat-, Kork- und andere Böden und montieren Rollos, Markisen oder Jalousien. Außerdem führen sie Näharbeiten an Polstermöbeln und Matratzen durch und reparieren diese.

Sie arbeiten gemeinsam mit ihren KollegInnen vorwiegend in Klein- und Mittelbetriebe des Tapezierer- und Bettwarenerzeugergewerbes, teilweise aber auch in den Werkstätten und Werkshallen von Unternehmen der Polstermöbelindustrie, Bettwaren- und Matratzenfertigung. Bei Tapezier- und Montagearbeiten arbeiten sie direkt bei ihren KundInnen.

Tätigkeiten

  • KundInnen beraten
  • die Räume ausmessen, den Materialbedarf berechnen und einen Kostenvoranschlag erstellen
  • Altanstriche, alte Tapeten und Bodenbelege entfernen
  • Wände vorbehandeln (säubern, bürsten, schleifen, absaugen), Putzuntergründe ausbessern und vorstreichen
  • Tapezieren, Wand-, Decken- und Bodenbeläge verlegen
  • Licht-, Sicht- und Sonnenschutzanlagen (z. B. Vorhänge, Karniesen, Jalousien und Markisen) montieren, Sonnenschutzanlagen bespannen
  • Polstermöbel fertigen und reparieren
  • Stoffe zuschneiden und nähen
  • Innenräume gestalten

So viel wirst du in etwa verdienen

Dein Bruttogehalt laut Kollektivvertrag (Stand 2017).

522

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

717

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

850

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

-

4. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.

Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in DIESEM Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.

Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Fingerfertigkeit
  • gute körperliche Verfassung – über Kopf arbeiten

     

    Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Gefühl für Farben und Formen
  • gestalterische Fähigkeit
  • gutes Augenmaß
  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • systematische Arbeitsweise

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kundinnen-/Kundenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität
  • Geduld
  • Kreativität
  • Sicherheitsbewusstsein
  • Umweltbewusstsein

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • Mobilität (wechselnde Arbeitsorte)

Berufsschulen

Berufsschule für Chemie, Grafik und gestaltende Berufe

Hütteldorfer Straße 7-17

1150 Wien

Berufsschule Ried

Volksfeststraße 7

4910 Ried/Innkreis

Fachberufsschule Villach 1

Tiroler Straße 23

9500 Villach

Landesberufsschule Fürstenfeld

Gürtelgasse 8

8280 Fürstenfeld

Landesberufsschule Kuchl

Markt 332

5431 Kuchl bei Salzburg

Landesberufsschule Lilienfeld

Berghofstraße 14-26

3180 Lilienfeld

Tiroler Fachberufsschule für Garten, Raum und Mode

Mandelsbergerstraße 12

6020 Innsbruck

Tiroler Fachberufsschule für Garten, Raum und Mode – Expositur

Kaiser-Max-Straße 3

6060 Hall/Tirol

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FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Was muss ich vor dem Bewerbungsgespräch beachten?

Plane am Tag des Bewerbungsgesprächs genug Zeit ein, du solltest niemals zu spät zum vereinbarten Termin kommen. Informier' dich schon vorher wie du am besten zur Adresse des Unternehmens kommst, welcher Bus oder Zug dich dort hinbringt oder wie lange die Fahrt dauert. Achte auf ein gepflegtes Aussehen, lass unbedingt den Kaugummi weg und schalte dein Handy aus. Sollte es passieren, dass du den Termin absagen musst (z. B. weil du krank bist) ruf früh genug bei deiner Ansprechperson im Unternehmen an und verschiebe deinen Termin.

Wie kann ich mich für das Bewerbungsgespräch vorbereiten?

Übe Zuhause mit deiner Familie und oder Freunden das Vorstellungsgespräch. Informiere dich genau über das Unternehmen und deinen Lehrberuf. Überlege dir auch welche kritischen Fragen gestellt werden könnten, damit du darauf gute Antworten hast und nicht zu überrascht bist.

Wie funktioniert die Lehre & Matura?

Das Ausbildungsmodell Lehre und Matura ist die erste Wahl für alle Jugendlichen, die eine praxisorientierte Fachausbildung mit einer breiten Allgemeinbildung verbinden wollen. Wenn du dich für eine Lehre & Matura entscheidest, verbindest du gleich vieles miteinander: Du erhältst eine Fachausbildung, verdienst Geld, sammelst Berufserfahrung und hast somit perfekte Aufstiegschancen. Facts zu Lehre & Matura: • Deine Lehre muss mindestens drei Jahre dauern • Im zweiten Lehrjahr beginnt an einem zusätzlichen Nachmittag dein Unterricht an einer frei wählbaren Berufsschule in Vorarlberg • Das Angebot ist für dich als Lehrling kostenfrei • Der „Ausstieg“ ist ohne Auswirkungen auf deine Lehrausbildung jederzeit möglich • Nach deiner Lehrzeit geht es mit Abendunterricht weiter – bis zum fünften Jahr nach Lehrbeginn. Du bist interessiert oder hast Fragen? Dann melde dich bei der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer Vorarlberg unter T 05522-305-1155 oder lehre@wkv.at.

Was oder wer ist ein Ausbilder?

In deinem Lehrbetrieb gibt es eine oder mehrere Personen, die dich durch deine Lehrzeit begleiten und dir alles lehren, was es in deinem Lehrberuf zu lernen gibt. Diese Personen Mitarbeiter nennt man Ausbilder. Sie haben eine Prüfung abgelegt und geben ihr Wissen und ihr Können an dich weiter. Sie sind für dich aber auch eine wichtige Bezugsperson während deine Lehrzeit: Bei Problemen oder Fragen kannst du dich immer an sie wenden.

Nach dem Bewerbungsgespräch: Was tun, wenn sich niemand meldet?

Erkundige dich nach deinem Bewerbungsgespräch, bis wann du benachrichtigt wirst ob du die Lehrstelle bekommst. Sollte sich bis dahin niemand bei dir melden, kannst du im Unternehmen anrufen und dich höflich erkundigen.

Wie finde ich Betriebe, die Lehrlinge ausbilden?

Unter dem Menüpunkt „Lehrbetriebe“ findest du eine Auflistung aller Betriebe Vorarlbergs, die Lehrlinge ausbilden und auch in welchen einzelnen Lehrberufen. Wenn du schon weißt welchen Beruf du gerne erlernen willst, klicke einfach auf den Lehrberuf unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ und du findest die Firmen, die Lehrlinge genau in deinem gewünschten Beruf ausbilden.

Arbeitsbereiche

TapeziererInnen und DekorateurInnen sind im Bereich der Innenausstattung von Räumen mit der wohnlichen Gestaltung von Wänden, Decken und Böden beschäftigt. Ihre wichtigste Tätigkeit ist dabei das Anbringen von Tapeten und Verlegen von Böden, insbesondere Teppichböden. Außerdem entwerfen, dekorieren und restaurieren sie Polster- und andere Wohnmöbel, Matratzen und Bettwaren. In ihren Aufgabenbereich fallen auch verschiedene Näharbeiten mit groben und feinen Stoffen, mit denen die Räume ausgestattet und Möbel bezogen werden sowie Reparatur- und Renovierungsarbeiten.
Da die handwerkliche Fertigung von Polstermöbeln durch die Konkurrenz der Polstermöbelindustrie stark an Bedeutung verloren hat, bilden die Reparatur von Polstermöbeln und Tätigkeiten im Bereich der modernen Raumgestaltung einen Schwerpunkt im Tätigkeitsspektrum der TapeziererInnen und DekorateurInnen.

Bevor sie mit ihrer Arbeit beginnen, besichtigen sie die entsprechenden Räumlichkeiten, messen die Flächen aus und beraten ihre KundInnen über die Gestaltungsmöglichkeiten. Eine wichtige Aufgabe im Zuge der Arbeitsvorbereitung für das Tapezieren oder Bodenverlegen ist die fachgerechte Behandlung der Wände und Böden vor dem Streichen, Tapezieren oder Verlegen. Sie säubern, bürsten und schleifen die Untergründe und bessern fehlerhafte Stellen aus, da die aufzubringenden Tapeten aus unterschiedlichen Materialien (Papier-, Kork-, Gras-, Textil-, Metalltapeten) oder Farbaufstriche unterschiedlicher Zusammensetzungen (Öl- oder Wasserbasis) nur auf einwandfrei vorbereiteten Untergründen angebracht werden können. Das Anbringen von kompletten Wandverkleidungen bzw. -bespannungen z. B. mit Textilien, Leder, Kunststoff oder Holz gehört ebenfalls zu den Aufgaben von TapeziererInnen und DekorateurInnen.

Arbeitsumfeld

TapeziererInnen und DekorateurInnen arbeiten an häufig wechselnden Arbeitsorten bei ihren KundInnen meist im Inneren von Gebäuden. Im Zuge von größeren baulichen Vorhaben (z. B. Sanierungsarbeiten, Neubauten) arbeiten sie gemeinsam mit KollegInnen des Bauwesens aus unterschiedlichen Bereichen, siehe z. B. °BodenlegerIn (Lehrberuf)#, °InnenarchitektIn#, °RaumgestalterIn#.

Bei der Herstellung und Reparatur von Polstermöbeln arbeiten sie in den Werkstätten ihrer Betriebe. Sie haben Kontakte zu ihren KundInnen und LieferantInnen und in größeren Betrieben zu MitarbeiterInnen aus anderen Abteilungen (z. B. Rechnungswesen, Lagerhaltung).

Arbeitsmittel

TapeziererInnen und DekorateurInnen verwenden zur Bearbeitung der unterschiedlichen Materialien Werkzeuge (z. B. Hämmer, Pinsel, Stemm-, Schab- und Schleifwerkzeuge), Maschinen (z. B. Nähmaschinen) und Hilfsmittel (z. B. Kleber, Leisten, Stifte, Nägel, Klammern, Federkerne für Polstermöbel) usw. Außerdem müssen sie Bau- und Verlegezeichnungen lesen.

Lehre und Matura?

Das Ausbildungsmodell Lehre und Matura ist die erste Wahl für alle Jugendlichen, die eine praxisorientierte Fachausbildung mit einer breiten Allgemeinbildung verbinden wollen
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