Lehre als

Drucktechnik – Digitaldruck

Ganz egal ob Formular, Briefpapier oder Visitenkarte – du weißt genau was an der Druckmaschine zu tun ist, damit am Ende das gewünschte Produkt dabei herauskommt.

Kurzbeschreibung

DrucktechnikerInnen mit Schwerpunkt Digitaldruck sind für die Vorbereitung und Sicherung der digitalen Daten zuständig (z. B. Komprimieren von Daten, Archivieren, das Sichern und Verwalten auf geeigneten Datenträgern). Ihre Hauptaufgabe ist das Steuern und Kontrollieren der Digitaldruckmaschinen während des Druckvorganges. Zu ihren Produkten zählen Geschäftsdrucksachen (z. B. Formulare, Briefpapier, Visitenkarten), Verpackungen, Plakate und Werbesendungen etc. Sie arbeiten meist im Team mit ihren KollegInnen und haben Kontakte zu ihren AuftraggeberInnen und LieferantInnen.

Tätigkeiten

  • facheinschlägige Werkzeuge, Geräte und Maschinen handhaben
  • Arbeitsabläufe planen und den Druckprozess vorbereiten
  • digitale und analoge Daten aufbereiten
  • Druckformen für den Digitaldruck erstellen (Bebilderung in der Druckmaschine)
  • mit Datenbanken, Workflowmanagement und Personalisierung umgehen
  • Digitaldruckmaschinen steuern; qualitätsrelevante Prozessdaten erfassen, auswerten und dokumentieren
  • Druckprodukt zur Weiterverarbeitung vorbereiten

So viel wirst du in etwa verdienen

Dein Bruttogehalt laut Kollektivvertrag (Stand 2017).

429-538

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

640-852

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.058-1.275

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

1.372-1.481

4. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.

Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in DIESEM Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.

Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Auge-Hand-Koordination
  • gute körperliche Verfassung
  • gutes Sehvermögen
  • Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchen

     

    Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Gefühl für Farben und Formen
  • gestalterische Fähigkeit
  • IT-Anwenderkenntnisse
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • technisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kundinnen-/Kundenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Flexibilität
  • Kreativität

Berufsschulen

Berufsschule für Chemie, Grafik und gestaltende Berufe

Hütteldorfer Straße 7-17

1150 Wien

Berufsschule Linz 9

Wiener Straße 181

4020 Linz

Landesberufsschule 2 Salzburg

Makartkai 1

5020 Salzburg

Landesberufsschule Bregenz 2

Feldweg 25

6900 Bregenz

Landesberufsschule Graz 7

Hans-Brandstetter-Gasse 12

8010 Graz

Landesberufsschule St. Pölten

Hötzendorfstraße 8

3100 St. Pölten

Tiroler Fachberufsschule Sankt Nikolaus

Innstraße 36

6020 Innsbruck

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FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Was oder wer ist ein Ausbilder?

In deinem Lehrbetrieb gibt es eine oder mehrere Personen, die dich durch deine Lehrzeit begleiten und dir alles lehren, was es in deinem Lehrberuf zu lernen gibt. Diese Personen Mitarbeiter nennt man Ausbilder. Sie haben eine Prüfung abgelegt und geben ihr Wissen und ihr Können an dich weiter. Sie sind für dich aber auch eine wichtige Bezugsperson während deine Lehrzeit: Bei Problemen oder Fragen kannst du dich immer an sie wenden.

Was regelt der Kollektivvertrag?

Der Kollektivvertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen dir und deinem Arbeitgeber. Er gilt immer für die ganze Branche, also gibt es beispielweise einen Kollektivvertrag für die komplette Verkaufsbranche. Das garantiert, dass niemand, der in dieser Branche arbeitet nachteilig behandelt wird. Der Kollektivvertrag, der dann zwischen dir und deinem Arbeiter besteht beinhaltet vor allem Regelungen zum Mindestlohn, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und zur Arbeitszeit.

Brutto-/Nettolohn – wo liegt der Unterschied?

Ganz einfach erklärt ist der Nettolohn das, was am Ende des Monats auf deinem Bankkonto landet. Von deinem Bruttolohn werden Steuern und Abgaben abgezogen – was am Ende übrigbleibt und tatsächlich dir gehört, ist der Nettolohn. Somit kannst du dir merken: Brutto – Steuern und Abgaben = Netto

Soll ich zum Tag der offenen Tür gehen, wenn das ein Unternehmen anbietet?

Ja, unbedingt. Warum? Weil du die Möglichkeit erhältst einen Blick hinter die Kulissen zu werfen: Du lernst die Firma und deinen möglichen zukünftigen Lehrberuf besser kennen, kannst mit Lehrlingen und Ausbildern vor Ort sprechen und alle deine Fragen stellen usw. Wenn das Unternehmen auch Schnuppertage anbietet und du dich für eine Lehrstelle dort interessierst, melde dich gleich zum Schnuppertag an – dort erhältst du weitere, noch tiefere Einblicke ins Unternehmen und den Lehrberuf.

Wie finde ich offene Lehrstellen?

Alle Ausbildungsbetriebe findest du unter dem Menüpunkt „Lehrbetriebe“. Hier siehst du auch gleich welche Betriebe in welchen unterschiedlichen Lehrberufen ausbilden. Du kannst dir die Websites der Betriebe anschauen, die dir gefallen und oft findest du dort auch offene Lehrstellen. Aber auch auf anderen Wegen findest du offene Lehrstellen: In den Berufsinfozentren (BIZ Bregenz, BIZ Feldkirch, BIZ Bludenz ), bei der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer und der Landwirtschaftskammer, bei der Lehrlings- und Jugendabteilungen der Arbeiterkammer und im BIFOInformationszentrum Dornbirn kannst du dich über offenen Lehrstellen informieren. Oft findest du auch Stelleninserate in der Zeitung oder aber Familienmitglieder und Freunde wissen über offene Lehrstellen in einer Firma Bescheid. Wenn möglichst viele Personen wissen, dass du auf Lehrstellensuche bist, können sie dich bei deiner Suche unterstützen. Sollte es nicht klappen, erkundige dich beim BIFO nach der Möglichkeit des Jugendcoachings – hier hilft dir dein persönlicher Coach bei der Lehrstellensuche.

Wie finde ich Betriebe, die Lehrlinge ausbilden?

Unter dem Menüpunkt „Lehrbetriebe“ findest du eine Auflistung aller Betriebe Vorarlbergs, die Lehrlinge ausbilden und auch in welchen einzelnen Lehrberufen. Wenn du schon weißt welchen Beruf du gerne erlernen willst, klicke einfach auf den Lehrberuf unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ und du findest die Firmen, die Lehrlinge genau in deinem gewünschten Beruf ausbilden.

Arbeitsbereiche

Im Digitaldruck werden Text- und Bilddaten ohne Verwendung einer Druckform direkt aufs Papier gebracht. Im Gegensatz zu den klassischen Druckverfahren benötigt der Digitaldruck also keine Einricht-, bzw. Vorlaufzeit (Rüstzeit). Es kann ohne den Umweg über Film und Druckplatte gedruckt werden. Mit der Digitalisierung und den neuen Verfahren des Computer-to-Plate und Computer-to-Press wird der Beruf der DigitaldrucktechnikerIn zum High-Tech-Beruf. “Computer-to-Plate” ist der Fachausdruck für das Verfahren, bei dem ohne Umweg über Filme direkt aus dem Computer auf die Druckplatte belichtet wird. “Computer-to-Press” ist ein ähnliches Verfahren: Der Unterschied liegt darin, dass sich die Druckplatte bereits in der Druckmaschine befindet, wenn sie bebildert wird.
Wichtige Produkte im Digitaldruckverfahren sind Geschäftsdrucksachen (z. B. Formulare, Briefpapier, Visitenkarten), Verpackungen, Plakate, Werbebanner und Werbesendungen etc.

DigitaldrucktechnikerInnen sind für die Verarbeitung der digitalen Daten zuständig. Unter anderem komprimieren sie die Daten, archivieren und sichern sie auf geeigneten Datenträgern und verwalten die Datenbestände. Vor der Produktion wählen sie die jeweiligen Bedruckstoffe aus (z. B. Papier, Folien, Schilder) und überprüfen diese auf mögliche Fehler. Sie sind auch für die Auswahl der Toner, Tinten und Farben zuständig und füllen diese während des Druckprozesses nach. Vor dem Druck müssen die Digitaldruckmaschinen kalibriert werden, d. h. zur korrekten Reproduktion im Druck müssen alle verwendeten Geräte und Programme aufeinander abgestimmt werden.

Während der Produktion steuern und überwachen DigitaldrucktechnikerInnen den Druckprozess. Sie messen die Druckqualität, Passgenauigkeit und die Farbwerte. Um optimale Druckergebnisse zu erzielen, dient das Original, ein Andruck oder ein Proof als Orientierungshilfe.

Arbeitsumfeld

DigitaldrucktechnikerInnen üben ihre Tätigkeiten vorwiegend in Werk- und Produktionshallen von Betrieben des Druckereigewerbes aus. Sie arbeiten selbstständig an den Maschinen, zum Teil aber auch im Team mit ihren BerufskollegInnen. Je nach Auftrag haben sie Kontakte zu ihren AuftraggeberInnen und zu KollegInnen aus dem Medienbereich, die für die Gestaltung zuständig sind, siehe z. B. die Berufe °Werbefachmann/-frau#, °GrafikerIn#, °Multimedia-DesignerIn#, °Medienfachmann/-frau – Grafik, Print, Publishing und audiovisuelle Medien (Audio, Video und Animation) (Lehrberuf)#.

Arbeitsmittel

DrucktechnikerInnen im Bereich Digitaldruck arbeiten an Computern und an Digitaldruckmaschinen. Dabei hantieren sie mit unterschiedlichen Druckstoffen (z. B. Papier und Folien), mit Farben, Toner und Tinte und mit Datenträgern zur Speicherung der digitalen Daten. Zur Qualitätskontrolle verwenden sie Vorlagen (Andrucke, Proofs oder Originale) und für Wartungsarbeiten Handwerkzeuge (z. B. Schraubenzieher, Schraubenschlüssel), Schmier- und Reinigungsmittel.

Lehre und Matura?

Das Ausbildungsmodell Lehre und Matura ist die erste Wahl für alle Jugendlichen, die eine praxisorientierte Fachausbildung mit einer breiten Allgemeinbildung verbinden wollen
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