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Lehre als

Verpackungstechnik

Sei es die Wurst, deine neuen Schuhe oder das Notebook – beinahe alles was du in einem Geschäft findest, ist verpackt. Als VerpackungstechnikerIn sind Verpackungen genau dein Spezialgebiet.

Kurzbeschreibung

VerpackungstechnikerInnen bedienen und überwachen Verarbeitungsmaschinen, die Verpackungen und Packstoffe aus Papier oder Kunststoff herstellen. Sie steuern, überwachen und sichern die Anlagen, warten die eingesetzten Maschinen, erkennen Fehler und Störungen und veranlassen die Behebung der Störung oder führen kleinere Reparaturen selbst durch. Teilweise entwerfen sie Packmittelmuster auch selbst und fertigen diese an. Die VerpackungstechnikerInnen arbeiten überwiegend im industriellen Bereich in Betrieben der Packmittel- und der Kunststoffindustrie. Dort sind sie vor allem in Werkshallen tätig. Sie haben bei ihrer Arbeit Kontakt mit BerufskollegInnen und anderen Fach- und Hilfskräften der industriellen Produktion.

Tätigkeiten

  • die erforderlichen Materialien für die Produktion auswählen und prüfen
  • die Stanzwerkzeuge für die Stanzmaschine herstellen
  • die Maße von der technischen Zeichnung auf das Stanzbrett übertragen
  • die Stanzwerkzeuge in die Produktionsmaschine einsetzen
  • die Druckmaschine für die Gestaltung des Verpackungsmittels einstellen
  • die Produktionsmaschinen überwachen und steuern, Störungen beheben
  • Endprodukte kontrollieren
  • die Produktionsmaschinen warten, Verschleiß- und Ersatzteile austauschen
  • die Verpackungsmaschinen bei der Abpackung verschiedener Produkte überwachen, Störungen beheben
  • Werkzeichnungen für den Packmittelzuschnitt am Zeichentisch entwerfen
  • Muster als Vorlage für die maschinelle Produktion nach Entwürfen anfertigen

So viel wirst du in etwa verdienen

Deine Lehrlingsentschädigung (brutto) laut Kollektivvertrag (Stand 2019).

443-553

1. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

565-755

2. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

843-1.052

3. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

-

4. Lehrjahr

laut Kollektivvertrag

Anforderungen

Jeder Beruf erfordert ganz spezielle Sach- und Fachkenntnisse, die in der Ausbildung vermittelt werden. Daneben gibt es auch eine Reihe von Anforderungen, die praktisch in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören: Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit, genaues und sorgfältiges Arbeiten, selbstständiges Arbeiten, Einsatzfreude und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit) und Lernbereitschaft sind heute kaum noch wegzudenken.

Welche Fähigkeiten und Eigenschaften in DIESEM Beruf sonst noch erwartet werden, kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere Anforderungen, die häufig gestellt werden.

Denk daran: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • gute körperliche Verfassung
  • gute Reaktionsfähigkeit
  • gutes Sehvermögen
  • Lärmunempfindlichkeit

     

    Sachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Gefühl für Farben und Formen
  • gestalterische Fähigkeit
  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • IT-Anwenderkenntnisse
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • systematische Arbeitsweise
  • technisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Aufgeschlossenheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kundinnen-/Kundenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität
  • Sicherheitsbewusstsein
  • Umweltbewusstsein

Berufsschulen

Berufsschule für Chemie, Grafik und gestaltende Berufe

Hütteldorfer Straße 7-17

1150 Wien

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FAQs

Du hast Fragen? Wir haben Antworten.

Muss ich mich selber bei der Berufsschule anmelden?

Nein, das macht das Unternehmen für dich, bei dem du die Lehre beginnst.

Nach dem Bewerbungsgespräch: Was tun, wenn sich niemand meldet?

Erkundige dich nach deinem Bewerbungsgespräch, bis wann du benachrichtigt wirst ob du die Lehrstelle bekommst. Sollte sich bis dahin niemand bei dir melden, kannst du im Unternehmen anrufen und dich höflich erkundigen.

Was muss ich vor dem Bewerbungsgespräch beachten?

Plane am Tag des Bewerbungsgesprächs genug Zeit ein, du solltest niemals zu spät zum vereinbarten Termin kommen. Informier' dich schon vorher wie du am besten zur Adresse des Unternehmens kommst, welcher Bus oder Zug dich dort hinbringt oder wie lange die Fahrt dauert. Achte auf ein gepflegtes Aussehen, lass unbedingt den Kaugummi weg und schalte dein Handy aus. Sollte es passieren, dass du den Termin absagen musst (z. B. weil du krank bist) ruf früh genug bei deiner Ansprechperson im Unternehmen an und verschiebe deinen Termin.

Was ist eigentlich ein Motivationsschreiben?

Das Motivationsschreiben bzw. Bewerbungsschreiben ist Teil deiner Bewerbungsunterlagen. In deinem Motivationsschreiben machst du dem Betrieb klar, warum genau du der/die Richtige für die Lehrstelle bist. Wenn du dich im Vorhinein über das Unternehmen schlau machst, fällt dir das Schreiben bestimmt einfacher. Gib dein Motivationsschreiben vor dem Absenden am besten einem Erwachsenen zum Korrekturlesen – eine gute Bewerbung ist vor allem fehlerfrei!

Was passiert bei einem Schnuppertag?

Viele Unternehmen bieten interessierten zukünftigen Lehrlingen die Möglichkeit in den Lehrberuf „hinein zu schnuppern“. Du verbringst einen Tag in der Firma, kannst dich über den Lehrberuf informieren, erste Handgriffe und Tätigkeiten ausprobieren und den Betrieb kennenlernen.

Wann kann ich eine Lehre machen?

Um eine Lehre beginnen zu können, musst du neun Jahre zur Schule gegangen sein. Somit hast du die gesetzliche Schulpflicht erfüllt und kannst dich entscheiden, ob du einen Lehrberuf erlernen oder weiterhin die Schule besuchen willst.

Arbeitsbereiche

Automatisierung, EDV unterstütze Entwicklung und Fertigung sowie Digitalisierung haben in der Verpackungsherstellung längst Einzug gehalten. VerpackungstechnikerInnen betreuen die Maschinen und Anlagen (z. B. Druck-, Klebe- und Stanzmaschinen) zur Packmittelherstellung und überwachen und kontrollieren die Produktion. Sie stellen die Maschinen ein, führen Umstellungen durch, erkennen Produktionsstörungen und veranlassen die Behebung der Störung. Kleinere Reparaturen führen Verpackungstechniker auch selbst durch.

Weitere wichtige Aufgaben sind der Stanzformenbau und manchmal das Entwerfen und Anfertigen von Packmittelmustern. Zu den Produkten von VerpackungstechnikerInnen zählen Papiersäcke, Tragetaschen, Geschenkfolien, Plastiktüten, Packpapierprodukte, Rollenpapier und Säcke usw.

Umweltfreundliche und ressourcenschonende Materialien spielen in der Verpackungsindustrie mittlerweile eine große Rolle. Diese müssen einerseits alle an eine übliche Verpackung gestellten Anforderungen hinsichtlich Schutz des Verpackungsgutes, Hygiene, Reißfestigkeit usw. erfüllen und dürfen andererseits bei Herstellung und Entsorgung die Umwelt nicht belasten. Neben Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton treten immer häufiger auch Kunststoffverpackungen.

Arbeitsumfeld

VerpackungstechnikerInnen arbeiten überwiegend in Werkshallen von mittleren und großen Betrieben der Verpackungsmittelindustrie. In der Planung und im Entwurf sind sie in Büroräumen tätig. Sie arbeiten gemeinsam mit BerufskollegInnen und anderen Fach- und Hilfskräften der Produktion (siehe z. B. °Papiertechnik (Lehrberuf)#, °Prozesstechnik (Lehrberuf)#) und haben auch Kontakt zu Lieferanten und KundInnen.

Arbeitsmittel

VerpackungstechnikerInnen arbeiten an halb- und vollautomatischen Maschinen und Anlagen, wie z. B. Druck-, Klebe- und Stanzmaschinen. Sie programmieren, steuern und überwachen diese und führen Wartungs- und einfache Reparaturarbeiten durch. Bei der Kontrolle des Produktionsprozesses verwenden sie elektronische Kontroll- und Prüfgeräte. Als Ausgangsmaterialien setzen sie vor allem Papier, Pappe, Karton und Kunststoffe ein. Sie arbeiten aber auch an Zeichentischen und mit CAD Programmen

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