Lehre als
Verpackungstechnik
Sei es die Cornflakes, deine neuen Schuhe oder das Notebook – beinahe alles was du in einem Geschäft findest, ist verpackt. Als VerpackungstechnikerIn sind Verpackungen genau dein Spezialgebiet.
Kurzbeschreibung
VerpackungstechnikerInnen bedienen und überwachen Verarbeitungsmaschinen, die Verpackungen und Packstoffe aus Papier oder Kunststoff herstellen. Sie steuern, überwachen und sichern die Anlagen, warten die eingesetzten Maschinen, erkennen Fehler und Störungen und veranlassen die Behebung der Störung oder führen kleinere Reparaturen selbst durch. Teilweise entwerfen sie Packmittelmuster auch selbst und fertigen diese an. Die VerpackungstechnikerInnen arbeiten überwiegend im industriellen Bereich in Betrieben der Packmittel- und der Kunststoffindustrie. Dort sind sie vor allem in Werkshallen tätig. Sie haben bei ihrer Arbeit Kontakt mit BerufskollegInnen und anderen Fach- und Hilfskräften der industriellen Produktion.
Tätigkeiten
- die erforderlichen Materialien für die Produktion auswählen und prüfen
- die Stanzwerkzeuge für die Stanzmaschine herstellen
- die Maße von der technischen Zeichnung auf das Stanzbrett übertragen
- die Stanzwerkzeuge in die Produktionsmaschine einsetzen
- die Druckmaschine für die Gestaltung des Verpackungsmittels einstellen
- die Produktionsmaschinen überwachen und steuern, Störungen beheben
- Endprodukte kontrollieren
- die Produktionsmaschinen warten, Verschleiß- und Ersatzteile austauschen
- die Verpackungsmaschinen bei der Abpackung verschiedener Produkte überwachen, Störungen beheben
- Werkzeichnungen für den Packmittelzuschnitt am Zeichentisch entwerfen
- Muster als Vorlage für die maschinelle Produktion nach Entwürfen anfertigen
So viel wirst du in etwa verdienen
623-932
1. Lehrjahr
laut Kollektivvertrag
800-1.157
2. Lehrjahr
laut Kollektivvertrag
1.174-1.503
3. Lehrjahr
laut Kollektivvertrag
1.631-2.011
4. Lehrjahr
laut Kollektivvertrag
Anforderungen
Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.
Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in DIESEM Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.
Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?
- gute körperliche Verfassung
- gute Reaktionsfähigkeit
- gutes Sehvermögen
- Lärmunempfindlichkeit
Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?
- Gefühl für Farben und Formen
- gestalterische Fähigkeit
- handwerkliche Geschicklichkeit
- IT-Anwenderkenntnisse
- räumliches Vorstellungsvermögen
- systematische Arbeitsweise
- technisches Verständnis
Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?
- Aufgeschlossenheit
- Kommunikationsfähigkeit
- Kundinnen-/Kundenorientierung
Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?
- Aufmerksamkeit
- Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
- Flexibilität
- Sicherheitsbewusstsein
- Umweltbewusstsein
Berufsschulen
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Berufsschule für Chemie, Grafik und gestaltende Berufe
Hütteldorfer Straße 7-17
1150 Wien
FAQs
Was ist die Probezeit?
Bei Beginn eines neuen Arbeitsverhältnisses musst du eine sogenannte Probezeit durchlaufen. Für Lehrlinge geht diese 3 Monate. Das gibt dir und deinem Arbeitgeber Zeit euch kennenzulernen und zu schauen ob diese Ausbildung das Richtige für dich ist. In der Probezeit kannst du sowie dein Chef das Arbeitsverhältnis ohne Angabe von Gründen beenden.
Was oder wer ist ein Ausbilder?
In deinem Lehrbetrieb gibt es eine oder mehrere Personen, die dich durch deine Lehrzeit begleiten und dir alles lehren, was es in deinem Lehrberuf zu lernen gibt. Diese Personen Mitarbeiter nennt man Ausbilder. Sie haben eine Prüfung abgelegt und geben ihr Wissen und ihr Können an dich weiter. Sie sind für dich aber auch eine wichtige Bezugsperson während deine Lehrzeit: Bei Problemen oder Fragen kannst du dich immer an sie wenden.
Nach dem Bewerbungsgespräch: Was tun, wenn sich niemand meldet?
Erkundige dich nach deinem Bewerbungsgespräch, bis wann du benachrichtigt wirst ob du die Lehrstelle bekommst. Sollte sich bis dahin niemand bei dir melden, kannst du im Unternehmen anrufen und dich höflich erkundigen.
In welche Berufsschule muss ich gehen?
Unter dem Menüpunkt „Lehrberufe“ findest du nicht nur eine Auflistung aller in Vorarlberg möglichen Lehrberufe, sondern bei jedem Lehrberuf auch die Berufsschule, die die Lehrlinge besuchen.
Was regelt der Kollektivvertrag?
Der Kollektivvertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen dir und deinem Arbeitgeber. Er gilt immer für die ganze Branche, also gibt es beispielweise einen Kollektivvertrag für die komplette Verkaufsbranche. Das garantiert, dass niemand, der in dieser Branche arbeitet nachteilig behandelt wird. Der Kollektivvertrag, der dann zwischen dir und deinem Arbeiter besteht beinhaltet vor allem Regelungen zum Mindestlohn, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und zur Arbeitszeit.
Soll ich zum Tag der offenen Tür gehen, wenn das ein Unternehmen anbietet?
Ja, unbedingt. Warum? Weil du die Möglichkeit erhältst einen Blick hinter die Kulissen zu werfen: Du lernst die Firma und deinen möglichen zukünftigen Lehrberuf besser kennen, kannst mit Lehrlingen und Ausbildern vor Ort sprechen und alle deine Fragen stellen usw. Wenn das Unternehmen auch Schnuppertage anbietet und du dich für eine Lehrstelle dort interessierst, melde dich gleich zum Schnuppertag an – dort erhältst du weitere, noch tiefere Einblicke ins Unternehmen und den Lehrberuf.
Arbeitsbereiche
Automatisierung, EDV unterstütze Entwicklung und Fertigung sowie Digitalisierung haben in der Verpackungsherstellung längst Einzug gehalten. VerpackungstechnikerInnen betreuen die Maschinen und Anlagen (z. B. Druck-, Klebe- und Stanzmaschinen) zur Packmittelherstellung und überwachen und kontrollieren die Produktion. Sie stellen die Maschinen ein, führen Umstellungen durch, erkennen Produktionsstörungen und veranlassen die Behebung der Störung. Kleinere Reparaturen führen Verpackungstechniker auch selbst durch.
Weitere wichtige Aufgaben sind der Stanzformenbau und manchmal das Entwerfen und Anfertigen von Packmittelmustern. Zu den Produkten von VerpackungstechnikerInnen zählen Papiersäcke, Tragetaschen, Geschenkfolien, Plastiktüten, Packpapierprodukte, Rollenpapier und Säcke usw.
Umweltfreundliche und ressourcenschonende Materialien spielen in der Verpackungsindustrie mittlerweile eine große Rolle. Diese müssen einerseits alle an eine übliche Verpackung gestellten Anforderungen hinsichtlich Schutz des Verpackungsgutes, Hygiene, Reißfestigkeit usw. erfüllen und dürfen andererseits bei Herstellung und Entsorgung die Umwelt nicht belasten. Neben Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton treten immer häufiger auch Kunststoffverpackungen.
Arbeitsumfeld
VerpackungstechnikerInnen arbeiten überwiegend in Werkshallen von mittleren und großen Betrieben der Verpackungsmittelindustrie. In der Planung und im Entwurf sind sie in Büroräumen tätig. Sie arbeiten gemeinsam mit BerufskollegInnen und anderen Fach- und Hilfskräften der Produktion (siehe z. B. °Papiertechnik (Lehrberuf)#, °Prozesstechnik (Lehrberuf)#) und haben auch Kontakt zu Lieferanten und KundInnen.
Arbeitsmittel
VerpackungstechnikerInnen arbeiten an halb- und vollautomatischen Maschinen und Anlagen, wie z. B. Druck-, Klebe- und Stanzmaschinen. Sie programmieren, steuern und überwachen diese und führen Wartungs- und einfache Reparaturarbeiten durch. Bei der Kontrolle des Produktionsprozesses verwenden sie elektronische Kontroll- und Prüfgeräte. Als Ausgangsmaterialien setzen sie vor allem Papier, Pappe, Karton und Kunststoffe ein. Sie arbeiten aber auch an Zeichentischen und mit CAD Programmen
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Lehre und Matura?
Vielleicht doch etwas anderes
Buchbindetechniker/in – Postpresstechnologie (Schwerpunkt Buchfertigungstechnik)
Bücherbegeisterte aufgepasst: Wie viele Bücher stehen in deinem Regal? Wie viele davon sind Taschenbücher oder Hard Cover? Als Buchbindetechniker/in verpasst genau du jedem Buch mit dem passenden Umschlag den letzten Schliff.
Konstrukteur/in – Metallbautechnik
Wenn du etwas planst, ist es immer was größeres: Hallen, Brücken oder Türen sind hier nur einige Beispiele! Hast du also ein Gespür für Handwerk und Computer, bist du hier genau Richtig!
Labortechniker/in (HM Lack- und Anstrichmittel)
Farben sind deine Welt? Physik und Chemie waren schon immer deine Lieblingsfächer? Dann bist du als Labortechniker*in mit dem Hauptmodul Lack- und Anstrichmittel genau richtig. Untersuchungen mit den verschiedensten Stoffen und Experimente gehören hier zu deinem spannenden Arbeitsalltag.
Metalltechnik (HM Werkzeugbautechnik)
Jeder möchte mit Werkzeug arbeiten. Deshalb braucht es auch jemanden, der es herstellt! Und das bist du!
Papiertechniker/in
PapiertechnikerInnen verwandeln Holz zu Papier! In unterschiedlichen Arbeitsschritten erstellst du Schreibblöcke, Kartone und sonst noch alles, was man aus Papier so machen kann.
Prozesstechniker/in
Obwohl Maschinen bereits vieles von allein machen, braucht es natürlich MitarbeiterInnen, die sie bedienen können. Tritt ein Problem auf, bist du gefragt: Dank deinem Wissen steht keine Maschine still!